(2) Cui Bono: wie der Falter Pilz "killte".

ListePilz, Falter, NRWahl "dont look at the story in the media, look at the story behind they dont tell you" (anonymous)
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Mal ehrlich: wenn das Journalismus ist - dann Gute Nacht!

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Ich weiss, für viele Menschen in Deutschland sind die politischen "Vorkommnisse" in Österreich von geringem Interesse.

Schade - denn gerade von der Entwicklung der rechtsradikalen FPÖ hin zur so oft als Begriff vergenusszwergelten "Mitte" und dem starken Rechtsdrift der ÖVP, die die FPÖ mit dem braven Jüngling Kurz (wer würde ihm schon Skrupellosigkeit zutrauen?) rechts locker überholte , als auch der SPÖ, die jegliche Scham, sich anzubiedern vermissen ließ, ist Österreich ein Fressen für das rechte, neoliberale Lager geworden.

Mit den NEOS - einer vom Industriellen Haselsteiner, auch ein bekennender NEO-liberaler der diese junge von der ÖVP ausgesonderte Truppe finanziert - die die Privatisierung des Gesundheitssystems vorantreiben wollen, verfügt die Türkis_Blaue Regierung im Parlament über eine zwei-Drittel-Verfassungsmehrheit!

So weit - so UNgut.

Peter Pilz, seit 31 Jahren im Parlament und der wichtigste Abgeordnete, der sich vor keinem Konzern fürchtet, sich nicht bestechen lässt, wird gerade in einer Weise öffentlich hingerichtet, wie man es noch nie sah.

Mitternächtliche Twitter-Meldungen von irgendwelchen Leuten - sowohl der ÖVP als auch der SPÖ nahestehend - haben ihn innerhalb von Stunden am Samstag zum Rücktritt geprügelt. Bis dato gibts k e i n e Beweise - also so wie es in einem Rechtsstaat, wo die Unschuldsvermutung bis zu einer Verurteilung bei Gericht oberste Maxime ist - sondern nur Anschuldigungen, Vorverurteilungen und Dementis eben dieser.

Allen voran der FALTER, ein eher als links einzustufendes Wochenblatt mit seinem Chefredakteur Klenk - der Pilz vor der Wahl als "Dolm" bezeichnete was ihm sehr in seinem "Ansehen" schadete - hat Pilz von Freitag Nacht bis Samstag vormittag "gekillt".

Es ist eine nicht sehr mit journalistischem Ruhm bekleckerte Aktion gewesen - aber wen kümmert es schon, wenn man sich "investigativer Journalist" nennt und von Eitelkeit und Narzissmus durchzogen ist, wo selbst Kern im Schatten steht.

Ist DAS "Qualitätsjournalismus" ... echt ... jetzt...?

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Ich stelle die Erklärung von Hr. Klenk vom 4.11. herein und hänge ein paar Kommentare dazu an. Dann kann man mal nachvollziehen, wie schnell man von unserer "Journaille" abgeschossen wird.

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FB - Falter: Florian Klenk, 4.11. 21:25 Uhr

Erklärung zum Fall Pilz

Viele Leserinnen und Leser stellen mir in sozialen Medien die Frage, wieso wir die Vorwürfe gegen Pilz jetzt veröffentlichen, wie seriös die Zeugen sind und was wir wann wussten.

Ich versuche daher den Rechercheprozess -so weit wie es das Redaktionsgeheimnis erlaubt -transparent zu machen. Und ich lege unsere internen Erwägungen offen.

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Am 23. 10. erfuhr meine Kollegin Nina Horaczek von dem Gerücht, dass Peter Pilz eine frühere Mitarbeiterin mehrfach sexuell belästigt haben soll, sowohl verbal, als auch körperlich. Sie ging diesen Gerüchten nach und fand heraus, dass es Belege für diese Vorwürfe gibt, unter anderem ein Schreiben der Gleichbehandlungsanwaltschaft, das Horaczek seit kurzem vorliegt.

Sie versuchte auf drei verschiedenen Wegen, mit der betroffenen Frau Kontakt aufzunehmen. Konkret ließ Horaczek der Frau mitteilen, dass sie von den Vorwürfen weiß, dass diese sicherlich bald an die Öffentlichkeit kommen werden und bat um ein Gespräch, gerne auch vertraulich. Die betroffene Frau war aber zu keinem Gespräch bereit und wollte auch auf keinen Fall, dass die Vorwürfe öffentlich gemacht werden.

Aus Opferschutzgründen verzichtete Horaczek auf eine Veröffentlichung, informierte mich aber von dem Fall. Und sie recherchierte daraufhin im Umfeld der Grünen weiter, ob es andere Fälle von sexueller Belästigung durch Pilz gab. Aus Gründen des Opferschutzes entschlossen wir uns auch dazu, Pilz erst mit dem konkreten Vorwurf der sexuellen Belästigung zu konfrontieren, wenn wir das Einverständnis des mutmaßlichen Opfers haben. Wir würden das auch heute wieder so tun.

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Am Freitag veröffentlichten Profil und Presse dann zeitgleich die Vorwürfe dieser ehemaligen Mitarbeiterin von Pilz, die diesen vor der Gleichbehandlungsanwaltschaft beschuldigte. Quelle des Berichts war offenbar nicht ein Interview mit der Betroffenen selbst. Weiters bestätigten grüne Funktionäre in den Berichten, dass es die Vorwürfe gab. Zu einem Verfahren vor der Gleichbehandlungskommission oder dem Arbeitsgericht kam es nicht. Man habe in einer Mediation Stillschweigen vereinbart, so die Grünen.

Pilz nahm in den Berichten von profil und Presse merkwürdigerweise nicht Stellung. Er sei auf Urlaub gewesen, so die Erklärung von Pilz.

Laut Profil wurde er am Donnerstag mit den Vorwürfen en detail schriftlich konfrontiert.

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Horaczek und ich begannen nun wieder zu recherchieren.

Ich rief Pilz am Freitag Abend an und bat ihn um ein Statement. Er bestritt in einem längeren Telefonat die Vorwürfe, sprach von einem arbeitsrechtlichen Konflikt und kündigte an, sein Tagebuch und Mails vorzulegen, die seinen Standpunkt belegen würden. Auch eine Kollegin würde ihn entlasten. Weiters brachte er das Argument vor, dass ihn die grüne Führung wohl nicht zu einem Vorzugsstimmenwahlkampf animiert hätte, wenn die Vorwürfe stimmen. Pilz wollte noch nicht zitiert werden, weil er am nächsten Tag eine Erklärung abgeben wollte. Wir entschieden uns daher, den nächsten Tag abzuwarten („audiatur et altera pars“).

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In der Nacht erreichte mich dann via Twitter die Nachricht zweier "User" namens Chris Niedermüller und Oliver Stauber, die angaben, (mit zwei anderen) Zeugen eines Übergriffes von Pilz am EF in Alpbach 2013 gewesen zu sein.

Die Zeugen erhoben die Vorwürfe nicht anonym. Das war ungewöhnlich.

Ich bat die beiden um Kontaktaufnahme und bat weiters darum, sie mögen einen Kontakt zur Betroffenen herstellen.

Zunächst erhielt ich ein Mail weitergeleitet, das die betroffene Frau offenbar an Herrn Niedermüller schrieb. Darin heisst es: „Lieber Christian, habe gerade gelesen, was du auf Twitter geschrieben hast. Danke! Ich überlege eigentlich schon seit seiner Kandidatur, wie ich damit umgehen soll - mich nie getraut, die Sache aufzubringen, weil ich dachte, ich würde mich damit lächerlich machen. Ich stand ja wie versteinert da und konnte mich nicht mehr bewegen. Danke nochmal, dass ihr mich dann aus der Situation gerettet habt.(...) Ich will auch nicht an die öffentlich gehen - aber es tut mal gut zu wissen, dass es mir damals nicht übertrieben vorkam.

LG“

Ich fragte nach, ob ich Pilz diese Nachricht anonymisiert vorhalten könne.

Um ein Uhr Nachts erreichte mich dann eine Nachricht der betroffenen Frau, die den Vorfall so schilderte, wie ich ihn in meinem Artikel festhielt.

Ich will die Details hier nicht nochmals wiederholen.

Die EVP-Mitarbeiterin stimmte einer Veröffentlichung unter Zusicherung von Anonymität ausdrücklich zu.

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Um 7:45 konfrontierte ich Pilz mit den Vorwürfen via SMS und bat um seine Stellungnahme.

Pilz rief um 7:52 zurück und erklärte, er könne sich an den Abend nicht erinnern, er sei aber in Alpbach gewesen. Aber diese seine Vergesslichkeit sei - da es zwei Zeugen gebe - sein Problem. Er werde nun aufgrund dieses Vorwurfs zurücktreten, da er seine Ehefrau und den Klub nicht belasten wolle.

Ich ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Vorwürfe stimmen.

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Sie sind weiters gegen eine Person des öffentlichen Interesses gerichtet, betreffen ein politisch unzumutbares Verhalten und waren gut dokumentiert. Sie waren ,fit to print‘. Das Opfer war auch einverstanden.

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Nach einigen hektischen Telefonaten autorisierte Pilz seine Rücktritts-Zitate, die ich dann frühmorgens vor seiner PK veröffentlichte.

Ob Pilz wirklich nur aufgrund dieses Falter-Artikels über Alpbach zurücktrat, wie er in meinem Bericht behauptet oder ob auch die Profil-und Presse-Artikel eine Rolle gespielt haben, kann und will ich nicht beurteilen.

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Parteikolleginnen und Kollegen versichern heute in Mails an mich -unter Zusicherung von Anonymität -dass Pilz immer wieder mit Belästigungsvorwürfen von Kolleginnen konfrontiert worden sei. Vieles davon seien aber auch Gerüchte.

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Die betroffene Frau werden wir selbstverständlich nicht nennen und auch nicht an andere Medien für Interviews vermitteln. Das haben wir mit der Betroffenen so vereinbart. Wir ersuchen von entsprechenden Anfragen Abstand zu halten. Es gilt der Redaktionsschutz.

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Ich hoffe, den Rechercheprozess ausreichend offen gelegt zu haben. Meine Conclusio:

Da wir Pilz eine glaubhafte Aussage einer Betroffenen und von zwei namentlich genannten Zeugen vorgelegt haben, blieb ihm nur der Rücktritt. Er hätte diesen auch von allen anderen politischen Mitbewerbern gefordert.

Florian Klenk, 4.11. 21:25 Uhr

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Und noch einige Kommentare dazu:

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- Dominik Puritscher

Profil und Presse waren der Wunsch der betroffenen Mitarbeiterin scheinbar egal. Insofern finde ich diesen Artikel als ziemliche Heuchelei

- Helmut Stransky

ein twitter hat er kriegt der herr klenk von einer övp pfeiffe!

- Klaus Kufner

Nun gut. Also, wir verzichten auf den Rechtsstaat, auf ordentliche Gerichte, Peter Pilz ist bereits verurteilt, auch ohne Beweisführung und Beweisprüfung, ohne Zeugenaussagen unter Eid.

Es reichen uns Behauptungen und ein Hörensagen von Florian Klenk.

Verlegen wir also die Justiz nach Facebook, die Journaillie ist der Staatsanwalt, die FB-User die Geschworenen und alle zusammen ist man der Richtersenat. Verteidiger sind nicht erwünscht oder werden als frauenfeindlich denunziert. Alles klar.

Was früher der mittelalterliche Pranger war, wo der Mob den Beschuldigten auf dem öffentlichen Marktplatz bespucken und schlagen durfte, ist heute Facebook - der digitale Pranger ...

- - Florian Klenk

Ich ersuche Sie, meinen bericht zu lesen. Da steht eigentlich das Gegenteil

- - Klaus Kufner

Florian Klenk ich hab ihn gelesen, mir fehlt der Wahrheitsbeweis.

- - Andi Kečanović

Peter Pilz wurde nicht verurteilt. Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe, welchen Herr Florian Klenk nachgegangen ist. Peter Pilz ist aufgrund dieser Vorwürfe zurückgetreten. Dazu hat ihn niemand gezwungen.

- - Klaus Kufner

Andi Kečanović Vorwürfe ohne Belege, bisher nur Hörensagen und das widerspricht der journalistischen Sorgfaltspflicht . Es genügen also tendenziöse Behauptungen ohne Wahrheitsbeweis, ohne irgendeines Beleges?!

Unmöglich, sorry.

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und weiter:

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- Florian Nairolf

Gibt es eine Erklärung, weshalb die Zeitspanne zwischen Vorfall und Veröffentlichung derartig lange ist (über vier Jahre)?

Bei der Dame liegt ja auch als EVP-Mitarbeiterin kein übergeordnetes Machtverhältnis zwischen ihr und Pilz vor, dass etwaige berufliche Konsequenzen aufgrund der Möglichkeit direkter Einflussnahme befürchtet hätten werden können?

- - Florian Nairolf

Was mich auch an der Sache auch ein wenig irritiert, nachdem ich die Twitter-Meldungen der genannten Personen durchgegangen bin:

Das sind meinem Verständnis nach beides Personen, die in von Pilz verschiedenen politischen Parteien tätig waren.

Wieso kann diesen der "Mut" fehlen, gegen so etwas in einem zeitlichen Naheverhältnis klar Stellung zu beziehen? Vor allem auch ist einer der beiden seit 2014 eingetragener Rechtsanwalt (!), dh zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits fertig studierter Jurist und Anwärter. Wie kann so jemanden "der Mut fehlen", gegen strafrechtlich relevanten Vorfälle auch öffentlich Stellung zu beziehen?

Opferschutz ist dahingehend für mich kein Argument, da man ja das Ganze - wie eben auch jetzt passiert - anonym (in Bezug auf das Opfer) hätte durchführen können.

Ich würd's gerne verstehen.

DER LINK ZU DEN BEIDEN TWITTER-MELDUNGEN.

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einige weitere.

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- Eleonora Neugebauer-Lenhardt

Florian Nairolf , weil es eben NICHT "strafrechtlich relevant" ist, wenn ein Besoffener einer Frau im Rahmen eines zwanglosen Beisammenseins zu nahe kommt - er war ja nicht allein mit ihr, hat sie nicht bedroht oder vergewaltigt. Belästigt halt - ist sicher nicht angenehm, aber wenn blödes Benehmen eines Betrunkenen strafrechtlich relevant wäre, säße halb Österreich im Häfen...Nicht dass ich das sympathisch finde, wenn einer säuft und dann grapschst, aber dramatisieren würde ich das nicht. Wem noch nie in Gesellschaft aufgrund von Alkohol so ein Ausrutscher passiert ist, der werfe den ersten Stein...

Generell finde ich es bedenklich, wenn sexuelle Nötigung, Vergewaltigung sowie Ausnützung einer Machtposition mit blöder Anmache und respektloser Grapscherei in einen Topf geworfen werden. Das eine sind Verbrechen, das andere ist schlechtes Benehmen. Das alles unter "sexuellem Missbrauch" zu subsumieren führt meines Erachtens zu einer völligen Banalisierung des echten Missbrauchs.

- Angela Stief

ich könnte innerhalb von wenigen minuten eine ähnliche story wie sie angeblich in a stattgefunden hat, konstruieren. easy. wenn wer wem schaden will liegt sowas auf der hand. die obige dokumentation ist nichts. schlampiger journalismus und vorverurteilung mit dramatischen konsequenzen für dieses land. politisch motivierte fakenews ist tausendmal wahrscheinlicher. sorry herr klenk, sie haben leider vollkommen am ziel vorbeigeschossen

- - Gudrun Stotz

Das hört sich genau so an. Zwei Namen nennen ist gut recherchiert? Unglaubwürdig klingt das!

- - Michael Michlmayr

Ist alles dreifachgecheckt?

- - Don Mario

Und kannst du auch easy 3 Zeugen auftreiben die Pilz weggezaht haben weil er ned aufhören wollt?

- - Tatjana Eberl

Don Mario in 2 min.! So skrupellos wie die ÖVP ist gehts bei denen wsl. noch schneller!

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- David Fürlinger

Florian Klenk Rein interessehalber: Wurde auf die Schnelle, von den Zeugenaussagen der drei genannten Personen (soweit ich das gesehen habe 1xEVP, 1xSPÖ, 1x zumindest gemäß Twitter-Retweets NEOS-nahe) abgesehen, tiefer gehend über die Faktenlage zu der Alpbach-Geschichte recherchiert oder gehen Sie einfach mal (begründet?) davon aus, dass diese drei Zeugenaussagen so stimmen? Bzw. sind weitere Recherchen geplant und werden nachgereicht?

- - Elisen Spies

Das wäre bitter nötig. Diese Angelegenheit ist so brüchig.

Man glaubt es nicht. Dass Pilz deshalb zurücktritt ist auch sehr unglaubwürdig.

Unbedingte Nachkontrolle erforderlich.

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- Dietmar Steiner

Ohne dass ich Pilz entschuldigen will. Aber 2013! und das jetzt ? das stinkt, sorry. Warum hinterfragen Medien nie, warum sie wann welchen Zund bekommen ?

- - Angela Stief

das ist ein medienskandal und das von linker seite

- - F l o r i a n K l e n k

Was hätte das hier an der Berichterstattung geändert?

- - Dietmar Steiner

Wie ich schrieb, genauer die Hintergründe recherchieren.

- - Angela Stief

Florian Klenk sie habe mit dieser nicht-geschichte den für das linke projekt wichtigsten politiker dieses landes tot gemacht. der killer war nicht die story, sondern das medium. ein linkes. der falter. es ist die hölle. nun gibt es keine tragfähige opposition mehr

- - Christina Pernsteiner

Da können Sie sich bei Pilz selbst “bedanken“.

- - Verena Claudia Ramsl

F l o r i a n K l e n k Sie sind eine Enttäuschung in jeder Hinsicht! Wenn die Dame, das Opfer, es NICHT wollte, warum wird diese Sache dann mit aller Gewalt trotzdem an die Öffentlichkeit gezerrt. Wenn es keine Untersuchung der Gleichbehandlungskommission gab...

- - Anni Zorer

Angela Stief , dass es jetzt keine tragfähige Opposition gibt, verdanken wir in erster Linie Herrn Pilz.

- - Verena Claudia Ramsl

F l o r i a n K l e n k was das an der Berichterstattung ändert. Den Zeitpunkt! Wenn es 2013 passiert ist, warum wird die Causa GERADE jetzt erst publik gemacht? Und warum springen Sie und Ihre Kollegin Horaczek auf diesen Zug auf?

- - Don Mario

Leute was ist los mit euch? Der Falter veröffentlicht das ganze doch nur wie jede andere Zeitung. Sich eine Meinung darüber zu bilden ob das Schnee von gestern ist weil 2013 bleibt euch allen und dem Pilz selbst überlassen. Findet ihr die storry hätte zurückgehalten werden sollen nur weil der Pilz eine wichtige linke Kraft ist? Sorry so funktioniert Journalismus nicht.

- - Elisen Spies

Diese 2 Zeugen, die des Nächtens etwas loszwitschern, vielleicht auch selbst beduselt, sind die Zugpferde der Intrige.

Es sei denn die Betroffene und die Zeugen stellen sich dem Gericht vor.

- - Elmar Wagner

Dietmar Steiner hat Recht.. man sollte sich schon die Frage stellen warum jetzt.. Cui bono? Erinnert ein wenig an DSK, nicht? Außerdem eine höchst willkommene Ablenkung zu den mutmaßlich im Voraus abgesprochenen Koalitionskuscheleien und sonstigen Grausligkeiten, die unsere zukünftige Bundesregierung so plant. Ich glaub nicht, dass dieser angebliche Mißbrauch einen erwähnenswerten realen Hintergrund hat.

- - Marion Dimali

Lustig, fast alle, die hier schreiben, haben offenbar einfach den gesamten text nicht gelesen oder sind opfer unseres bildungssystems und des sinnerfassenden lesens nicht mächtig. Aber zum besseren verständnis, kleiner tipp: eine kampagne wie metoo spült so einiges ans tageslicht, weil frauen sich jetzt erst durch die unmenge an ebenso belästigten frauen trauen darüber zu reden

- - Verena Claudia Ramsl

Don Mario ähm Florian Klenk und seine Kollegin Nina Horaczek besitzen doch aber ein Hirn und haben eine bestimmte Verantwortung! Da muss man schon auch abwägen, ob es klug ist, diese Causa genau jetzt auszupacken und man könnte nachdenken, WEM es unter Umständen gerade super gut in den Kram passt, dass ein unbequemer Oppositionspolitiker demontiert wird. Und DAS werfe ich ihm vor. Das muss er sich auch gefallen lassen. Denn gut recherchiert und wahr ist hier vieles beileibe NICHT!!!

So wie er und das Falter-Team gerade agieren, hat man das Gefühl, er wäre genauso politisch ge(k)lenkt, hahaaa, und parteiisch. .

- - Don Mario

Verena Claudia Ramsl Aber stellen Sie sich vor es kommt raus dass sie die Story zurückgehalten haben nur weil es einen linken Politiker betrifft. Dann könnten sie den Journalisten Beruf an den Nagel hängen. Eine Story muss raus wenn sie reinkommt. Pasta.

- - F l o r i a n K l e n k

Dietmar Steiner das ändert nichts am verhalten von pp

- - Verena Claudia Ramsl

Don Mario verzeihen Sie wenn ich lache 😂. wenn das so wäre, hätten in der Vergangenheit aber UNZÄHLIGE Geschichten den Weg an die Öffentlichkeit finden müssen, die dann irgendwie doch noch schön zurückgedrängt wurden und absichtlich im Sand verlaufen sind..

- - Verena Claudia Ramsl

Marion Dimali man wird sich trotzdem darüber Gedanken machen dürfen, warum die 2 angeblichen Zeugen justament jetzt auftauchen und die Causa an die Öffentlichkeit zerren, gegen den ausdrücklichen Willen des betroffenen Opfers.... 4 Jahre später.. Und wenn Pilz so ein "Schwein" ist, warum hat die Untersuchung beim Gleichbehandlungsausschuss nichts ergeben?

- - Dietmar Steiner

F l o r i a n K l e n k: Also Generalverdacht statt ordentliche Verfahren ?

- - Tatjana Eberl

Marion Dimali erst wegen metoo sind diese 5 Zeugen aus ÖVP-Umfeld (damals bereits studierte Juristen) so mutig zu berichten, und das ganz offen auf Twitter? Damals trauten sich 5 Leute nicht eine angebliche sexuelle Belästigung anzuzeigen, aber jetzt 4 Jahre danach ganz ungeniert auf Twitter, zu einem günstigen politischen Zeitpunkt aus deren Sicht!

Das ist doch lächerlich!!

- - F l o r i a n K l e n k

Dietmar Steiner ich habe einen vorwurf recherchiert. Pilz konfrontiert. Er ist zurückgetreten. Thats it. Schreiben, was ist

- - Dietmar Steiner

Ich wünsch mir, Schreiben warum was ist.

- - Tatjana Eberl

Schreiben was mutmaßlich das Kurz-Umfeld bewusst lanciert um die Opposition zu schwächen, nicht hinterfragen warum Kurz-nahe Leute "zufällig" genau jetzt mit diesen Anschuldigungen daherkommen, mit deren lächerlichen Vorwürfen derartigen Druck aufbauen, dass die Opposition tatsächlich weiter geschwächt wird. Danke

- - Thomas S. Do

F l o r i a n K l e n k Sie haben recherchiert? Ich muß lachen. Sie haben wie hier nun schon öfters von einigen Usern niedergeschrieben, von irgendwelchen Leuten die sich kennen und zufälligerweise alle Ö/EVP hörig sind (ein Schelm wer böses dabei denkt) eine Ihnen erzählte Story zum Besten gegeben, die genauso gut gut eingefädelt sein könnte.

Thats it.

Schreiben was sein könnte. Keinerlei Recherche im professionellen Journalismus-Sinne. Ohne jeglichen gerichtlichen Beweis ab zu warten aber mit Auflage im Auge ohne Rücksicht auf Verluste.

Thats it.

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Ja - that`s it!

13:32 07.11.2017
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Pregetter Otmar

Prom. Ökonom, Uni-Lektor, Buchautor. Mein Credo: gute Recherche + griffige Kritik = Lesenswert.
Pregetter Otmar

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