Obama - ein korrupter Wallstreet-Hampelmann?

Obama, Betrug, Wallstreet "Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zum privaten Vorteil". (Ambrose Bierce).
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Charakter: Obama kassiert 400.000,- US-Dollar für eine Rede

Als dem "Charakter entsprechend" bezeichnet Zach Carter in der Huff-Post dieses eher ungewöhnliche Honorar des Ex-Präsidenten, der damit sogar Hillary (die von Goldman Sachs nur die Hälfte kassierte, was ihr Bernie Sanders immer wieder in den Primaries vorwarf) weit hinter sich ließ. Er sprach bei einer Health-Care-Konferenz und wurde von der Wall Street Frima Cantor Fitzgerald fürstlich dafür entlohnt.

Dieses entwürdigende "Abcashen" überrascht nur jene, die Obamas Image des Progressiven Sozialisten (ähnlich wurde auch Sanders tituliert) immer noch glauben. Über die gesamte Regierungszeit handelte Obama so, dass sein "Cash-IN" nichts Neues darstellt. Dies ist nur ein kleines Puzzle, das bestätigt, dass die Demokraten von "Out-of-Touch-Eliten" okkupiert sind und sie sich nicht um die Anliegen der gewöhnlichen Amerikaner kümmern. Damit ebnete Obama gemeinsam mit Hillary Clinton den Weg zum Sieg von Donald Trump.

Er weigerte sich, den gierigen Betrug der Wall-Street-Banker zu verfolgen. Im März 2009 konstatierte der Regisseur von INSIDE-JOB (die Dokumentation wurde mit dem Oscar 2009 ausgezeichnet), dass es eine Schande sei, dass noch kein Verbrecher verurteilt wurde und ins Gefängnis kam. Obama hielt seine schützende Hand über alle und ließ sie mit Goldenen Handshakes in Mio.-Höhe "in den Sonnenuntergang reiten". Niemand zwang ihn, diesen Weg des Totschweigens der kriminellen Mrd.-Betrügereien zu beschreiten. Er tat es trotzdem.

Selbst in seinem Frank-Dodd-Act (2010), das er selbst über alle Maßen pries, gelang es gerade den Rating-Agenturen (die massgeblich zum Ausbruch der Finanzkrise durch ihre gefälschten Ratings beitrugen), dass ihnen im Gesetz kein Expertenstatus hineinreklamiert wurde - denn dann wären sie für all ihre Malversationen gegenüber den Klägern haftbar. So "äussern sie nur ihre Meinung" und nachdem die freie Meinungsäusserung DAS höchste Gut der Demokratie in den USA darstellt, ist daraus keine Schadensersatzklage abzuleiten. Die Kläger müssen der "Meinung" der Ratingagenturen ja keinen Glauben schenken...

Obama ließ alles so treiben wie es war - und er beschädigte damit eine rasche und nachhaltige Erholung der Realwirtschaft, weil allen Bürgern die Mrd.Verluste der Wallstreet umgehängt wurden. Die Demokraten suchen nicht den Fehler bei sich selbst - obwohl Nate Cohn von der New York Times aufzeigte, dass fast ein Viertel von Obamas weißen Arbeiterklasse-Fans im Jahr 2016 für Trump stimmten. Rassismus und Misogynie waren sicher nicht die alles beherrschenden Motive, wieso sich nach 8 Jahren Obama viele Menschen Trump zuwandten.

Es ist sehr bequem für die Demokraten, Trump-Anhänger mit "Deplorables" (O-Ton Hillary Clinton) abzuwerten - als zu analysieren, welche Fehler Obama machte und wie er damit die Popularität Trumps befeuerte.

"Regardless of venue or sponsor, President Obama will be true to his values, his vision, and his record," ließ Obamas Sprecher, Eric Schultz, der HuffPost in einem Schreiben ausrichten. Diese endlose Arroganz und Abgehobenheit spricht für sich - denn wenn man sogar die öffentlichen Wikileaks-Mails, die das genaue Gegenteil seiner "Werte, Visionen und Leistungen" entlarvend offenlegen und die Obama kennen muss, leugnet, dann ist der Realitätsverlust längst eingekehrt.

Nun - die Tatsache, dass Obama für seine Wahl 2008 die höchsten "Donations" der Wallstreet e v e r ... erhielt, lässt das Frank-Dodd-Act in einem anderen Licht erscheinen. Wie weit wäre es zum Wohle aller Amerikaner gegangen, wie tief wären die Einschnitte, die Regulierungen der Wallstreet bis hin zur Strafverfolgung der irren Betrügereien gewesen - wenn sich Obama nicht diesen "Donations" verpflichtet gefühlt hätte? Vielleicht hätte er sogar das Glass_Steagull_Act wieder aus der Versenkung geholt und zum Laufen gebracht? (Hinweis: es war Bill Clinton, der dieses Gesetz aufhob und so 1999 erst die Deregulierung mit allen Verwerfungen ermöglichte).

Wie groß muss die Geldgier wirklich sein, um 400.000 Dollar für eine Rede zu kassieren, zumal er das Geld gar nicht braucht. Er und seine Frau erhielten für ihre Memoiren 65 Millionen Dollar von Penguin Random House und zusätzlich bekommt er eine lebenslange Rente von 200.000 Dollar - allerdings nur pro Jahr!

Sein "historisches Erbe", sein Platz in der Geschichte der 8 Jahre dienenden US-Präsidenten hingegen, wird nicht nur dadurch, sondern auch durch die Veröffentlichung von Mails durch Wikileaks massiv beschädigt, wo er als Lügner und Betrüger am amerikanischen Volk entlarvt wird.

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Bush, Hillary Clinton, Obama: wer ist das größte "Monster"?

Noam Chomsky nennt es "die extremste, terroristischste Kampagne der Neuzeit" und meint damit Obama, der die grausame Politik Bush`s fortsetzte und erweiterte:

- er schaffte mit Libyen einen "Failed-State",

- weitete das zivilschlachtende Drohnenprogramm exponentiell aus

- finanzierte und unterstützte militärisch den IS.

- Er führte einen Überwachungsstaat ein, der orwellsche Vorstellungen x-fach sprengt,

- Obama führte an jedem Tag seiner 8jährigen Amtszeit Krieg, als "Friedensnobelpreisträger" (das er diesen nicht zurückgab, zeichnet ihn als moralisch-ethisch entrückten Präsidenten aus),

- er verfolgte alle Whistleblower härter als sämtliche Präsidenten vor ihm zusammengenommen!

Als Liebkind der Corporate-Media - die ihre größte Niederlage gegen den auf Social-Media spezialisierten Trump einstecken musste und diese noch immer nicht verdaut hat - gelang es Obama, die progressive Bewegung mit seinem "Charme" in eine 8jährige Trance einzuschläfern. Das Honorar von fast einer halben Million Dollar für eine Stunde, ist nichts anderes als der letzte Beweis, welcher Charakter sich wirklich hinter den feinen Gesichtszügen des Barack Obama versteckt.

Es ist sehr erstaunlich, wie angesichts dieser politischen Fakten noch viele Menschen überhaupt ein gewisses Maß an "Zuneigung und Sympathie" für Obama aufbringen können. Er steht an der Spitze der demokratischen Neo-Konservativen (Neocons). So lange diese geldgierige Gruppe solch großen politischen Einfluss innerhalb der Demokraten hat, wird es mit einer Neupositionierung sehr schwer werden, denn diese hängt unmittelbar von den Personen "On_the_Top" ab.

Politik ist vorrangig immer Personalpolitik - oder anders gesagt:

der Fisch stinkt immer vom Kopf.

Obama 2008: die Wallstreet diktiert ihm seine "Regierung"!

Ja, es ist unfassbar und kaum zu glauben: das wichtigste und ungeheuerlichste WikiLeaks E-Mail von 2016 betraf nicht Hillary Clinton - sondern Obama!

Noch während der Vorwahlen 2008 wurde Obama eine Liste von "akzeptablen Personen für sein erstes Kabinett" vom einem Executive-Manager der Citi-Bank übermittelt. Wie weit diese dann deckungsgleich mit dem vereidigten Team war, ist nicht wirklich überraschend.

John Podesta, ehem. Vorsitzender von Baracks Übergangsteam, war in diese Mails eingebunden. Auf der anderen Seite war es Michael Froman, damals Vorstand der Citigroup, der am 6. Oktober 2008 diese Liste an Podesta mailte.

Diese beinhalten drei Dokumente: eine Liste von Frauen für Top-Administrationsaufgaben, eine von nicht-weißen Kandidaten und eine Musterübersicht von 31 Kabinett-Positionen. "Die Listen werden weiter vervollständigt", schrieb Froman an Podesta, "aber das sind die Namen, die von verschiedenen Quellen für "Senior-Level-Jobs" empfohlen werden".

Die Kabinettliste war ein Abbild der Wallstreet - einige seien hier genannt: Eric Holder für die Justizabteilung, Janet Napolitano für Heimatschutz, Robert Gates für Verteidigung, Rahm Emanuel für Chef des Stabes, Peter Orszag für das Amt für Management und Budget, Arne Duncan für Bildung ... für das "US-Treasury" (Finanzministerium) wurden drei Namen angeführt: Robert Rubin, Larry Summers und Timothy Geithner.

Das war der 6. Oktober - die Wahl war am 4. November 2008!

Fromans Firma - die Citigroup - war einer der größten Profiteure der Rettungsaktion der Regierung Obama! Und sein Vorschlag umfasste - einen Monat vor der entscheidenden Präsidentenwahl - praktisch das gesamte Kabinett Obamas, wobei die Listen noch en detail vervollständigt wurden, wie weitere Mails bestätigen.

Froman, langjähriger "Consigliere" Obamas, für die Wirtschaftspolitik zuständig, hatte offensichtlich maßgeblichen Einfluss auf die Schlüsselpositionen noch während alle damit beschäftigt waren, die Wahl zu gewinnen.

Die E-Mails von WikiLeaks belegen sogar noch eine frühere Planung - so wurden bereits im September 2008 geeigente Kandidaten für das Übergangsteam Obamas benannt.

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From:clu@barackobama.com

To: john.podesta@gmail.com, prouse@barackobama.com

Date: 2008-09-12 14:22

Subject: draft weekly memo to BO

Attached and pasted below:

Weekly Transition Memo for Senator Obama

From: Transition Advisory Board and Staff

Date: September 12, 2008

- I. Vice President-Elect Team

"We have now constituted a new working group to help with the VP's transition. That group will be headed by two long-time Biden associates, Mark Gitenstein and Ted Kaufman. Mark and Ted have reached out to the agency review team to ensure that people in the Biden circle are included in that process, in particular in the areas of national security and justice. In addition, Mark and Ted will be talking to the national security policy group".

usw. etc.

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2008-09: Obamas Kabinettsmitglieder

Zur Überprüfung genügt ein kurzer Blick in die Mitlglieder von Obamas erstem Kabinett. Die enorme Überlappung der Namen mit den Vorschlägen von Froman fällt sofort auf. Nun ist es nicht wirklich schwer, diese Dokumente und Mails zu finden - dennoch ist es sehr verwunderlich, dass sich keine der allseits so hochgelobten "Investigativen Journalisten" rund um den Erdball, dieser hoch brisanten und wichtigen Tatsachen annimmt.

Wieso wohl?

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Verschwörungspraxis schlägt Verschwörungstheorie um Längen!

Kommen Sie sich auch ziemlich veräppelt vor?

All jene, die immer vermuteten, dass die US-Präsidenten nur "Hampelmänner der Wallstreet" und der Millardäre sind und sich dafür bei allen TV-Anstalten als Verschwörungstheoretiker diffamieren lassen mussten - werden in den Adelsstand der FACT-NEWS-Verbreiter gehoben.

Auf der anderen Seite muß sich die gesamten "Corporate-Media" den berechtigten und erwiesenen Vorwurf - sie verbreiten Unwahrheiten und sind an der Wahrheit nicht interessiert und der Verschwörungspraxis verfallen! - stellen.

Dass diese Vorgehensweise (noch vor der Wahlentscheidung die wichtigsten Kabinettsmitglieder von nicht gewählten Institutionen sich diktieren zu lassen) ein Skandal erster Güte ist, ist allen vernunftbegabten Menschen sonnenklar!

Die Kennntnis davon müsste über Wochen ein "Front-Page-Hit" sein, denn es betraf genau jenes Kabinett, das für die Aufarbeitung der grössten Bankkrise der Menschheitsgeschichte verantwortlich war.

Dass gerade dem ersten Kabinett Obamas ("Change - Yes, we can") die Minister und Top-Positionen genau von jenen Zocker-Bankern diktiert wurden, die mit kriminellen Betrügereien das Finanzsystem der Welt an den Abgrund brachten, wurde durch die Wikileaks_Mails zur traurigen Tatsache!

Keiner der großen Fische der Wallstreet - die sich oft mit 3-stelligen Millionenbeträgen in ein Leben von unsagbarem Luxus verabschiedeten - wurde jemals verurteilt:

mit einer Ausnahme - Bernie Madoff!

Der Grund, wieso es gerade ihn "erwischt" hat dürfte darin liegen, dass er nicht die 99% der Menschen um zig Milliarden betrog - sondern die Reichsten 1 % ...

19:43 03.05.2017
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Pregetter Otmar

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