Braucht`s Wachstum um den Zins zu zahlen?

Zinseszins, Wachstum, BIP Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum auf einem begrenzten Planeten unendlich weitergehen kann, ist entweder ein Verrückter, oder ein Ökonom. (Boulding/Ökonom)
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Vorbemerkung:

Es geht hier nicht darum, die (angeblichen?) Zusammenhänge zwischen Geldschöpfung per Schuldenausweitung / Investitionen / Sparen und Konsum darzustellen oder zu analysieren, sondern darum, eine oft von ÖkonomInnen verwendete Behauptung auf ihren Wahrheitsgehalt abzuklopfen.

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Die Tatsachen sprechen eine eindeutige Sprache:

Der Zins(eszins) ist n i e originär in der Geldmenge enthalten, die von Banken (Zentral- und Geschäftsbanken, ZB+GB) erzeugt wird und im Wirtschaftskreislauf zirkuliert.

Dieser wird auf Makroebene immer wieder über einen Kredit (MONEY = DEBT / alles Geld = Kredit/Schuld) erzeugt. Siehe hierzu meinen letzten Kommentar mit Beispielen, die diesen Sachverhalt klar anhand der bilanziellen Tatsachen beweisen.

https://www.freitag.de/autoren/pregetterotmar/geldsystem-hats-hr-bofinger-verstanden

„Wenn die Wachstumsrate größer ist als der Zins(satz) – gibt es kein Problem

Ich stelle die Behauptung einiger ExpertInnen auf den ökonomischen Prüfstand.

Produktivität

= nicht gleich Wirtschaftlichkeit

= nicht gleich Rentabilität

= nicht gleich Liquidität.

Schreiten wir vorweg zu den Begriffsinhalten.

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1.) Produktivität = Wachstum:

Diese ist durch das Verhältnis OUTPUT / INPUT definiert und kann anhand eines Beispiels dargestellt werden:

2013: 100 Stück / 100 Mann(Maschinen-)stunden

2014: 103 Stück / 100 Mann(Maschinen-)stunden.

Ein Unternehmen ist als „produktiver“ (als im Vorjahr) wenn es mit demselben Input (100 Mannstunden) einen höheren Output erzeugen kann – in diesem Fall eben 3 Stück.

Produktiviät ist daher ein lupenreiner Quantitätsmaßstab.

2.) Wirtschaftlichkeit:

Wirtschaftlich ist ein Unternehmer dann, wenn er mit den verbrauchten Ressourcen „ökonomisch“, also sparsam, umgeht. Diese Ressourcen - vorwiegend Material, Arbeitskraft (Löhne) und Kapitalkosten (Zins + Abschreibung usw.) - werden in Bezug zum Wert der am Markt verkauften Produkte - dem Umsatz - gestellt.

Zum Beispiel: Wareneinsatz in % des Umsatzes, Lohnaufwand in % des Umsatzes oder Abschreibung in % des Umsatzes u.a.m.

Damit ist klar, dass ein Unternehmen im Vergleich zu einem anderen produktiver (= mehr Stück) sein kann – aber auch unwirtschaftlicher.

Dies ist dann der Fall, wenn es z.B. einen höheren Materialverbrauch als andere Unternehmen hat, oder höhere Löhne zahlt oder durch Fehlinvestitionen eine höhere Abschreibung in den Preisen kalkulieren muss.

3.) Rentabilität: (ROI = Return on Investment)

Englische Begriffe sind oft in wirtschaftlichen Belangen leichter verständlich - als deutsche: „Return on Investment“ – also der Rückfluss auf Basis des investierten Kapitals – ist einfach zu beschreiben:

für den Aktienbesitzer ist es die Dividende... für den Sparbuchinhaber der Sparzins ... für den Unternehmer eben der Gewinn in Bezug zum Umsatz (Umsatzrendite), zum Eigenkapital (Eigenkapitalsrentabilität) oder – und das ist betriebwirtschaftlich die wichtigste Kennziffer – zum Gesamtkapital (Gesamtkapitalsrendite).

Letztere misst also den erzielten Erfolg (Gewinn/Verlust) als Rückfluss auf das gesamte dafür eingesetzte Kapital ( Eigen- und Fremdkapital) in einer Wirtschaftsperiode.

Der Zins ist daher aus Bankensicht die Rendite auf Basis der Kreditsumme - und aus dem Blickwinkel der Unternehmen betrachtet, entspricht der Zinsaufwand den Kosten für das „Geld aus dem Nichts“...

(Auf weitere Unterteilungen, wie EBIT (Earnings before Interest & Taxes) oder EBITDAR (Earnings before Interest & Taxes & Depreciation & Amortization % Rent) – oder wie im internationalen Tourismus üblich auf GOP ( Gross Operating Profit) und NOP (Net Operating Profit) gehe ich hier nicht ein).

Dazu 2 Beispiele:

a.) Ein Unternehmen kann also produktiver im Vergleich zu anderen sein - aber wenn es höhere Kosten für den Ressourcenverbrauch hat (Material, Lohn usw.), dann ist es unwirtschaftlicher - und auch unrentabler! Höhere Kosten bedeuten einen geringeren Gewinn und dieser schlägt sich in einer niedrigeren Rendite nieder. Umgekehrt kann auch ein unproduktiveres Unternehmen hin etwa gleich "wirtschaftlich und rentabel" sein, wenn es eine bessere Kostenstruktur aufweist.

b.) Der häufigere Fall tritt aber dann ein, wenn Unternehmen einen großen Produktivitätsvorteil erwirtschaften und sich dieser auch in geringeren Kosten und damit in einer klar höheren Rendite niederschlägt. Dies ist aber erst ab einem gewissen Marktanteil der Fall, wo die "Marktführer" die Preise ihren Mitbewerbern diktieren und diese damit aus dem Markt "preisen" können. Beispiele dazu gibt es genug und in jeder Branche.

4.) Liquidität – CASH FLOW:

Während ein wirtschaftlicher Erfolg von den meisten Leuten mit den Begriffen Gewinn/Verlust verbunden wird - sind die beiden Begriffe der Liquiditätsrechnung (Kapitalflussrechnung: woher kommt das Geld – wofür wird es ausgegeben) Überschuss/Defizit.

Wenn Staaten seit 1946 (fast) immer ein Defizit aufweisen – dann sind ihre Ausgaben immer höher als die Einnahmen gewesen.

Vielen bereitet gerade die Unterscheidung zwischen Erlösen/Aufwendungen und Geldein- und ausgängen große Schwierigkeiten – daher ein kurzer Hinweis:

Unternehmen können über Jahre Verluste erwirtschaften ... und sind trotzdem sehr liquide. (Anmerkung: Dies kommt oft bei Hotels z.B. vor, wo die durch die hohe Investition bedingte Abschreibung zu einem krachenden Verlust in den ersten 5 operativen Jahren führt. Die meisten Hotels erzielen aber bereits im 2. Jahr nach der Eröffnung einen positiven Cash-Flow (Einnahmen sind größer als die Ausgaben). Ist der Verlust z.B. 8,- und die Abschreibung 15,- - dann ist der Geldüberschuss 7,- und somit positiv.)

Mangelnde Liquidität – also die Fähigkeit eines Staates/Unternehmens oder eines Haushaltes, seinen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig nachzukommen – ist oft entscheidender und wichtiger als der Gewinn.

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Zurück zur Ausgangsfrage: „Wenn die Wachstumsrate größer ist als der Zins(satz) – gibt es kein Problem“.

Es geht offensichtlich um einen Vergleich zwischen der Produktivität – und der Rentabilität. Breche ich das in einer Gleichung herunter – dann heißt dies:

+ 3 Stück (quantitatives Wachstum) = 3% mehr Zinsen?

*.) Damit könnte ich gleich meine Analyse beenden, denn 3 Stück = 3%Zinsen ist keine Gleichung.

*.) Auch die Aussage: höheres Wachstum, also 4 Stück = 3%Zinsen macht nicht wirklich Sinn.

*.) Ja – man könnte auch sagen: eine 3%igen Steigerung beim Output (Stück) = eine 3%ige „Rendite“ bei den Kapitalkosten (Kredit).Dann hätte ich zumindest dieselben „Begriffe“ in der Gleichung verwendet. Von mir aus.

Aber, wir wollen der Sache ja auf den Grund gehen, deshalb vertiefen wir uns mal in die Thematik und nehmen an, dass den 100 Stück für 2013 auch eine Geldmenge als Kredit von ebenfalls 100 gegenübersteht – was einen Preis von 1,- / Stück ergibt.

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Exkurs – Schuldgeldschöpfung:

Wie wir wissen,

- erzeugt ausschließlich der Sektor – Banken

- das Geld NUR als Kredit für Nicht-Banken (Haushalte /Unternehmen /Staat).

... Wobei die Zentralbanken (ZB) das gesetzliche Zahlungsmittel (Scheine, Münzen)

... und die Geschäftsbanken (GB) NUR das Buchgeld (Geld aus dem Nichts) schöpfen/erzeugen.

Der Zinseszins wird n i e mit dem Kreditvertrag an die Kreditnehmer ausbezahlt/überwiesen – und wird daher - wie die bilanzielle Analyse beweist – immer wieder als Kredit auf der vwl. Ebene erzeugt und gelangt so in den Wirtschaftskreislauf.

Das sind längst unbestrittene Tatsachen.

(Anmerkung: um es verständlicher zu machen, nehme ich an, dass die 100, Geldeinheiten den Haushalten als-Kredit gegeben wurden, die damit die Produkte des Unternehmens kaufen können. Auf eine Betrachtung, dass auch die Unternehmen vor der Produktion einen Kredit von den GB benötigt haben, um ihre Produkte überhaupt herstellen zu können, verzichte ich.)

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A.) Linke Seite der Gleichung - Wachstum:

2014 gelingt es dem Unternehmen produktiver zu sein als im Vorjahr – der Zuwachs = 3 Stück. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) das Unternehmen kann die Stück nicht verkaufen – und hat auf Vorrat produziert, d.h. das Wachstum ist Null (Anmerkung: die Vorratsveränderung wird bei der Berechnung des BIP berücksichtigt).

2.) wenn die 3 Stück verkauft wurden, dann gibt es wieder 2 Möglichkeiten:

2.a.) die Geldmenge ändert sich nicht, d.h. sie ist mit 100,- Geldeinheiten der Haushalte beschränkt und daher können die zusätzlichen 3 Stück nur mit einem Preisabschlag (100/103 = ca. 97,-, bezogen auf die gesamte Menge von 103 Stück) verkauft werden.

2.b.) die Preise bleiben konstant, dann müssen die Haushalte mehr an Krediten aufnehmen (eben um 3,- Geldeinheiten) um die durchs Wachstum erzeugte MEHRmenge auch bezahlen zu können.

Und dies ist NUR durch neue Kredite von 3,- möglich, auf die wieder Zinsen anfallen ...

B.) Rechte Seite der Gleichung – Zinsrendite:

P r i n z i p i e l l ist der Zins für die Kredite, die die Haushalte aufnahmen um die Produkte des Unternehmens zu kaufen, völlig unabhängig von den Anzahl der gekauften Stück – also der Produktivität der Volkswirtschaft – zu betrachten.

Der Zins ändert sich nicht, ob 95 oder 103 Stück von den Unternehmen in Laufe der Jahre produziert werden, weil ja die Kreditsumme die Basis seiner Berechnung bildet - und der Zinssatz ausserhalb des Einflussbereiches der Unternehmen liegt!

B.1.) Wenn die 3,- Stück nicht verkauft werden können (und sich damit das Lager erhöht) – dann ist dies o h ne Auswirkung auf den Zins, denn die Haushalte von Ihrer Kreditsumme von 100,- b ezahlen müssen (dies gilt auch für alle Kredite der Unternehmen, die hier nicht berücksichtig wurden).

B.2.a) Bei gleichbleibender Geldmenge = Preissenkung der Unternehmen – bleibt auch der Kreditbetrag derselbe = 100,- Von diesem sind 3,- als Zins von den Haushalten an die Banken zu zahlen.

B.2.b.) Die Preise bleiben je Stück mit 1,.- gleich – und bei 3 Stück mehr steigt auch die Geldmenge um 3,- Einheiten.

D.h. die Haushalte müssen neue Kredite in der Höhe von 3,- aufnehmen – und natürlich auch von diesem neuen Kredit einen Zins von 3% bezahlen. In Summe sind es nun als 103,-als Schuld, von denen 3% Zins zu entrichten sind, den aber die Haushalte nicht von den Banken mit der Kreditsumme (mal 100,- und nun 3,-) erhalten haben.

F a z i t:

- Die Behauptung ...“ Wenn die Wachstumsrate größer ist als der Zins(satz) – gibt es kein Problem“... entspricht nicht den ökonomischen Tatsachen.

- Ein Vergleich von Produktivität als reinem Quantitätsmassstab mit der Rentabilität einer Kreditfinanzierung ist nicht sinnvoll, weil bei letzterem der Zins völlig unabhängig vom volkswirtschaftlichen Output = Wachstum zu entrichten ist. Der Zins hingegen, ist immer nur von der urprünglichen Kreditsumme zu bezahlen.

- Nachdem nur Banken – und nicht Unternehmen/Haushalte/der Staat – das Geld als Schuld erzeugen, ist die Hypothese, dass Wachstum nötig sei um das zinseszinsbasierte Schuldgeldsystem „stabilisieren“ zu können, ein fataler Trugschluss, wie die vergangenen Jahrhunderte bestätigen.

- Klar ist auch, dass bei gleichbleibenden Preisen (oder gar bei einer Zunahme der vwl. Erzeugerpreise) sowohl die Geldmenge als auch der zu zahlende Zinseszins ansteigt, wobei bei letzterem Zinssätze um die 5 % eine Verdoppelung der Kreditsummen in ca. 15 Jahren ergeben..

- Selbst bei einem Nullwachstum muss die Geldmenge steigen – wegen des Zinseszinses.

- Für eine Rezession/Depression ergibt sich eine rasch steigende Schuld(Geld-)mengenzunahme aller Wirtschaftssektoren, zumal der Output einbricht. Von diesem hängen aber die Staatseinnahmen ab, die einen Sinkflug hinlegen. Geringere Einnahmen führen zur Explosion der Neu-Verschuldung, zu der die alten + die Zinsen hinzukommen. Das Ergebnis lässt sich am Beispiel Griechenland 1 : 1 nachlesen.

Anders gesagt:

Dieser Vergleich von Äpfel mit Kürbissen hält nicht mal einer einfachen Analyse stand.

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Ein paar F-A-Q:

a.) Entsteht der Wachstumszwang durch den Zins?

Nein, weil

1.) der Unternehmenssektor z.B. kein Geld erzeugen kann – d.h. da Mehr an Stück muss wieder durch einen Kredit der Haushalte finanziert werden und

2.) der Zins immer von der Kreditsumme und nicht dem Wachstum berechnet wird.

b.) Fehlt der Zins bei schrumpfender Wirtschaft sofort/schneller – als bei einem Wachstum?

Nein, der Zins fehlt immer in unserem Schuldgeldsystem; er kann nur durch neue Kredite – und nicht durch Wachstum, das ja kein Geld generiert, weil eben nur die Banken und nicht die Unternehmen/Haushalte/ der Staat das Geld erzeugen ... – bezahlt werden.

c.) ...Der Zins ist ein Geldsystemfehler, er setzt unendlich steigendes Wachstum voraus, das real nicht möglich ist

- Ja, unser Schuldgeldsystem mit Zinseszins ist ein Pyramidenspiel/Ponzi Scheme!

- Nein, der Zins steigt egal ob Wachstum oder Rezession. In Wachstumsphasen und bei konstanten/steigenden Preisen steigt die Geldmenge zum Einen über die gestiegene Gütermenge, die nur über Kredite zu finanzieren ist – und zusätzlich noch über die darauf anfallen Zinseszinsen.

d.) Müssen nicht Unternehmen "den Zins anderen abjagen" - was aufgrund der starken Konkurrenz zu Insolvenzen führt?

Machen wir dazu ein Beispiel:

- 3 Unternehmen (U) erhalten 150,- als Kredit - ebenso 150,- erhalten die Haushalte (HH); ZInsen jeweils 5%;

- die U geben die Kredite für Importe aus, um ihre Produkte erzeugen zu können, d.h. das Geld floß ins Ausland und zirkuliert nicht mehr im Inland;

- die HH geben ihre Geld von 150,- für die Waren der U aus,

- die U erzielen 300,- Umsätze - von denen aber nur ein Geldeingang von 150,- (das Geld der HH) zahlungswirksam eingeht - der rest bleibt offen und wird als Forderung an die HH verbucht;

Nun entbrennt der "Kampf" um das Geld, wobei nur die 150,- der HH für alle 3 U zur Verfügung stehen. Wenn es nun einem U aufgrund seiner Marktmacht gelingt, nicht nur die 50,- Geldeinheiten (die es als Kredit erhielt und mit Zinsen zurückzahlen muss) für sich zu "erobern" - sondern 65,- - dann kann es den Kredit + die Zinsen tilgen.

Gelingt dies auch dem 2. Unternehmen und es bekommt 55,- Geldeinheiten - dann kann es auch die Schulden + Zinsen der Bank überweisen.

Das 3. Unternehmen aber kann nur mehr 30,- als Geldzufluss verbuchen und kann daher den Kredit nur teilweise und die Zinsen gar nicht an die Bank bezahlen.

Marktmacht ist immer auch ein entscheidender Faktor, wenn es ums liebe Geld geht. Und bei TTIP/TiSA usw. gehts genau darum!

e.) Wieso werden diese vwl. Zusammenhänge von ExpertInnen behauptet, wenn sie nicht stimmen?

Zum Einen weil viele das Geldsystem nicht selbst hinterfragt haben – und zum Anderen ... ach Sie wissen schon ... ;-)

23:33 17.08.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Pregetter Otmar

Prom. Ökonom, Uni-Lektor, Buchautor. Mein Credo: gute Recherche + griffige Kritik = Lesenswert.
Pregetter Otmar

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