Bernd Marnet

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RE: Witz, Macht und schöne Zähne | 12.02.2012 | 20:29

Hinter diesem menschenverachtenden Auftritt liegen mehrere Ebenen der Diskrimierung: zuerst natürlich der sicherlich rassistische Ansatz gegen "die Türken", daneben aber auch die Verachtung der bürgerlichen Schichten gegen diejenigen, die sie als unter sich stehend betrachten.
Das hier eine gutverdienende Zahnärztin mit billigen Witzchen -die unsagbar unkomisch sind: "Güllehülle", "Ühü" statt "Uhu" erinnert mich zwanzig Jahre alte Mantawitze- über die vermeintliche Türkenunterschicht loshetzt, passt in unsere zellenverseuchte Zeit. Genauso hätte Lowin als Ami-Neger-Unterschicht , oder als faules Griechenproletariat, oder als raffgieriges Judenwesen oder asozialer Hartz-Abzocker auftreten können: das sie es mit Kopftuch getan hat, zeigt jedoch die überhöhte Projektionsfläche des dumpfen Hasses, den Muslime auf sich ziehen.
Das jeder aufrechte Teutone im Netz für die Meinungsfreiheit nur dann eintritt, wenn es gegen Migranten, Arbeitslose, Arme und Schwache geht, sollte bei den nächsten Anti-ACTA-Demos zu denken geben.

@DagmarSchatz

Sie haben einen guten Artikel geschrieben. Warum Sie in der Diskussion darüber über Kölner Karneval und Ihre Fluchtrouten daraus debattieren, verstehe ich nicht.

RE: Bedrohte Interessen? | 13.12.2011 | 21:53

Eine treffende Beschreibung von Camerons Politik, wenn auch Huttons Kritik letztendlich ins Leere geht, denn was war anderes zu erwarten?
Ich gehe davon aus, das die "...eigene Welt mit Tory-Dining-Clubs, Notting-Hill-Salons und Landhaus-Wochenenden..." bei Blair, Major, Thatcher nicht anders war. Allerdings trifft dies wohl auf jede andere Gesellschaft auch zu, nur wird bei uns nicht in Chelsea für Hedgefonds, sondern in Hannover für Autohersteller gekungelt: der Unterschied liegt in den Tonlagen, nicht in der Musik selbst.

RE: Ein Wink für Merkel | 29.11.2011 | 21:52

Das deutsche Establishment liegt im Staub von den Finanzmärkten und verwechselt die Unterwerfung unter Goldman Sachs und Barclays mit Hegemonie über Europa.
Was Obama und sogar den konservativen Barroso/ Juncker zuzutrauen ist, ist die Einsicht, das die berühmten Finanzmärkte kein Verbündeter gegen die Wirtschaftskrise sind, sondern vielmehr der Verusacher, der Gegner in dieser Krise. Wohl genau das soll die Aufwertung der EU-Komission und damit der EU selbst -fast zugrundegerichtet durch Merkels Kniefälle vor den "Märkten"- durch die Amerikaner bedeuten. Ob Berlin das versteht, bezweifle ich.

RE: Maybrit Illner im ZDF:Gefährdet Demokratie unseren Wohlstand ? | 04.11.2011 | 23:38

Man sollte nie die Fassung verlieren... aber hier, das da oben...
diese ZDF-Nachrichtenverleserin, die die Demokratie als Ganzes schmäht... kann man diese Kreaturen nicht endlich zum Schweigen bringen? Ist das schon Verfassungsfeindlichkeit, oder nur Dummheit..
Bei diesen hysterischen Eingebetteten wird mir speiübel...

RE: Olaf Henkel, der "Euro Stalker", fällt im Ebbe Watt flach & trocken | 04.11.2011 | 23:33

Lieber Joachim Petrick,

danke für dieses amüsante Henkel-Bashing. Leider ist Henkel selbst, am besten vor einem erzürnten Bürgersleutenpublikum in einer Buchverkaufsstelle noch viel lustiger - wenn auch nicht amüsant.
Nun ernsthaft: was Länder wie Schweden, Holland oder Österreich mit der bundesdeutschen Parasitenwirtschaft, die auch diese Volkswirtschaften genug aussaugt, in einem gemeinsamen "Nordeuro" sollen, das verrät Olaf natürlich in seinen kruden Halbgedanken nicht.
Die Idee einer Parteiengründung durch das Olafchen fände ich aber gut: am besten mir Gauweiler, Thea Dorn, Clement, Hartz, Merz und all den anderen Geisteszwergen. Dann wüssten wir wenigstens, das die Blase, wenn sie sich an einem Ort befände, zum Platzen käme...
Beim ZDF geht man schon dem Henkel-Olaf voran: die wollen die Demorkratie selbst abschaffen... ist ja auch wirtschaftsfeindlich, wie das Illner suggeriert. Das alles könnte Böse enden, wenn die Bösen nicht alle solche Tolpatsche und Analphabeten wären wie Henkel (der Mann war mal IBM-Chef: entlarvend, mit wie wenig Intelligenz man es zu was bringen kann).

RE: Sieben Jahre Haft für Julia Timoschenko | 12.10.2011 | 21:40

Prozesse gegen Politiker sind immer politische Prozesse, auch bei den anderen Gangstern wie Ben Ali, Mubarak, Chirac... ist Friedrich Merz eigentlich schon vor Gericht? Oder der Ex-Landtagspräsident Stächele? Oder Strauss-Kahn? Obwohl, den hat man laufen lassen...

RE: In Russland gibt es 23 Millionen arme Menschen. | 08.07.2011 | 20:44

Unterschiede doch nur im Grad der Auswirkungen: nicht im Prinzip.
Ansonsten gute Argumente.

RE: Matthias Matussek - ein Reaktionär? | 07.07.2011 | 23:44

@Ullrich Läntzsch

Ich verstehe die Besorgnis, das jeder Ex-Spiegel-Schreiber sich zum Literaten u./o. Exegeten berufen fühlt.
Aber die Besorgnis ist unbegründet. Wir haben hier halt mit Einem zu tun, der sein Geld mit Gottesgequacke verdient statt mit Machwerken über demographische/soziale Untergänge. Eine Marktnische ist Jesus heutzutage allemal.

Ihr Wort vom intellektuell Schlichten ist gut und treffend. Ich möchte hinzufügen, das da einer der üblichen Netzwerkergenien Mundfürze absondert, um ein paar Kröten zu machen. Der Mann Mattusek hat mit Jesus soviel zu tun wie ich mit Frauenfussball: entferntes Interesse ohne Ahnung.

Nicht ernstzunehmen, die Blöden u./o. Gierigen. Rum ja - Bücherschreiber nein...

RE: In Russland gibt es 23 Millionen arme Menschen. | 07.07.2011 | 23:17

Wie gut, das in Deutschland der Boom herrscht und alle froh und glücklich sind- fast alle.

Lieber Yugin O., was soll damit gesagt sein? Das die Russen von Merkeldeutschen lernen können, wie man Wohlstand schafft? Für manche echten, unverschämt großen und für die anderen gefühlten?
Oder das das Kapital eine globale Seuche ist, wie AIDS? Und das es dem Armen keinen Unterschied macht, von Schakalen aus Russland, Deutschland, Portugal, Djibouti gefleddert zu werden?

Als ob es einen Unterschied machen würde, wo man arm ist. Das man arm ist, das ist der Punkt.

post scriptum: Putin hat wenigstens die Fleischwürtschen billiger gemacht. Hartz-IV-Empfänger können das von Merkel und Steinmeier nur erträumen. Mahlzeit!

RE: Matthias Matussek - ein Reaktionär? | 30.06.2011 | 21:44

Das Fragezeichen im Titel verstehe ich nicht. Das bei Mattusek das Wort zum perditum orationis wird, muss man das diskutieren? Es gibt Besseres, an das Zeit verschwendet werden kann: Thomas von Aquin, Heine und Barthes, Rum-Cola ohne Cola, Katzengewölle...