Vom Wahnsinn zum Schweineohr

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

oder kleine Nachdenlichkeiten über die Ernährung.

Auch wenn die Welt sich meistens um wichtige politische Probleme dreht, kann ich manchmal nur ans Essen denken.

Der nackte Wahnsinn dieser Welt spiegelt sich ja oft in der Ernährung ihrer Bewohner.

Das fängt bei der Ungleichverteilung der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel in den verschiedenen Ländern der Erde an.

Weiter geht es über den vollkommenen überzogenen Fleischkonsum und den damit verbundenen unmenschlichen Mastfabriken z.B. für Hühner oder Schweine und dem damit verbundenen unsagbarem Elend für Tiere, jeden Tag , multimillionenfach über die ganze Welt verteilt.

Einmal habe ich im Fernsehen gehört , dass wir Europäer uns schämen müssten weil wir im Jahr mehr für Speiseeis ausgeben als ganz Afrika für seine gesamte Nahrung.

Ich weiß nicht, ob das stimmt. Es würde mich aber nicht überraschen, wenn es so wäre.

Das Essen , dass dem Menschen auch zeigt, wie ernst er sich selbst nimmt, in dem er es im positivem Fall zu einem angenehmen Zentrum seines Tagesablaufes macht oder das heutige Unvermögen vieler -vor allem wohl männlicher- Singles sich selbst zu bekochen und richtig zu ernähren und welche sich dann miteinander in diversen Pommesbuden und Grillstuben wiederfinden und den gebratenen Wahnsinn aus den Hühnerfabriken zu sich nehmen.

(In Bezug auf das Essen bin ich nicht gerade der Typ , der weiss wo es lang geht ,aber dennoch erlaube ich mir diese kleinen Nachdenklichkeiten in diesem Blog.)

Abschließen möchte ich mit was Lustigem.

Am 9. Mai war ich bei einem Kaffeetrinken mit Kuchen.

Ich weiß nicht, wie es in den anderen Regionen Deutschlands ist, aber hier im Ruhrgebiet haben die Kuchenstücke manchmal lustige Namen.

So gibt es einen mit frischer Sahne gefüllten gebackenen weissen Teig, der hier im Ruhrgebiet Liebesknochen heisst.

Ein runder Kingel aus Kokosmakronenteig mit einer festen roten geleeeartigen Masse in der Mitte heißt Ochsenauge.

Eine Blätterteigspezialität so ähnlich wei ein Brezel ohne Hohlräume aussehend und zum Teil mit Schokolade überzogen nennt sich Schweineohr.

Heute bin ich zu alt dafür geworden , aber als Jugendlicher habe ich mir manchmal einen Spaß daraus gemacht, in der Bäckerei mit gehobener Stimme ein Schweineohr zu bestellen.

Ich muss zugeben, dass ich kein Revoluzzer war!

für merdmeister, der mir bei all meiner Offenheit für Kritik die Hemmschwelle nicht zu hoch angesetzt hat. Danke. :)

18:35 11.05.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

Kommentare 32

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