Etwas soll anders werden

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Morgen komme ich aus dem Krankenhaus nach Hause.

Gute Vorsätze zum neuen Jahr hatten mich irgendwie gar nicht gejuckt, aber auch wenn hier alles viel besser ausgefallen ist, als man es bei den Untersuchungen befürchten konnte, habe ich jetzt doch einige Vorsätze.

Ich hoffe, dass die nicht von morgen früh bis morgen mittag halten, aber das ist ja was, dass mann selbst in der Hand hat.

Sport soll es sein , irgend etwas Laufen oder Schwimmen und nicht mehr so viele Cola-Getränke, auch nicht Cola-light, die ich bisher in Unmengen getrunken habe und vielleicht auch noch richtig kochen lernen.

Heute war ich total kaputt. Ich habe letzte Nacht ganz schlecht geschlafen.

Ein neuer Zimmernachbar , ein sehr unruhiges Hemd, hat mich fertig gemacht.

Ich bin im realen Leben außerhalb des webs dann nicht der Typ, der sich sich besonders gut durchsetzen kann. -Eher so der stille Dulder, der stumm vor sich herleidet, weil mir der Sinn von Schreiereien nicht einleuchtet.

Die verblödete Republik von Thomas Wieczorek habe ich fast durch. Das kann ich locker noch bis morgen schaffen. Mein Tagebuch hatte ich auch mich, weil ich das spannend finde , da auch bei anderen Orten als meiner Wohnung mal was reinzuschreiben. Allerdings habe ich ohne Reue in die Blogs viel mehr reingeschrieben.

Ich war nur und gottseidank 9 Tage im Krankenhaus, aber die letzten Tage habe ich schon angefangen von den Räumen auf meiner Arbeit zu träumen.

Ich bin heiß wieder an die Schippe zu kommen, will die Sache mit dem Krankenhaus aber am Montag bei meinem Hausarzt vernünftig abschließen.

Das bin ich der Sorgfalt und Gründlichkeit mit der ich hier untersucht wurde, trotz einer ziemlich und im wahrsten Sinne des Wortes beschißenen Unterkunft einfach schuldig!

Ich hatte hier sehr viele Untersuchungen. Der weisteste Weg war bis zum Terminal an der Pforte, wo ich jetzt auch gerade wieder sitze.

Trotzdem hatte ich die letzten Tage schon so einen halben Krankenhauskoller.

Nicht nur von den Räumen auf der Arbeit, auch von meiner ultrakleinen Wohnung habe ich geträumt und mich nach ihr gesehnt.

Ich glaube in den 9 Tagen hier in den langen Fluren sicher 3-4 km gelaufenzu sein.

Es ging ja nicht nur zum Terminal, sondern auch zu gefühlten 20 Untersuchungen, deren Untersuchungsräume über das ganze Haus verteilt waren.

Trotzdem hatte ich schon nach so ein paar Tagen und trotz der mir sehr lieben Kontakte mit den Menschen aus der Community einen Koller.

Ich frage mich wie daas die Menschen in den schlimmen Gefängnissen überleben , die auf 5-9 m² eingepfercht sind und manchmal wochenlang nicht raus dürfen, wenn sie etwas ausgefressen haben?

Etwas soll anders oder besser werden, aber bestimmt nicht in diesem ähnlichen vereimernden Texttitel von Xavier Naidoo, der sich die Zeit der WM2006 als die höchste Erfüllung der nationalen Gemeinschaft besingt.

Nichts gegen den VfL Osnabrück den Rainer Kühn so anhimmelt, so etwas kann ich voll verstehen, aber dann ist aus meiner Sicht auch gut. ;O)

So einem gesteuerten nationalem Fußballtaumel bei der WM 2010 in Südafrika, werde ich jedenfalls aus dem Weg gehen.

18:28 15.01.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

Kommentare 26

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chrisamar | Community
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