Schwarze Finanzen

"Der Grosse Reibach" Die Finanzkrise auf arte erklärt, spannender als jeder Krimi!
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Schwarze Finanzen,

Finanzprodukte, die tanzen,

dem Bürger auf der Nase,

gewaltig platzt die Blase.

Überschwappt wird das Land,

Bürger in der Banken Hand,

Entfesselte Banken,

die Gesellschaft im Wanken.

Für die Banken der Grosse Reibach,

mit ihren Bossen im Mercedes-Maybach,

für die Armen bleibt nur Hartz vier,

sind sie doch die ersten Opfer der Gier.

Ich habe gestern auf arte "Der Grosse Reibach" gesehen.

Es war eine Dokumentation der Filmemacher Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi , die mich sehr beeindruckt hat.

Ich fand es spannender als jeden Krimi.

Die Geschichte des Krisenkapitalismus seit 1930 wurde dort mit einfachen Worten erklärt.

Mir blieb dabei fast der Atem stehen. Es ging nicht um eine einfache einseitige Verteufelung der Banken, die nichts erklären würde.

Es muss in den hoch arbeitsteiligen Gesellschaften im Kapitalismus ein Finanzsystem mit funktionieren Banken geben.

Die Schulden müssen fliessen und die Schulden sind das , womit die Banken ihr Geld verdienen.

Das Übel ist der Wegfall der Regulierung, die nach dem schweren globalen Schaden der grossen Wirtschaftskrise von 1930 in den USA eingeführt worden war.

In Deutschland wurden unter der Regierung Schröder zahlreiche Regulierungen des Finanzmarktes Anfang des 21ten Jhdts. aufgehoben, weil man sich hier als globaler Finanzplatz weltweit empfehlen wollte.

Die Deregulierung führte zu Finanzprodukten, bei denn oft selbst Fachleute nicht mehr durchblickten, wie sie funktionieren und welches Anlagerisiko sie haben.

Mit diesen "faulen Finanzeiern" wurde kräftig gezockt.

Als die z.B. die grosse Blase 2008 platzte und das Geld weg war, mussten tatsächlich systemische Banken und Versicherer mit dem Geld der Steuerzahler gerettet werden,weil es sonst einen weltweiten Zusammenbruch des Finanzsystems und damit auch der mit ihr verbunden realen Wirtschaft gegeben hätte, die nun mal Kredite als Lebenselixier braucht und zusammenbricht,wenn kaum noch an diese zu kommen ist.

Es wurden danach einige kleine Reförmchen eingeführt, aber dennoch hat sich nichts wirklich verändert.

Die schlimmsten Hedgefonds treiben es so arg wie vor der Finanzkrise.

Es werden Wetten gegen die schwächsten Staaten im Euro-Verbund mit dem Ziel gigantischer Gewinne abgeschlossen.

Tagtäglich haben wir uns über die Folgen dieses Systems z.B am Beispiel Griechenland zu ärgern,wobei für mich diese Akteure aus der Finanzwelt und nicht die arbeitenden griechischen Menschen , die sind , die Schuld an dieser Misere sind , auch wenn sicherlich Reformbedarf in der griechischen Gesellschaft gibt.

Man / frau kann sich etwas Besseres als den Kapitalismus vorstellen, aber in dem Kapitalismus , den will zur Zeit nun einmal haben,muss es Banken und Geld geben.

Dennoch ist es schon die Frage ob das Geld für die Banken oder für die Menschen da ist, die friedlich und in einem ereichbaren Wohlstand leben könnten, wenn da nicht diese zockenden Casino-Banken wären.

Das gegenwärtige System produziert immer noch viele Gewinner und das ist auch der Grund, warum es sich halten kann.

Aber auch die Prekarisierung ist ein Produkt des gegenwärtigen neoliberalen Systems. Es ist eine Lüge ,zu sagen, dass die Armen an ihrer Armut selbst schuld sind.

Lasst uns von einer Welt träumen und für sie arbeiten, in der es nicht um die Banken sondern um die Menschen geht und in der das Geld für die Menschen da ist und nicht der Mensch für das Geld!

Quelle: arte, Der Grosse Reibach,Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi , arte,YLE,Frankreich, Finnland, 2012,52min,

http://videos.arte.tv/de/videos/der-grosse-reibach--6965918.html

13:52 03.10.2012
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Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

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