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Eigentlich wollte ich nie was über Pipi und Harndrang schreiben. Sicher bin ich da ein kleines bißchen verklemmt, auch wenn sich das mit zunehmenden Alter doch sehr gebessert hat.

Als Carmen Thomas als Redakterurin des Ü-Wagens im WDR irgendwann in den End- 70ern oder irgendwann 80ern auf ihrem Urin-Trip war und eine Zeitlang fast nur noch Sendungen zum Thema Urin machte, hatte mich das damals noch sehr genervt.

Sie hatte da sehr viel Inhalt zum Thema Urin auf der Pfanne gehabt und oft ging es auch um die heilenden Kräftes Urins.

Heute schmiere ich mir auch Creme mit Harnwirkstoffen auf die Füße.

Im Ü-Wagen diskutierten Zuschauer und WDR-Redakteure circa dreieinhalb Jahrzehnte Face to Face um vor der Sendung festgelegte Themen zusammen mit Experten.

Der Ü-Wagen im WDR hatte Ende Dezember 2010 leider seine letzte Sendung. Der WDR hat ihn aufgegeben, weil er zu teuer wurde und weil man glaubt im Zeitalter des Internets genügend andere Sendekonzepte zu haben, die der ausreichenden Zuschauerbeteiligung Rechnung tragen.

Dieser Haushalt der Harnflüssigkeiten im Körper kann fast vergleichbar mit einem Staatshaushalt doch unerwünschte Reaktionen zeigen.

So ist es in der letzten Zeit auch einmal ergangen. Ein hysterischer Harndrang trieb mnir fast die Tränen in die Augen.

Mitten in der City ist die nächste öffentliche Toilette glücklicherweise doch ziemlich in der Nähe gewesen.

Panisch suchte ich nach dem passenden Geld für den Einlassautomaten. Ich hatte zwei Zwanzig-Cent-Stücke bei mir, aber es fehlte noch ein Zehner . Verzweifelt suchte ich danach.

Vor der Damentoilette stand eine gut gkleidete junge Frau, die wohl ähnliche Probleme wie ich hatte. Sie blickte auch ratlos in ihre Geldbörse.

Ich durchwühlte nun die endlosen Tiefen meiner Jeanstaschen und warf froh den fehlenden Zehner noch zu finden.

Der jungen Frau mit dem gleichen Problem blieb meine Lösung des Bezahlens mit dem dem doch noch nervös zusammengeklaubten Geld versagt.

Sie fand eine andere Lösung .

Sie sah sicher nicht danach aus, als ob sie so etwas mir System macht ,aber sie kletterte sehr gelenkig über die modern designte Drehtür aus Edelstahl und konnte dann in im freundlich hellblau gefliesten Raum der Bahnhofstoilette ihrem Geschäft nachgehen.

Fast etwas neidisch blickte ich als nun doch eher älterer Mann, der sich nach seiner Selbsteinschätzung zwar wohl ganz gut gehalten hat, aber sicher auch einige oder eher etliche Kilos zuviel auf dem Körper hat auf ihre gelenkige Akrobatikeinlage.

Ich hätte mich das wahrscheinlich auch als jüngerer Mann nicht getraut, aber hatte doch gleichzeitig doch sehr viel Verständnis für Ihre Lösung ihres kleinen Problemchens.

19:32 09.01.2011
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Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

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