Tanz im Verteiler

Folkwang Tanzstudio Von der Geburt der Tanzinszenierung " OM TE BOUW" aus dem Geist der Choreographin Moya Michael sowie aller anderen Beteiligten und der Verteilerebene
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Offizieller Flyer vom Folkwang-Tanzstudio:

" Folkwang Tanzstudio

in der Verteilerebene im U-Bahnhof Rathaus Essen

Öffentliche Inszenierungen vom 22. bis 26. Juni 2015

In dieser Woche gibt es in der Verteilerebene eine ganz besonders schöne und sehr nett anzusehende Gastvorstellung der Folkwang Galerie im U-Bahnhof Rathaus Essen, in einem ehemaligen Verkaufsraum des örtlichen ÖPNV-Unternehmens EVAG, der von den Studenten liebevoll vielleich auch lustig "Kabuff" genannt wird.

Die Gast-Choreographin Moya Michael hat diese Inszenierung speziell für diesen Spielort relativ tief unter der Erde und einer der Hauptverkehrsstrassen Essens erarbeitet.

Gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Ann Weckxand verwandelt sie die Verteilerebene durch fantastische Bewegung , unheimlich schöne Musik und sehr originelles Dekor in einen einzigartigen Spielort.

PassantInnnen , Passagiere und Tanzinteressierte sind zu dieser 45 minütigen Inszenierung herzlich eingeladen. Der Eintritt ist gratis.

Für die Folkwang TänzerInnen ist ist es die 2te Inszenierung an diesem wirklich außergewöhnlichen Ort. Bereits im März 2014 hatte Choreographin Henrietta Horn öffentlich mit TänzerInnen des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste in der Verteilerebene gearbeitet.

Konzept und Leitung: Moya Michael

Bühnenbild: Ann Weckxand

Tanz: Luiza Braz Batista, Uwe Brauns , Shan Gao, Chang-Wen Hsu, Jan Möllmer , Blanca Noguerol Ramirez, Tsai Wei Tien, Chich-I Wu, Chih-Ming Yu

Technischer Support : Thomas Wacker

Pressekontakt :presse@folkwang-uni.de

Weitere Informationen:

www.folkwang-uni.de/veranstaltungen und

www.folkwang-tanzstudio.de

Noch austehende Termine:

Donnerstag 25.6., 17.00,19.00 und 21.00 Uhr

Freitag:26.6., 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr

Verteilerebene

Folkwang Galerie im U-Bahnhof Rathaus, Porscheplatz 2 ,45127 Essen"

(kursiv: geringfügige Ergänzung vom Blog-Autor)

Anmerkung von poor on ruhr:

Natürlich habe ich es auch trotz des Quellen-Hinweis auf die Abschrift vom Flyer selbst gesehen.

Einfach klasse.

Wer in Essen und Umgebung wohnt und Zeit und Lust hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Wunderbar schöne Musik, auch wenn das mit der Musik nicht so mein Metier ist und ich auch nicht sagen kann, von wem sie ist. Sie hört sich jedenfalls sehr soulig an. Vielleicht kann man es mit souligem Indie-Pop mit herllicher Gitarrenbegleitung umschreiben. Die Tänzer/Innen vom Folkwang Tanzstudio sind eine Wucht. Sie haben da ein fantastisch schönes Stück gelernt. Unheimlich durchdachte Aufstellungen, die manchmal von der Körperlichkeit her im statischen Zustand an Kunstwerke von Rodin oder auch ein bißchen an Pina Bausch erinnern.

Bewegungen in Zeitlupe und dann wieder plötzliche Bewegungen spiegeln die Geschäftigkeit der Menschen in einer Verteilerebene wieder. Dieser alltägliche Tanz des Alltags der Passant/Innen der Verteilerebene ist hier zu einem sehr komplexen Kunstwerk verdichtet.

Als Laie kann ich es kaum glauben und mir kaum vorstellen wie man einen Ablauf von so vielen schönen Bewegungen überhaupt lernen und behalten kann.

Das ist Körperlichlkeit in Bewegung , aber auch Gehirn unter Starkstrom , die solche Inszenierung zustandebringen.

Bewegungen fließend und sanft , manchmal aber auch sehr ausladend so wie der Tanz der Bausteine des Atoms im Kleinen , aber auch wie der Tanz der Sterne , Galaxien, Planeten und wie diese Erscheinungen im Himmel noch alle heißen mögen, im Grossen, in der Verteilerebene auf einer mittleren Ebene auf ein irdisches Mass mit menschlichen Körpern im Tanz gebracht.

Alles ist Bewegung , aber auch Verharren oder Bewegung in ganz verschiedenen Geschwindigkeiten.

Die Atmosphäre des Tanzes wird im Hintergrund in schönes blaues Licht eingehüllt auf das irgendwie modern anmutende pflanzliche Strukturen projiziert werden.

Sind sie ein Sinnbild für das Leben aus dem auch der Tanz erwachsen ist?

Im Vordergrund hängen an den Schaufensterscheiben sehr viele Schnüre, die aus Glasperlen bestehen , herunter.

Faszinierend auch das Schattenspiel der sich bewegenden Körper an den weissen Wänden des Kabuffs.

Kultur inmitten der Stadt zum Anfasssen nahe.

Für mein Kulturerleben ein ganz grosses Highlight des Jahres.

Quelle: Der gesamte Text ist von einem Flyer der Folkwang-Instituts für diese Veranstaltung fast abgeschrieben. Wegen einem Umzug habe ich zur Zeit leider nicht viel Zeit. Sorry.

13:07 25.06.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

Kommentare 15