...nur ein Kartenhaus?

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Im Herzen der Stadt gibt es viele Geschäfte und Tempel des Konsums mit vielen Geschäften, die Einkaufszentren genannt werden.

Verbaut ist die Landschaft dort in den Zentren der menschlichen Urbanität.

Straßen mit ganz viel Verkehr überirdisch auf Erdniveau oder auf Brücken oder unterirdisch in Tunneln genauso wie die U- und S-Bahnen.

In der Mitte der Städte Fußgängerzonen, die ein einigermaßen ungestörtes Kauferlebnis verschaffen sollen.

Nicht nur Menschenströme und fließender Verkehr von Kraftfhrzeugen, auch Warenströme vor allem am Morgen, denn das Geschäft mit dem Konsum braucht ständig neue Kicks und frische Waren.

Tagsüber aber auch die Abholung der Retouren und der Essensreste aus den Geschäften und Retaurants sowie den Großküchen.

Ein Kuddelmuddel von Infrastruktur und lebendigen Prozessen von Menschen gesteuert.

Unter dem Einkaufszentrum steht ein Parkhaus auf einigen hundert tragenden Säulen, die das schwer lastende Gewicht tragen müssen, dass auf die Fundamente im Erdreich ableitet wird und den Boden mit vielen unterschiedlichen geographischen Festigkeiten, der unter dem Gewicht der Stadt ächzt und manchmal auch nachgeben kann, wenn nicht genug Beton uns Stahl verbaut worden ist, was das fürchterliche U-Bahn-Unglück in Köln so tragisch belegte.

Über dem unter so vielen unrerschiedlichen Spannugen stehenden Boden der Beton als der Stoff aus dem die Träume der modernen Stadt gemacht worden sind.

Jan der alte Parkwächter betrachtet die Säulen und fragt sich bei komischen Geräuschen machmal, ob die Architekten die dieses Haus realisiert haben ihr Handwerk wirklich verstanden haben?

Tag für Tag kommt er ins Parkhaus und schaut auf den Beton und das was am Anfang nur wie eine moderne Höhle auf ihn gewirkt hat, bekommt immer mehr Tiefe.

Es scheint so etwas Banales zu sein:

Ein Haus im Herzen der Stadt in dem Autos geparkt werden, trotzdem ist es eine Welt für sich mit dem Rhytmus der vorhersehbarebn Ein- und Ausfahrten je nach Tageszeit aber auch gleichzeitig ein Raum indem im wieder etwas geschieht, was so nicht vorhersehbar war, so wie es eben ist, wenn viele Menschen zusammen kommen.

Im Fernsehen hatte der Jan gesehen wie es ist, wenn alte Parkhäuser abgerissen werden.

Wie ein Kartenhaus fallen sie ab einem bestimmten Zustand der Instabilität in sich zusammen, von dem Jan hoffte, dass er für das Parkhaus, in dem er arbeitet, niemals eintreten möge, wenn sich Menschen darin befinden.

.. aber war das das Fernsehen gezeigt worden ist nicht typisch für unsere Zeit und die Fassaden unseren Wohlstands, dass alles nur auf einem Kartenhaus errichtet worden ist, in dem er, der Jan ganz unten arbeitet?

18:43 21.02.2010
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Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

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