Deutsche Bank: Schluss ohne lustig ?

Geld, Macht, Gier. Der Weltuntergang am frühen Morgen kann einem den ganzen Tag versauen. (Kalenderspruch)
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Der Schluss ohne Lustig ist überfällig

Mal ehrlich: allen, die wissen, was eine exponentielle Kurve bedeutet, ist klar, dass irgendwann das "Ende des Systems" kommen muss! Die nicht-rühmlichen Ausnahmen sind Banker, ÖkonomInnen - und fast hätt´ ich`s vergessen: PolitikerInnen.

O.K. die Letzteren lasse ich außen vor, weil seit Jahrhunderten diese Kaste noch nie was verhindert - sondern im Gegenteil immer nur was ausgetragen hat: egal ob Kriege, Finanzdesaster, Machtkämpfe aufkosten der Ärmsten, Bürgerkriege usw. usw.

Schon klar - wir leben in "Friedenszeiten", wo

- sich in den USA z.B. 48 Mio. Menschen mit "Food-Stamps" über Wasser halten - wobei die Gewinne der US-Unternehmen im Jahr 2014 mit ca. 7.000 Mrd. US-$ das 100-fache des Aufwandes für Lebensmittelkarten ausmachen und die gigangtischen Profite ungefähr 40% der seit 1946 aufgelaufenen Staatsschuld betragen,

- Deutschland und Österreich die höchste Ungleichheit beim Vermögen mit einem Gini-Koeffizienten von ca. 77% ausweisen (bei 100 würde nur 1 Haushalt über 100% des Reichtums verfügen)

- sich in Deutschland eine Alters- und Kinderarmut abzeichnet, die sich gewaschen hat,

- in Wien - die Stadt die immer so um Platz 1-3 beim Ranking der lebenswertesten Städte liegt - ca. 30% der 1,8 Mio. Metropole, also 500.000 Menschen, unter der Armutsschwelle leben - m ü s s e n,

usw. etc.

O.K. - uns geht´ s doch allen gut - meinte Merkel, so sinngemäß zitiert. Und sie hat auch, irgendwo, recht:

uns ging es noch nie so schlecht auf hohem Niveau und ungleich besser als zu Zeiten des "Manchester-Kapitalismus" mit Kinderarbeit und 7-Tagewoche zu Hungerlöhnen ohne soziale Sicherheit.

Uns geht’s auch entschieden besser als um ca. 1715, wo JOHN LAW, ein Freund des damaligen Regenten Philipp von Orleans und Erfinder des "Papiergeld-Kapitalismus", zwar alle Menschen zu Millionären machen wollte - aber wo nach dem Platzen der Börsen, viele Menschen Gras essen mussten ... so die historischen Überlieferungen.

Uns geht`s richtig gut – keine Widerrede!

Wann geht die Deutsche Bank „pleite“?

Ich weiß, angesichts der zuvor veröffentlichten Lobhudelei, klingt die Frage wie purer Hohn und Panikmache. Beides sind keine deutschen Tugenden . . . nicht.

Mir egal, ich bin auch kein deutscher Staatsbürger und diese Unsicherheit über den Überlebenskampf eines der wichtigsten Finanzinstitute der Welt, berichten vorwiegend internationale Online-Plattformen, wie z. B. www.zerohedge.com

Nicht nur ich spreche von einer möglichen Pleite und wenn man 1 und 2 zusammenzählt, könnte sich ein ausgewachsener Kollateralschaden ergeben.

Shareholder L o s s / Kurs- Zinsmanipulationen / Steuerbetrug / Insolvenz?

https://lh5.googleusercontent.com/--29CoySlHE4/ViwSmE_Z1KI/AAAAAAAABU0/_qDNqrh6htY/w958-h719-no/2015%2B-%2B10%2B-%2BDB%2B-%2BKursentwicklung%2Bseit%2B1991%2B-.jpg

- War man schon 1991 im Besitze der DB-Aktie, so hat man über 24 Jahre gerechnet, zumindest keinen Kursverlust und ob die Dividendenrendite über die gesamte Dauer über jener der festverzinslichen Papiere, oder sogar den Spareinlagen, lag, wissen die Aktienbesitzer selbst sehr gut;

- legt man nur die Kursentwicklung einer Beurteilung zugrunde, stellt sich die alles entscheidende Frage:

was machten all die Vorstandsdirekteren und CEO`s die letzten 25 Jahre beruflich ... so?

- die DB ist eine allumfassende Kommerzbank, sie betreibt alle Geschäfte, wobei die letzten 30 Jahre (seit Herrhausen) das Investmentbanking eine immer größere Bedeutung gewann und unter Ackermann sie zu einer (fast) reinen Investmentbank, mit angehängtem Kommerzgeschäft, wurde,

- das Investmentbanking war/ist das Kerngeschäft der DB. Meines Erachtens ist der Begriff „Investment“ nicht zutreffend - Spekulations-Bank oder auch Admiral-Casino halte ich für ungleich bezeichnender;

- es gibt keine „Schweinerei“ / keinen Betrug, wo die DB n i c h t involviert war/ist: egal ob es sich um die Manipulation vom Libor/Euribor, den Devisenkursen oder sogar Steuerbetrug im Rahmen der CO2-Zeritifikate usw. usw. handelt;

- die letzte Meldung des neuen CEO`s, John Cryan, verheißt nichts Gutes: die Freisetzung von 23.000 MitarbeiterInnen ist ein Kahlschlag, der verbunden mit dem Lostreten der Postbank, eine gewaltige Redimensionierung darstellt; verwunderlich angesichts des „Weltbank-Anspruchs“ der letzten 3 Dekaden;

- ca. 9 Mrd. US-$ Strafen für die nicht immer gesetzeskonformen Vorgehensweisen wurden bisher bezahlt. Das ist einmalig für eine Bank, deren einziges „Asset“ das Vertrauen der von ihr über den Tisch gezogenen Kunden ist!

- Die beiden letzten Vorstandsvorsitzenden haben den mantraartig heruntergeleiernden Kulturwandel nicht vollziehen können – dafür waren die Altlasten, an denen sie nicht so unbeteiligt waren, viel zu hoch;

- die DB ist unter einer Lawine von betrugs- und korruptionsverdächtigen Gerichtsfällen begraben, weitere Mrd. Verluste sind zu erwarten;

- Cryan sparch ein Machtwort: …"the investment bank’s securities and derivatives trading businesses can’t continue to soak up capital”.

https://lh5.googleusercontent.com/-JLrc4rHNPG4/ViwcewqaHOI/AAAAAAAABVI/_Fhpj2BX77M/w958-h719-no/2015%2B-%2B10%2B-%2BDB%2B%2B-%2B%2BDerivate%2B-%2BBIP.jpg

http://www.zerohedge.com/news/2015-09-14/behold-european-recovery-deutsche-bank-fire-25-all-workers

Angesichts eines ausserbilanziellen Derivatevolumens von 64 Billionen US-$ (zum Vergleich: deutsches BIP 3,9 Bill. - Wirtschaftsleistung der Eurozone 13,2 Bill. US-$) reicht ein Verlust von etwas mehr als 1 Promille aus, um das Eigenkapital aufzubrauchen und ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

Und was sagen die Ziffern?

Riskiert man einen kurzen Blick in die Bilanzdaten der DB, so muss man feststellen, dass

- die bisherigen Vergleichsstrafen ca. den 8-fachen durchschnittlichen Jahresgewinn vor Steuern der letzten 3 Jahre ausmachen,

- Ackermanns Ziel - 25% Rendite auf das Eigenkapital – zwar nie erreicht wurde, aber die winzige Eigenkapitalquote von nur 1,4 % (2008) und 2,5% (2010) ein Alarmzeichen für jeden Finanzminister darstellt und auch die annähernd 4% (1-6/2015) keinen ruhigen Schlaf gewährleisten;

https://deutsche-bank.de/ir/de/download/DB_Zwischenbericht_2Q2015.pdf

- die DB mit einer Leverage Ratio (Kredithebel: Fremdkapital / Eigenkapital) von um die 90 per 2008 – und immer noch 20 per 2014, völlig zu recht zu einer der größten „Zocker-Banken“ gezählt werden muß;

http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Deutsche_Bank

Ergänzung zu den Derivaten:

In der Bilanz per 30.6.2015 kann man ca. die Hälfte der Bilanzsumme von 1.694 Mrd. Euro, also 800 Mrd. Euro, diesen zuordnen.

Stellt man diesen 800 Mrd. Euro an „Derivaten + Handelsaktiva“ die zuvor dargestellte Ziffer von ca. 57.000 Mrd. Euro (64.000 US-$ zu 1,10 umgerechnet) gegenüber, so kommt man ca. auf das 70-fache!

Ob die 57.000 Mrd. nun korrekt sind, kann niemand sagen, da die außerbilanziellen Daten kein Mensch kontrolliert . . .

https://deutsche-bank.de/ir/de/download/DB_Zwischenbericht_2Q2015.pdf

- - -

*) Ackermanns „Konzept“: Eigenkapitalrentabilität 25 % // Kredithebel (Leverage Ratio) ab 40 // Basel I+II // „Too Big to Fail“.

Ich gebe zu, ich weiß nicht ob Ackermann`s Strategie so wie ich es sehe, aussah. Aber es lässt sich leicht eine ökonomisch-logische Argumentation in diese Zusammenhänge einbetten:

- Die irre Zielsetzung einer Eigenkapitalrentabilität von 25% lässt sich ja nur erreichen, wenn das Eigenkapital (und damit das Ausfallsrisiko für die Bankeigentümer!) möglichst gering - und daher das Fremdkapital (bei Banken meist die Schulden aus den „freihändig und größzügig“ vergebenen Krediten) umso höher ist: z.B. 2% zu 98%!

- Der Kredithebel (Fremdkapital / Eigenkapital - hier: 98 : 2 = 49) bedeutet, dass nur 2 Geldeinheiten der Eigentümer mit 98 von Gläubigern „gehebelt“ werden, um ein Gesamtkapital (Bilanzsumme) von 100 zu erreichen.

- Basel I + II: wie wir alle wissen, ist die Politik – also die gewählten VolksvertreterInnen – völlig aus dem Meinungs- und Konzeptionsprozess . . . wie man Banken (de-)REguliert, wie hoch man die Kreditforderungen (Assets) mit Eigenkapital unterlegen muss, usw. . . . ausgekoppelt. Dieser findet nur innerhalb des Bankensektors selbst, bei der BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich, der Holding aller Nationalbanken) statt.

Die Banken schreiben also ihrer Regeln selbst, die dann den Mandataren des Europaparlamentes - fix und fertig ausformuliert - vorgelegt werden. Wen wundert`s, wenn sich die Banken die Regeln nur zu ihren Gunsten absegnen lassen ?!

Anders gesagt: in BaselI + II wurde die Eigenkapitalunterlegung für Kreditforderungen sehr zum Vorteil der Banken gestaltet.

- „Too Big to Fail“: Lasche Regeln führten seit Jahrhunderten immer dazu, dass sich der Bankensektor maßlos in seiner Gier gebärdete und sehr sorglos (höflich formuliert) in seiner Kreditvergabe agierte. Damit wurden die Banken rasch größer und erreichten Volumina, die jenseits jeder Vorstellungskraft liegen:

so hat die DB eine – offizielle! – Bilanzsumme von ca. 70-90% der deutschen Wirtschaftsleistung und die UBS, die größte Bank der Schweiz, hatte im Jahr 2008 sogar das Mehrfache des schweizer BIP`s an Krediten vergeben.

Wenn nur ein winzig kleiner Bruchteil der Kredite nicht mehr getilgt werden kann, wird die Todesmelodie „Too Big to Fail“ angestimmt – und schon gehen die PolitierInnen wie vom Blitz getroffen in die Knie. Mit tatkräftiger Unterstützung der Medien bombardieren sie die BürgerInnen mit ihrem doofen Mantra: „Es ist alternativlos“.

Ausnahme – ISLAND:

Island bewies, dass es auch ganz andere Lösungen gibt – nämlich auch die großen Megabanken einfach in die Pleite zu schicken und nicht die Krankenschwestern, Arbeiter, Lehrer und VerkäuferInnen für die Gier der Banker die Zeche zahlen zu lassen.

Island ließ die 3 größten Banken insolvent werden, was man sich in Deutschland und Österreich kaum vorstellen kann – geschweige denn, dass Politiker- und ExpertInnen überhaupt in die Nähe einer sachlichen Debatte über die Vorteile einer solchen Abwicklung gelangen.

**.) Ackermanns „Milchmädchenrechnung“:

Machen wir eine ganz einfache Rechnung, um die Zusammenhänge zwischen Kredithebe, Eigenkapital- und Gesamtkapitalsrentabilität zu erklären:

Bilanzsumme 100, Eigenkapital 10 / Fremdkapital 90, Gewinn 1,- . // Kredithebel 9 (90 Fremdkapital / 10 Eigenkapital)

Eigenkapitalrentabilität = 10 %, (Gewinn in % des Eigenkapitals)

Gesamtkapitalrentabilität = 1% (Gewinn in % der Bilanzsumme, des Gesamtkapitals)

- - -

Ziel = 25% Eigenkapitalrentabilität:

Bilanzsumme 100, Eigenkapital 4, Fremdkapital 96, Gewinn 1. // Kredithebel 24 (96 / 4)

Eigenkapitalrentabilität = 25% (Gewinn 1,- in % des Eigenkapitals von 4,-)

Gesamtkapitalrentabilität = 1% (Gewinn von 1,- in % des Gesamtkapitals von 100,-).

Resumee:

Durch eine massive Erhöhung der Verschuldung/des Fremdkapitals und der damit einhergehenden Reduzierung des Eigenkapitals, explodiert die Rendite für die Eigentümer in irre Höhen, wodurch das Unternehmerrisiko total verschoben wird und im Falle von „systemrelevanten Banken“ den Steuerzahler mit ganzer Wucht trifft.

Solch eine wohlfeil durchdachte „Strategie“ ermöglicht es, LeistungsträgerInnen der Finanzwelt, völlig risikolos Geschäfte – immer aufkosten der Allgemeinheit zu tätigen! Mit Leistung hat dies ebenso wenig zu tun, wie mit Unternehmertum, zumal die exorbitanten Gewinne ausschließlich über Wetten und Spekulationen erzielt wurden.

Wenn die Summe der Derivate das 30-50fache der Bilanzsumme der eigenen Bank oder gar das 10-20fache der Wirtschaftsleistung eines Staates erreicht, dann ist es Zeit für die Zivilgesellschaft, diesem irren Treiben schnell und ohne auch nur 1 Sekunde zu zögern, ein rasches Ende zu bereiten.

Schluss o h n e lustig!

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Nachwort:

In derZeit vom 22. Oktober, Seite 13, gibt es einen sehr interessanten Artikel zur Entwicklung der DB mit dem Titel: „Sie nennen es Sterbehaus“. (Leider ist er noch nicht online verfügbar) Darunter ist das häusliche Ausgedinge gemeint, in dem die pensionierten Alt-Vorstände ihre Freizeit verbringen, in der Hoffnung vielleicht noch einmal gefragt oder gebraucht zu werden.

Ich zitiere sinngemäß einige Passagen daraus:

- Der Slogan der Deutschen Bank: „Vertrauen ist der Anfang von allem“, hat sich längst ins totale Gegenteil verkehrt, zumal die DB ca. 6.000 Prozesse anhängig hat und heute als Hort der Geldwäsche, Steuerkriminalität und Zinsmanipulation gilt. Seriösität und Verlässlichkeit gehören - offensichtlich - nicht mehr zum Geschäftsmodell.

- Im „Sterbehaus“ residiert die alte Garde, genau jene CEO`s also, die für die Misere direkt verantwortlich sind. Aus pensionären Loylitätsgründen reden sie auch nicht gerne über die Vergangenheit und das Zitat, das an die italienische Mafia erinnert, hört man oft: „Das Gespräch hat nie stattgefunden“ – wie die Redakteure derZeit berichten.

- Die DB hat einen nicht unbedeutenden Anteil an der Krise 2007 bis . . . . zumal sie selbst nach dem Ausbruch weiter auf den Einbruch der Weltwirtschaft wettete als auch nach der 1. "Rettung Griechenlands" weiter Anleihen zu einem billigen Preis aufkaufte. Diese verkaufte sie später an die IKB (die vom Staat "gerettet" werdeb mußte) und so profitierte die Deutsche Bank indirekt vom Steuerzahler. Die vollmundige Ansage von Ackermann - wir brauchen keine Staatshilfe - war nur ein naiver PR-Schmäh. Auch ist die DB nach wie vor einer der größten Player im Hochfrequenzhandel, der nicht unbedingt kleine Anleger bevorzugt - um es mal anders rum zu formulieren.

- Der einzige Vorstand, der sich gegen all diese Machenschaften stellte, war Otto Steinmetz. Er wurde gefeuert und er verlor einen 4-jährigen Prozess gegen die DB. Er stellte sich gegen die Macht der Investmentabteilung unter Anju Jain, dem späteren Vorstand im Duo mit Fitschen. Jain hat die Bank mittlerweile verlassen - Fitschen wird ihm nächstes Jahr folgen.

- 1989 erstellte die Strategieabteilung einen Bericht, der den Kauf der britischen Investmentbank Morgan Grenfell ablehnte. Der damalige Vorstandssprecher Herrhausen schob die Kritik mit den Worten: „Gute Arbeit, haben sie bitte Verständnis dafür, das wir uns anders entschieden haben“, einfach weg.

Hilmar Kopper (Vorstand von 1977-97, danach noch 5 Jahre im Aufsichtsrat), der ihm nach folgte, setzte den Fokus auf das Investmentbanking.

Ackermann, der Ralf Breuer 2002 ablöste, etablierte das „Group Executive Committee“, das unter dem Vorstand angesiedelt war aber alle Entscheidungen im Investmentbanking unabhängig traf.

- 2005: Für Ackermann ist eine Eigenkapitalsverzinsung von 25 % das oberste Konzernziel!

- An Boni sollen über 15 Jahre ca. 45-50 Mrd. Euro ausbezahlt worden sein.

- „Bankraub von Innen“ kann man die Strategie der verantwortlichen Vorstände benennen, zumal sie sich an den Boni in Mio.-Höhe labten, nebenbei fast alle Industriebeteiligungen verkauften, kaum noch im ursprünglichen Kreditgeschäft tätig waren und die Gewinne zu einem großen Teil aus „übel riechenden Geschäften“ lukrierten, für die bis jetzt ca. 9 Mrd. Euro an Strafen für Vergleiche zu berappen waren.

- Ein nicht genannter Vorstand des „Sterbehauses“ meinte: „Wir waren alle taktisch – haben alle gelogen“.

- - -

Ob John Cryan ein Neustart gelingen wird, steht in den Sternen, obwohl er alles daran setzt, die Vergangenheit rasch zu entsorgen:

so mussten 5 von 8 Vorständen die DB verlassen, er hat das „Group Executive Committee“ aufgelöst und treibt den Umbau radikal voran. Obwohl er schon bei der UBS bewies, was in ihm steckt, bleibt es offen, ob er die DB wieder zu der einst seriösen und verlässlichen Bank zurückführen kann. Zu sehr ist sie in ihre jahrzehntelangen Malversationen verstrickt, sodass der Weg zum Erfolg, ein sehr, sehr steiniger werden wird.

01:48 25.10.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Pregetter Otmar

Prom. Ökonom, Uni-Lektor, Buchautor. Mein Credo: gute Recherche + griffige Kritik = Lesenswert.
Pregetter Otmar

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