Barbara Muerdter

Journalistin, Bloggerin, DJ, Fotografin - Kultur, Medien, Politik
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RE: Popstar ist, wer in Berlin gelebt hat | 09.01.2013 | 11:29

Trotz einiger interessanter Gedankenansätze frage ich mich, was der Artikel jetzt soll - einfach mal wieder was über Bowie schreiben, wo's gerade einen Anlass gibt? Kleiner Trost - der gestern ob der unerwarteten Veröffentlich noch schnell für den Guardian zusammengeschrieben war noch verschwurbelt-nichtssagender.

Außerdem hat mich das Berlin-Thema jetzt doch etwas überrascht bei Bowie, weil er eher von Fans und Journalisten immer wieder in die Richtung gedrängt wurde, und das selbst immer abgewiesen hat, weil für ihn das Kapitel abgeschlossen sei und er nicht an alte Plätze zurückwolle.

Eine nette Homage an Bowie gab es übrigens vor kurzem von Soulwax.

RE: Ist nicht meine Meinung | 23.06.2012 | 14:17

@die unsichtbaren deutschen

Sie befürworten also Sozialdarwinismus. Im übrigen gibt es auch ruppige Frauen, nur werden die sehr schnell ausgegerenzt und mit Negativworten wie "vermännlicht" etc. beschrieben.

@Eulen nach Athen

Ganz genau - Männer fühlen sich da nicht gekränkt, sondern sind höchstens amüsiert. Damit bestätigen Sie ja das strukturelle Gefälle. Zudem passiert das auch so gut wie nie - eben weil davon Ausgegangen wird, hjemand der schreibt kann nur ein Mann sein. Das war der Punkt.

RE: Wieder Lieder von Spinnern und Narren | 23.06.2012 | 13:32

Sehr schöner Text, Danke. Ein bisschen mehr über seine Biografie hätte ich gern erfahren, aber as geht bei der Länge vielleicht einfach nicht. Nochmal ein Hinweis auf den Hannes Wader Amerikas, der am 14. Juli auch Jubiläum gehabt hätte, allerdings sein 100, Woody Guthrie: http://www.popkontext.de/index.php/2012/06/14/woody-guthrie-die-stimme-des-anderen-amerika/

RE: Ist nicht meine Meinung | 21.06.2012 | 12:07

P.S. Kommentar hier als journalistische Stilform, also die Darstellung einer persönlichen Ansicht zu einem Thema, nicht Kommentar zu einem anderen Artikel.

RE: Ist nicht meine Meinung | 21.06.2012 | 12:01

Das mit dem "mangelnden Selbstbewußtsein" mag oft so erscheinen, ist bei genauerem Hinschauen auch ein Fehlschluss. Klar, wenn man das ganze Leben die Erfahrung gemacht hat, dass die eigene Meinung sowieso nicht so für voll genommen wird, ist man a) ungeübter und Unsicherer in ihrer Darstellung und b) gibt man auch irgendwann auf, zu darum zu kämpfen, sie anzubringen, bis auf die ganz Harten. Für Männer (eines bestimmten Typus) ist es ganz selbstverständlich. Und mich erschreckt es immer wieder, wie gut Blender und Angeber sich durchsetzen, weil alle darauf reinfallen. An einer Frau des selben Typs würde es viel mehr Kritik geben. Und Männer, die einfach ruhig, sachlich und ordentlich arbeiten sind kaum die Alpha-Tiere in Männerhierarchien.

Diese Mechanismen funktionieren leider auch online: "Überraschenderweise melden sich Frauen aber auch dort nicht zu Wort, wo es keine alten Männerseilschaften gibt, die ihnen den Weg versperren bzw. den Mund verbieten – man denke nur einmal an Wikipedia, wo 85 Prozent der Beiträge von Männern stammen." ist eben auch ein Fehlschluss - auch in der Wikipedia gibt es ja zwischenmenschliche Interaktion. Abgesehen davon, dass sich Frauen ganz gezielt hinter neutralen oder männlichen Namen aus Selbstschutz verstecken, werden sie, als Frauen erkannt, auch nicht so für voll genommen und setzen sich in Diskussionen seltener durch. Die Administratoren sind zumeist Männer, und stehen auf der Seite der Männer. Sage ich aus eigener Erfahrung. Ich habe nach mehreren Monaten Kampf zum Schutz meiner Nerven und meines Zeitbudgets in der Wikipedia aufgegeben und schreibe da nur noch hin und wieder mal was als IP.

Interessant ist eine Erfahrung, die ich gerade gestern gemacht habe: Ich habe einen Kommentar zu einem Thema geschrieben, aus dem nicht nur indirekt, sondern ganz klar direkt und offensichtlich hervorgeht, dass ich eine Frau bin. Kurz danach lass ich eine Diskussion zu dem Kommentar vo zwei Typen: Einer war mir wohlgesonnen, einer nicht. Beide haben den Inhalt des Artikels offenbar erfasst und ihn genau gelesen. Beide sprachen in der Diskussion von "er" und "der Autor". Ich war fassungslos.

RE: Herzlich willkommen! | 18.06.2012 | 15:44

Hatte noch nicht viel Zeit, mich umzuschauen - aber der erste Eindruck ist sehr positiv. Herzlichen Glückwunsch!

RE: Haben böse Menschen Humor? | 24.04.2011 | 15:12

Wo ist den Herr Augstein hier auch nur ansatzweise "böse"? Er hat sich nur gewaltig im Thema verheddert, weil er sich nicht entscheiden konnte, ob er jetzt über den Humor "der Bösen" reden wollte oder darüber, ob man über das "Böse" lachen soll / darf. Ansonsten ist er weniger "zu lieb" als auf aus meiner Sicht sehr angenehme Art sachlich und eher nerdig. Mit einem Film einzusteigen, den außer ihm offenbar keiner so richtig auf dem Schirm hat, ist vielleicht auch nicht so geschickt, aber vielleicht liegt das Inkohärente auch an der verkürzten schriftlichen Wiedergabe. Ich finde solche Leute wie Augstein persönlich deutlich angenehmer und bereichernder als so einen plump-dummen eitlen Selbstdarsteller wie Broder. Vielleicht hört sich Herr Augstein auch gern selber reden, das gehört zum Beruf, aber ich nehme meistens die eine oder andere Denkanregung mit, wenn er den Mund aufmacht, und darum geht es ja, mir jedenfalls...

RE: Porno im streng journalistischen Kontext | 26.12.2010 | 17:32

Das wird ja interessanter Weise in zwei Videos (mehr oder weniger) aus diesem Jahr zitiert buw. steht im Mittelpunkt, bei Massive Attacks – Paradise Circus und Scissor Sisters' Invisible Light. Beides nicht zuletzt deshalb sehenswert, weil es meines wissens nach The Devil in Ms Jones derzeit nicht (neu) zu kaufen gibt:
www.popkontext.de/index.php/2010/12/16/video-scissor-sisters-invisible-light/
www.popkontext.de/index.php/2010/12/18/video-massive-attack-paradise-circus/