(2) DB : "Von der Pleite ins Sterbehaus"?

Deutsche Bank, Betrug "Betrug: die Triebkraft des Geschäfts, die Seele der Religion, der Köder der Liebeswerbung und die Grundlage politischer Macht." (A.G. Bierce, US-Journalist, Satiriker).
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Ja, zugegeben, die Deutsche Bank lässt niemanden kalt. Ihre verantwortlichen Akteure ließen keine kriminelle Handlung im Kreditgeschäft aus - hier der 1. Teil.https://www.freitag.de/autoren/pregetterotmar/deutsche-bank-von-der-pleite-ins-sterbehaus

Die Bank zahlte "Vergleichsstrafen" in Mrd.-Höhe - so wie die anderen globalen Player, J.P.Morgan, Barclays u.a.m. auch.

Deutsche Bank: Die gefährlichste Bank de Welt?

http://www.imf.org/external/pubs/ft/scr/2016/cr16191.pdf

- I W F: Einige Zeitungen berichten in ihren Kommentaren darüber und bezogen sich auf den Internationale Währungsfonds und seine Studie dazu. Ja, der IWF kommt zum Schluss, dass die Deutsche Bank jene mit dem grössten systemischen Risiko ist und damit das höchste Gefährdungspotenzial für das Weltfinanzsystem darstellt. Mithilfe eines mathematischen Modells berechnet der IWF das Systemrisiko einer Krisen-Bank aus der Differenz der Schockwellen, die von dieser auf das gesamte System ausgehen (outward spillover) und jenen, die eine Krise der golbalen Banken selbst auslöst (inward spillover). Aus diesem Netto-Risikopotenzial - der starken internationalen Verknüpfung - geht die DB als klarer "Sieger" hervor, vor der HSBC, Credit Suisse und den US-Banken, wie J.P. Morgan, Goldman Sachs und Bank of America.

- DB fällt beim US-Stresstest durch.

berichtete das MM (ManagerMagazin) am 30. Juni. Bei den Stresstests geht es für die Banken um viel Geld - nicht nur um die "Ehre"! Vom Ergebnis hängen u. a. die Höhe von Dividenden, Aktienrückkaufprogramme, Zukäufe und andere Investments ab.

Die US-Tochter der DB fiel erneut beim Test der FED durch. Alle anderen 30 Institute haben bestanden, bei der DB sind die Kapitalpläne abgelehnt worden:

die Finanzaustattung sei nicht das Problem gewesen, sehr wohl aber das Rsisikomanagement.

Um sicherzustellen, dass sich die grösste Bankenkrise der Welt nicht mehr wiederholt, hat die FED diesen Test 2009 eingeführt. Dass die DB nicht wegen des geringen Eigenkapitalpolsters ausschied, wundert mich und ich kann mir dies nur damit erklären, dass dieser bei der US-Tochter höher sein muß - als bei der Konzernmutter.

- Unterkapitalisiert vs. hohem Leverage:

Diese Strategie, zusammen mit dem Betrug

an ihren Kunden, ist das eigentliche

Geschäftsmodell der Deutschen Bank:

- geringes Eigenkapital

- ergibt einen hohen Kredithebel (Leverage). Machen wir zwei Beispiele: Sie kaufen sich eine kleine Wohnung um 200.000,- Euro und haben nur 40.000,- erspartes Geld (Eigenkapital). Der Rest wird durch einen Kredit finanziert, also 160.000,-. Der Kredithebel = 4 (Fremd- / Eigenkapital: 160.000/40.000 = 4).

Das Eigenkapital der österreichischen KMU`s liegt bei ca. 25% - die Schulden daher bei 75%: der Kredithebel ist 3 (75/25).

Das Eigenkapital der DB lag vor der Krise bei ca. 2% - die Fremdfinanzierung betrug daher 98%; der Hebel sagenhafte 49!

Also - je höher der Kredithebel (Leverage), desto

... geringer das Eigenkapital,

... kleiner das Risiko für die Eigentümer/Aktionäre,

... größer das Ausfall-Risiko der Gläubiger/Kreditgeber

... höher die Wahrscheinlichkeit der Insolvenz bei Verlusten,

... sicherer das Eingreifen des Staates um Banken zu "retten"!

Anmerkung: bei der "Rettung" geht es nur darum, das Eigenkapital zu erhöhen, wobei sich jeder vernunftbegabte Mensch die 2 entscheidenden Fragen stellt: wieso schiessen die Aktionäre nicht selbst Geld in "ihr" Unternehmen zu - und warum schütten sie Mrd. an Dividenden aus, wenn dann das Eigenkapital fehlt, um Verluste abzudecken?

Eine Bank, die nur über 2-3% Eigenkapital verfügt und so wie die Deutsche Bank, einen sehr großen Einfluss aufgrund der globalen Verflechtungen auf andere Finanzinstutute hat, stellt ein immenses Risiko dar !

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Was sagen die Medien - eine kurze Presseschau:

- diePresse - im Bann der deutschen Bankenkrise meldet Josef Urschitz, der sonst eher zu jenen Journalisten gehört, die gut recherchieren. Aber dieses Mal ists doch dürftig. Von Gerüchten..."Nichts wie weg"...bis hin zum Bank_Run der Hedgefonds, die viele Mrd. abziehen (ja, davon las man - aber was hat dies mit einem Bank-Run zu tun? Und ob die DB genügend Geld ich meine Zentralbankgeld, hat, recherchierte er nicht)..."so was ziehe nicht nur den Kurs der Bank, sondern den gesamten europäischen Markt hinunter" (die DB ist sicher in großen Schwierigkeiten, aber war da nicht was mit 360 Mrd. und italienischen

Banken?)... weiters sorgt er sich um den Ausfalls der "Jahresendrally an den Börsen" (ja, Weihnachten kommt bald)... und: "Die Banken dürften in nächster Zeit generell zum Problem werden" (stimmt, aber sind sie das nicht spätestens seit der Krise 2007/08?). Sein Aktientipp: "Die deutschen Großbanken sind nach allen Fundamentalkriterien massivst unterbewertet" (hmhm - niemand weiß, welchen Vermögens-Ramsch sie in ihren Büchern verstecken, fundamentale Kriterien helfen da nicht weiter) ... "und wenn Sie die derzeitige Krise überleben (und davon sollte man eigentlich ausgehen), werden sie mutigen Schnäppchenjägern wohl das Geschäft des Lebens bescheren... es müsse sich noch der Nebel lichten...die DB braucht neues Kapital (Ja!)...dann wird man "dieses Papier noch billiger bekommen...und auf dem spekulativem Radard sollte man die DB-Aktie fix einstellen", meinte Urschitz.

Da widerspricht er sich selbst diametral, denn zuerst moniert er - "Nichts wie weg" - um dann eine spekulative Kaufempfehlung zu geben? Und dies schiebt er so nach, ohne die wahre Liquiditätssituation und das irre Abwertungsrisiko der Derivate überhaupt anzusprechen? Das macht keinen schlanken Fuß, so to say.

- derStandard: Gegen Spekulation ist kein Kraut gewachsen ... das scheint sich zu bewahrheiten: nur in diesem Fall (einige Hedgefonds spekulierten auf einen weiteren Kursverfall) ist diese gegen die DB gerichtet. Die DB-Vorstände sind das nicht gewohnt: so lächerlich - wie tragisch, zumal ihr eigenes Geschäftsmodell auf Spekulation und Mrd-Betrug aufgebaut ist.

Schnauder thematisiert auch den "Bank-Run", ohne zu überprüfen, ob die DB über genügend "Liquidität" verfügt? Das Gerücht, die US_Justiz hätte die Strafe um fast 2 Drittel gekürzt, darf nicht fehlen: da schreiben wohl alle brav voneinander (oder der APA, DPA) ab - eine Originalquelle nannte bisher niemand.

"Mit 565 Milliarden Euro an Einlagen besteht ein Potenzial für Kapitalabflüsse, das die Liquidität deutlich überschreitet. Das ist – wie gesagt – bei fast jeder Bank so."

Aha, ist das wirklich bei jeder Bank so? Da hat er wohl (noch immer nicht) unser Geldsystem verstanden, denn

1.) entstehen bei jeder Kreditvergabe eben die "Sichteinlagen" (eine irreführende Bezeichnung, weil die Kreditnehmer ja kein Geld bei der Bank einlegen, sondern im Gegenteil: die Bank schreibt den Betrag auf dem Kreditkonto gut);

2.) daher führt der überwiegende Teil zu keinen Kapitalabflüssen, es handelt sich auch nicht um Eigenkapital, sondern um Kreditverbindlichkeiten der DB - und

3.) eine Begründung, wieso dies "die Liquidität deutlich überschreitet" fehlt zur Gänze?

Es scheint querbeet bei den WirtschaftsJournalisten zur Usance zu gehören, dass man seine Ansichten durch keinerlei Recherche selbst untermauert: ein kurzer Blick in die online verfügbaren Halbjahresergebnisse hätte schon genügt, um zu sehen, dass die DB über Cash aus Central-Bank Balances (Zentralbankgeld) von 122 Mrd. u.a.m. verfügt. Aber, das artet in echte Arbeit aus - wo abgeschriebene Vermutungen locker ausreichen. Und wozu sollte man sich mit den Derivaten zusätzlich weiter herumquälen?

Schnauders Kommentar ist ein Paradebeispiel, dass der "Qualitätsjournalismus" (fast) nur von Vermutungen, kaum begründeten, persönlichen Ansichten, die jeglicher Recherche und eines Bezuges zu Fakten, entbehren, besteht.

Nebelgranaten verdichten sohin den eh schon dicken Bodennebel.

- Süddeutsche Zeitung (SZ): Dax-Manager stärken DB den Rücken ...konnte man in einem sehr kurzen Statement, abgeschrieben von der DPA, lesen. Zitat von Daimler-Chef Dieter Zetsche: "Die Deutsche Bank hat eine große Tradition, ein solides Fundament - und darauf aufbauend auch eine gute Zukunft." Ich nehms mal satirisch: "So jung kommen wir nimma z`samm" - hat einen nicht minderen Aussagewert.

- Bankenrettung wäre Merkels Ende, schrieb wohlfeil durchargumentiert Cerstin Gammelin auch in der SZ. Sie verweist auf die Meldung des IWF (die DB sei die gefährlichste Bank der Welt), der das deutsche Aushängeschild an die oberste Stelle von 10 Geldhäusern reihte, was ihr Risiko international betrifft.

Sie sucht zwar nicht nach den Gründen, wieso der IWF die DB derart qualifiziert, aber ihr Thema ist auf die mögliche Reaktion Merkels fokusiert. Merkel hat seit 2008 alle Banken mit irren Beträgen "gerettet" - viele Bürgerinnen kamen mit dem Zuschauen nicht mehr nach.

Sie gab auch ein Versprechen,dass dies nicht mehr vorkommen werde, stimmt. Nur, wäre dies nicht der erste 180gradige Rückwärtssalto von Merkel. Ich verweise auf ihre scharfe Schubumkehr bei der Rettung Griechenlands, der Atompolitik und nicht zu vergessen, ihrer "Wir_schaffen_das" - Ansage. Wir Wähler sind nur normale Menschen, die leicht und schnell alle Polit-Lügen und Achterlwahrheiten vergessen - geht bei dieser Hyperinflation an Nullaussagen auch nicht anders. Wenn nun Merkel vor Weihnachten den nationalen Notstand ausruft (da kann sie von der östereichischen Regierung noch einiges lernen) vielleicht mit der Überschrift - "alternativlos"! (alle, die dieses Wort gebrauchen sollen automatisch für den nächsten Nobelpreis nominiert werden, sagt ein "On-dit";) versehen, um die aller_aller_letzte Rettung eines Zockerinstitutes den Menschen unterzuschieben, dann haben das die meisten Leute bis zu den nächsten Wahlen wieder vergessen. Dafür sorgen die Bundesliga und das "Dschungelcamp" - wetten? "Schlag den Raab" lief erfolgreich aus...

Die Gefahr, dass sie mit solch einem dreisten Vorgehen, viele Wählerinnen der AfD zutreibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber dass die CDU - so wie die ÖVP mit der FPÖ! - keinen Wimpernschlag vergeuden würde,um mit der AfD zu koalieren, wenn es um den Machterhalt geht, gilt als sicher: 2017 ist halt noch etwas zu früh dafür...

Deutschland hat als eines der ersten Länder den Stabilitätspakt gerissen; er ist reine Makulatur, wie Frau Gammelin korrekt anmerkt. Wenn die DB gerettet wird, dann brechen in Europa alle Dämme. Wieso sollte Renzi dann seine Banken nicht auch retten dürfen? Ja, die Bankenunion ist dann ebenso entbehrlich, gleichwohl sie weniger als zahnlos ist. Das politische Risiko ist enorm, weil es ein klares Signal an alle Zockerbanken wäre, dass sie für immer und ewig vom Staat gebail_outet werden.

O.K., so nebenbei werden auch die Eigentümer und Gläubiger ein bisserl rasiert. Vielleicht?

Gerade im Fall der Deutschen Bank zeigt sich, dass der Staat mit Abstand der wichtigste Wirtschaftssektor überhaupt ist, denn gerade alle neoliberalen Apologeten haben keinerlei Skrupel, sich am Geld aller SteuerzahlerInnen zu bedienen - um ihr Vermögen zu sichern! Dass uns diese armseligen Lügen (alle neoliberalen Dogmen sind seit Jahren widerlegt, zuletzt tat dies sogar der IWF - himself) immer wieder als x-fach überkochtes Erdäpfelgulasch medial vorgesetzt werden, spricht nicht wirklich für das Denkvermögen und das "Standing" der Medien per se.

Trotz der guten Analyse fehlen Hinweise, um welche Größenordnung es hier geht, um DIE Zockerbank zu retten. Auch das Derivate-Risiko sprach sie nicht an.

- Europas Bankenproblem ... ist der Titel vom Chefredakteur der WZ (Wiener Zeitung). Ich lese ihn so hie & da und werde den Eindruck nicht los, dass egal welchen Bereich er anschneidet - alles immer nur entweder ein europäisches Problem, oder aber nur durch mehr - und nicht weniger Europa (das übliche sinnfreie EU-Dogma) zu lösen sei. Wieder dasselbe: auch er befasst sich weder mit den Derivaten noch den Ergebnissen der DB des ersten Halbjahres 2016.

Schade.

Ja, es ist korrekt, dass die Bilanzsumme der europäischen Banken zusammen ungefähr 280% des BIP ausmacht, in den USA aber nur 80% (d.h. das BIP ist größer als das vergebene Kreditvolumen) beträgt. So locker daraus zu schließen, dass bedeute auch ein höheres Risko, ist generell anzuzweifeln. Nehmen die Banker ihren Job ernst (das Gesetz spricht von der "Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns"), dann ist auch ein etwaiges Risiko beherrschbar. Dass diesem Prinzip bei der DB nicht entsprochen wurde, ist richtig.

Die zahlreichen Betrugsfälle und Mrd.Vergleiche sind sicher der Hauptgrund, für die Kurseinbrüche der Bankaktien in Europa - und mit Verlaub: angesichts der vielen, ungeklärten Bilanzrisiken dürfte in den nächsten Jahren der grosse Kaufrausch bei Banktiteln eher nicht eintreffen.

Da fällt mir spontan das Sprichwort eines alten Sioux-Indianers ein: "nur ein dummer Indianer, reitet ein totes Pferd".

Er konstatiert richtig, dass die Banken weniger als das Eigenkapital wert sind, aber wiederum: die Schuld daran fällt keinem Tsunami zu - fündig wird man eher beim Management selbst!

Göweil moniert weiter, dass sich die EU US-Regeln aufs Auge drücken lässt? Was die Bankenregeln angeht, trifft dies in keinster Weise zu (auch bei den TTIP-Verhandlungen wollten die Europäer, nicht die Amerikaner, mehr Deregulierung - federführend die Manager der Deutschen Bank), denn die amerikanischen Banken haben fast ein doppelt so hohes Eigenkapital wie die europäischen...ungleich mehr Banken in die Insolvenz geschickt...und sie zeichneten sich durch eine rasche und klare Geldpolitik der FED von Sep 2008 bis ca. 2010 (die FED senkte schon im April 2008 den Leitzins - die EZB unter Trichet erhöhte diesen trotz heranrauschender Megarezession, die man schon im Baltic-Dry-Index ablesen konnte) aus - und nicht zu vergessen: sie haben Basel II ihrer Wirtschaft erspart, usw. etc.

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USA - Deparmtent of Justice: DB hat sich des "konspirativen LIBOR-Betrugs" selbst schuldig bekannt...

usw. usw. lautete der Befund des US-Justizministeriums vom 23. April 2015 - aktualisiert am 19. May 2016 von der Antitrust Division/Criminal Division. Ich zitiere einige Passagen daraus:

- "DB Group Services (UK) Limited, a wholly owned subsidiary of Deutsche Bank AG (Deutsche Bank), has agreed to plead guilty to wire fraud for its role in manipulating the London Interbank Offered Rate (LIBOR), a leading benchmark interest rate used in financial products and transactions around the world. In addition, Deutsche Bank entered into a deferred prosecution agreement to resolve wire fraud and antitrust charges in connection with its role in both manipulating U.S. Dollar LIBOR and engaging in a price-fixing conspiracy to rig Yen LIBOR. Together, Deutsche Bank and its subsidiary will pay $775 million in criminal penalties to the Justice Department.

- DB Group Services (UK) Limited has agreed to plead guilty to one count of wire fraud, and to pay a $150 million fine, for engaging in a scheme to defraud counterparties to interest rate derivatives trades by secretly manipulating U.S. Dollar LIBOR contributions.

- In addition, Deutsche Bank entered into a deferred prosecution agreement today and admitted its role in manipulating LIBOR and participating in a price-fixing conspiracy in violation of the Sherman Act by rigging Yen LIBOR contributions with other banks. The agreement requires the bank to continue cooperating with the Justice Department in its ongoing investigation, to pay a $625 million penalty beyond the fine imposed upon DB Group Services (UK) Limited and to retain a corporate monitor for the three-year term of the agreement.

“For years, employees at Deutsche Bank illegally manipulated interest rates around the globe – including LIBORs for U.S. Dollar, Yen, Swiss Franc and Pound Sterling, as well as EURIBOR – in the hopes of fraudulently moving the market to generate profits for their traders at the expense of the bank’s counterparties,” said Assistant Attorney General Caldwell. - “Deutsche Bank is the sixth major financial institution that has admitted its misconduct in this wide-ranging criminal investigation, and today’s criminal resolution represents the largest penalty to date in the

L I B O R investigation.”

- "Deutsche Bank secretly conspired with its competitors to rig the benchmark interest rates at the heart of the global financial system,” said Assistant Attorney General Baer. “Deutsche Bank’s misconduct not only harmed its unsuspecting counterparties, it undermined the integrity and the competitiveness of financial markets everywhere.”

- Deutsche Bank was a member of the panel of banks whose submissions were used to calculate the LIBORs for a number of currencies, including U.S. Dollar, Yen, Pound Sterling and Swiss Franc LIBOR, as well as EURIBOR (the Euro Interbank Offered Rate).

- According to the agreements, from at least 2003 through early 2011, numerous Deutsche Bank derivatives traders—whose compensation was directly connected to their success in trading financial products tied to LIBOR—engaged in efforts to move these benchmark rates in a direction favorable to their trading positions."

Wie bitte? Sie haben schon genug gelesen? Hier noch ein paar Beispiele und E-Mails der kriminellen Handlungen:

- For example, in an electronic chat on March 22, 2005, a Deutsche Bank U.S. Dollar LIBOR submitter explained how he would manipulate the rate for a trader

in New York, stating, “if you need something in particular in the libors i.e. you have an interest in a high or a low fix let me know and there’s a high chance i’ll be able to go in a different level. Just give me a shout the day before or send an email from your blackberry first thing.”

- In an example from March 2007, a trader thanked one of Deutsche Bank’s EURIBOR submitters for his help in successfully manipulating EURIBOR, saying in an electronic chat: “Great job on this [Submitter], we can do more of this stuff,” to which the submitter replied, “WE CAN MY FRIEND. WE CAN….” Later that day, the submitter bragged about Deutsche Bank’s manipulation by offices in Frankfurt and London in an email to the head of Deutsche Bank’s Global Finance Unit: “HAVE U SEEN THE 3MK FIXING TODAY? THAT WAS AN EXCELLENT CONCERTED ACTION FFT/LDN. CHEERS.”

DB hat mit anderen Banken "ko_operiert":

- Deutsche Bank also admitted to working with other banks to manipulate LIBOR contributions. For instance, in a May 2009 electronic chat exchange, a UBS trader asked a Deutsche Bank trader, “cld you do me a favour would you mind moving you 6m libor up a bit today, i have a gigantic fix. . .” The Deutsche Bank trader agreed. The next day, the Deutsche Bank trader confirmed that the Yen LIBOR submission had been beneficial to the UBS trader, asking “u happy with me yesterday?” The UBS trader acknowledged, “thx.”

- The Justice Department has previously announced resolutions with five other banks for their roles in manipulation of benchmark interest rates, including Barclays Bank PLC, UBS AG, The Royal Bank of Scotland plc, Coöperatieve Centrale Raiffeisen-Boerenleenbank B.A. (Rabobank) and Lloyds Banking Group plc. The department has also charged 12 individuals as a result of this investigation, and three of those individuals have pleaded guilty. The pending charges are merely accusations, and the defendants are considered innocent unless and until proven guilty.

- - -

Diese Urteile - es gibt etliche, die auch die Partner der DB bei ihren betrügerischen Feldzügen betreffen - sind ein Erfolg der von Präsident Obama gegründeten Task-Force zur Bekämpfung des finanziellen Betrugs und der Finanzkriminalität!

Ihre bisherigen Verurteilungen - die DB hat all diese Malversationen gestanden - sind ein Beipsiel, wie man mit koordinierter und aggressiver Anstrengung, den weltweit Finanzbetrug bekämpfen kann. Viele Institutionen und Vertreter von Bundesbehörden, Regulierungsbehörden, Generalinspektoren sowie staatlichen und örtlichen Strafverfolgungsbehörden z.B., arbeiten eng zusammen. Es ist daher nur für totale Outsider, ja ich meine die Journalistinnen der RWMM (right_wing_mainstram_media), eine Überraschung, dass nun wieder dieDeutsche Bank im Zentrum der Ermittlungen von RMBS (resident_mortgage_based_securities) für die Jahre 2005-07 steht.

Ob sich der neue CEO der DB, Cryan, der erst seit 15 Monaten an oberster Position steht, einen großen Gefallen mit seiner medial verkündeten Ansage, dass er nicht mehr als 5,5 Mrd. $ bezahlen werde, getan hat, ist stark anzuweifeln, zumal das US-Justzizministerium selbst die US_Finanzkonzerne zu sehr hohen Strafen verurteilte. Dass Cryan Loretta Lynch, USJustizministerin, über die Presse ausrichten läßt, nicht mehr als 5Mrd US-$ % bezahlen zu wollen - ist nicht besonderns intelligent und kann genau das Gegenteil bewirken.

Die höchsten Strafen zahlten bisher ...

- 16 Mrd. US-$ berappte die Bank von Amerika wohl die höchste Summe bisher;

- J.P.Morgan Chase, die größte Bank in den USA, bezahlte nach monatelangen,

angespannten Verhandlungen mit dem Justizministerium für ihren Betrug bei Wohnungsbaudarlehen zwischen 2005 und 2008 $ 13 Mrd.,

- BNP Paribas, musste den US-Behörden eine Strafe von US-$ 8,97 Mrd. wegen des Verstosses gegen Sanktionen der Länder Iran, Kuba und den Sudan, begleichen;

- die Citigroup stand für für den Betrug mit toxischen Hypothekarprodukten mit $ 7 Mrd. gerade;

- die Deutsche Bank beglich einen Rechtsstreit mit der US-Bundesgehäusehaftung mit US-$ 1,9 Mrd. über hypothekenbesicherte Wertpapiere;

- die Credit Suisse Group wurde für eine jahrzehntelange "Beratung" von US-Bürgern zur Steuerhinterziehung für schuldig gesprochen - was 2,6 Mrd. Dollar kostete;

usw.

usw.

- - -

Zur Liquidität der DB als auch zu ihrer sehr dürftigen Kapitalisierung (Eigenkapitalausstattung), die oft kritisiert wurde, werde ich mich noch en detail äussern. Die Crux liegt u.a. darin, dass Banken das "Geld aus dem Nichts" erfinden und daher nie illiquide sein können - ausser wenn sie Zentralbankgeld (also das gesetzliche Zahlungsmittel - Buchgeld ist ja keines) brauchen.

Hier gilt es den Bodennebel zu lichten!

18:04 06.10.2016
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Geschrieben von

Pregetter Otmar

Prom. Ökonom, Uni-Lektor, Buchautor. Mein Credo: gute Recherche + griffige Kritik = Lesenswert.
Pregetter Otmar

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