politspotter

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RE: An die "Monitor"-Redaktion | 05.04.2013 | 21:26

Israel - Das unbekannte Monitor-Wesen:

1. Es fehlt der Bericht über die innenpolitische Debatte in Israel. Bei uns wird der Eindruck erweckt, Israel wäre eine homogene Gesellschaft, die über allem steht. Warum musste Jitzchak Rabin sterben?

2. Die Gründung und die heutige Lage sind spiegelbildlich. Deutschland hat auch das Ergebnis eines Krieges revidieren wollen. Versailles lässt grüßen. Israel soll vernichtet werden, seit seiner Gründung. Jeder kennt die Versuche. Jeder weiss, dass die Palästinenser die Leidtragenden waren und sind.

3. Wer sich mit dem Trauma Israels befassen möchte, sollte das tun, um es zu verstehen. Der Dokumenatirfilm von Claude Lanzmann , Tsahal, bietet genug Anschauungsmaterial, vielleicht das beste.

4. Wer will, kann sich die Berichte über den permanenten Raketenbeschuss der Hamas aus dem Gaza-Streifen auf isrealische Grenzorte ansehen. Was das konkret im Alltag bedeutet, kann man nur nachempfinden, der selber mit der Bombengefahr leben musste.

5. Wer jenseits der 80er Jahre geboren ist, zählt schon zur 2. Friedensgeneration, kennt den Ost-West-Konflikt nicht, hat nie eine Waffe gelernt, zu nutzen und zu kämpfen. Das Bewusstsein, auf Leben und Tod kämpfen zu müssen, das Wissen über eine konkrete Bedrohung ist ihr fremd. Um den "kalten Krieg" im Nahen-Osten nachvollziehen zu wollen und / oder zu können, gibt es also generationenspezische Unterschiede.

6. Fazit: Der Monitor-Beitrag ist armselig, da geschichtslos und politikfremd.