AN DIE LATERNEN

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Darüber wollte ich immer schon mal schreiben!

IN STILLER VORFREUDE AUF DEN SEPTEMBER 2011 IN BERLIN
Eine gewisse Edeltraut L., verschenkte zur Erinnerung an Weihnachten 1964, einen Roman . An wen? Ich hab keine Ahnung, denn über den Namen des beschenkten hat sie nichts in das Buch geschrieben. Ich selbst hab das Werk des A. E. Lindop, vor vielen Jahren in Leinen gebunden beim Trödeler um 3,00 DM erstanden. Ein echtes Schnäppchen, das Buch hatte im englischen Orginal den Titel 'the way to the Latern', meine damalige Annahme, es würde sich in etwa um Geschehnisse, wie sie mit dem Lied 'unter der Laterne vor dem großen Tor.....unser beider Schatten sah wie einer aus, das wir so lieb uns hatten, sah man gleich daraus....'handeln, traf letztlich auch irgendwie zu, obwohl ich näheres über den Inhalt also wirklich nicht aus dem deutschen Titel 'An die Laternen' erahnen konnte. Das Buch handelt von der französischen Revolution, da wurden so echt unbeliebte 'Mitbürger' an den Laternen am Halse aufgehangen. Aus Rationalisierungsgründen kam später, eine neuere rationelle Erfindung zum Einsatz, die Guillotine. Ich nehme an, die Laternen waren wohl auch alle voll gehangen. Wieviele Laternen es wohl zu derartiger revolutionärer Äußerung im Paris dieser Zeit gab?

Ich gehe einfach mal davon aus, in der deutschen Hauptstadt, in Berlin in 2011 haben wir reichlich mehr in petto! Das schöne an einer Großstadt ist, niemend ist wirklich allein. So kann ich die Klärung der Frage, nach dem Vorhanden sein einer oder mehrerer Guillotinen im Town, ruhigen Gewissens anderen überlassen. Wie schon die alten Franzosen sagten:
"l'Mars se poursuit", in diesem Sinne weiter im Text.

SCHLUSS MIT DEN LANGATMIGEN ABSCHWEIFUNGEN!
Aber entschuldigt liebe Leser, das ist irgendwie auch mein Stil.
Seit der Lektüre besagten Buches freue ich mich ab und zu etwas, na jedenfalls so alle 4 Jahre! Sinnend geh ich durch die Staßen, seh zu den Laternen auf, denn da hängen sie dann, die von der Sorte, die posaunten, wir haben den Kapitalismus steuerbar gemacht! Wir wissen jetzt wie einfach es ist, jeweils einfach gegen zu steuern, bei Konjunkturübererhitzung beginnt Inflation, die Preise steigen, jetzt wissen wir, wir müssen nur auf die Bremse treten, das heißt Kredite teurer machen und schon wird diese Fehlentwicklung gedämpft! Sollten wir die Bremse mal zu sehr angezogen haben, senken wir die Zinsen und schwupps normalisiert sich alles wieder. Den Rest regelt der Markt automatisch aus. Seht auf dieses Land mit unserem Kapitalismusmodell "Soziale Marktwirtschaft", haben wir eine dauerhafte "Vollbeschäftigung" erreicht. Wir sind die Konstrukteure des Jahrhunderts des kleinen Mannes!

EIN PROBLEM DAS SICH AUS DER "VOLLBESCHÄFTIGUNG" ERGAB!
Doch für die selbsternannten Steuermännern des neuen Kapitalismus zu ihrer Zeit kein Problem. --------------------------------------------------------------------------
Es war für sie nur n'Klacks, das in kurzer Zeit auch noch zu lösen!
Das Problem, als solches keine bzw. kaum Arbeitslose, führte dazu, das immense Summen in den Kassen der Arbeitslosenversicherung angesammelt wurden.
Mehr als 6,7 Milliarden DM (1.) waren alsbald aufgelaufen.
So ein Geldstapel weckt natürlich Begehrlichkeiten. Allerlei bedürftige aus Fabriken und Bank bewiesen die Unsinnigkeit, die Milliarden ungenutzt herumliegen zu lassen. Zunächst fanden sie schnell einen Namen für diese Geldmengen. In Anlehnung an den Turm der Zitadelle in Berlin Spandau, nannten sie die Geldansammlung "Juliusturm".

WAS TUN?
Selbstverständlich hatte die Großindustrie, schon in den jungen Jahren der Bundesrepublik ihre Stellvertreter im sog. hohen Haus in Bonn. Vertreter von Industrie und deren Vertreter im Bundestag tüftelten ein neues Gesetz aus. Schon vor der Verabschiedung und Verkündigung wurde dieses Gesetz in den ihnen gehörenden und auch den ihnen hörigen Zeitungen zur Diskussion gestellt. Oder auf gut Deutsch beweihräuchert. Auch ein vielversprechender wunderschöner Name wurde gefunden!

DAS 1. BERUFSBILDUNGSFÖRDERUNGS GESETZ
Bis dies Gesetz in Kraft trat, herrschte in der Republik folgende Methode, ich will sie kurz beschreiben:
In dem Industriebetrieb z. B. XYZ-Arbeitskraftverwertungs AG war es üblich, Arbeiter, die immer pünktlich, nie aufmümpfig, stets gehorsam und leistungsorientiert waren auszuwählen. Der Betriebsleiter; Meister oder Abteilungsleiter erklärte dem Auserwählten: "Herr X sie sind ein Auserwählter, wir senden sie zu einem Fortbildungslehrgang, in unserer betriebseigenen Ausbildungsstätte. Keine Sorge ihre Bezüge zahlt die Firma wie bisher. Fahrtkosten werden ihnen erstattet. Die Unterbringung ist selbstverständlich für sie kostenlos. Eine Preiswerte Kantine analog zu ihrer gewohnten Werkskantine sorgt für ihr leibliches Wohl. Wir erwarten, das sie die Ausbildung erflolgreich abschließen. Mit ihrem dort erworbenen Zertifikat ist eine Lohnerhöhung um X% verbunden. Oft war lediglich noch eine Verpflichtungserklärung (die vor Gericht gegen die sog. guten Sitten verstieß, doch wer hatte schon dieses Wissen) für X weitere Jahre in der Firma tätig zu bleiben zu unterzeichnen.

WIE ARBEITNEHMER SICH SELBST BEZAHLTEN
Mit dem wesentlich von der Industrie mitgestaltetem Berufsbildungsförderungs Gesetz, blieb fast alles wie oben beschrieben, bis auf eine "Kleinigkeit". Die Ausbildungsmaßnahmen, die Firmen etliche Kosten verursachte wurde jetzt fürs Unternehmen kostenlos. Die Firmen füllten ein Antragsformular auf Kostenerstattung aus und bekamen die Kosten auf ihr Konto überwiesen. Ich will hier nicht raten lassen woher die Gelder kamen. Durch das neue Gesetz bezahlten sich nun die Arbeiter selbst aus den Rücklagen ihrer eigenen Arbeitslosen-versicherung. Die meisten merkten es natürlich nicht. Die Massen-Presse hatte
die Zukunftträchtigkeit des Gesetzes mit üblichem blah.. hervorgehoben. Die im Bundestag vor der Verabschiedung des Gesetzes warnenden Stimmen wurden Mundtot gemacht mit der endlich erfundenen Steuerbarkeit der sog. "Sozialen Marktwirtschaft". Ihre Einwände wurden abgeklatscht mit Sprüchen wie: "sollte
es dennoch mal in Zukunft eine höhere Arbeitslosenquote geben, zahlen wir die Arbeitlosenunterstützung einfach aus den Steuereinnahmen". Das alles wurde in
der Massenpresse nicht kolportiert, auch nicht der Umstand, das im Gesetz nicht festgeschrieben wurde, bei leerer Arbeitslosenversicherungskasse wird der erworbene Versicherungsanspruch aus Steuergeldern bezahlt.

ES WURDE SERVIERT ALS SALATE ODER SUPPE?
Inzwischen wie so gesagt wird, haben wir den Salat oder ist es die Suppe? Wie auch immer die, die sie angerührt haben müssen sie ja nicht auslöffeln! Die "Soziale Marktwirtschaft" produzierte so viele Arbeitslose, das zunächst für die Noch-arbeitsplatzbesitzer die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung kräftig erhöht wurden. Gleichzeitig wurden die Bezugszeiten für Arbeitslosengeld, genau wie
die an Arbeitslose zu zahlende Unterstützung drastisch gekürzt.

DOCH ZURÜCK ZUM JAHRHUNDERT DES KLEINEN MANNES!
An der Stelle bitte ich meine Leser um Entschudigung, ja, ja sie haben ja Recht, ich gebe es zu "das 1000jährige Reich" hatte immerhin 12 Jahre existiert. Von einem Jahrhunderts des kleinen Mannes zu fabulieren ist mindestens anmaßend, aber ich bitte doch um Pardon, es war ja nicht meine Idee! Die Mehrheit der seinerzeit lebenden 'kleinen Männer & Frauen' ließen sich in solch Träumen einfangen.

Sozialpartnerschaft auch von dem DGB im Rahmen der "Sozialen Marktwirtschaft" propagiert war ein Teiltraum dieser Zeit. Die Verschmelzung von SPD & DGB (Personalunion) entstammt auch dieser Zeit.

Während die einen träumten, bildeten die Industrieunternehmen wie Toll und Verrückt aus und weiter...., so nach der Devise, wenn unser Unternehmen die Kohle nicht abgreift, dann tut es doch unsere Konkurrenz. Ich erinnere- so etwa nach nicht mal 2 Jahren waren die 6,7 Milliarden DM, der Arbeitslosen-versicherungskasse abgeluchst.

EINE NEUE GELDQUELLE MUSSTE HER!

Zuerst natürlich wieder erstmal ein schöner Name:
>VERMÖGENSBILDUNG IN ARBEITNEHMERHAND!<
Oder wie Spötter meiner Art es ausdrückten: "Wie Arbeitnehmer in 312 Jahren zum Millionär werden können - an einer Verlängerung der Lebenserwartung, um zunächst 10 Jahre, um den Genuss der Vermögensbildung länger auskosten zu können wird z. Zt. noch geforscht"!

Das Ding wurde auch 312,-DM Gesetz genannt, irgendwie reichte es irgend wem nicht, darum wurde etwas später das 624,-DM Gesetz(2.) draus gemacht. Am Beispiel Siemens & Deutsche-Bank war ablesbar, das die 'Siemensindianer'* quasi mit ihren Spareinlagen, den Bau einer neuen Halle mit halb- oder vollautomatischer Produktionsweise 'bezahlten'. Sie bevorschussten und bezahlten ihre eigene Wegrationalisierung! Jedoch alles so zusammen geraffte Geld, reichte nicht für die gesamte geplante technisch - wissenschaftliche Revolutionierung** der Wirtschaft. Denn das durch die Arbeitsplatz-Weg-Rationalisierungswelle in die 'Kassen' fließende Geld floß ja nach Fertigstellung der neuen Anlagen.

* Bei Siemens beschäftigte
**Niemand hat etwas gegen Revolutionen in Unserem Land mit den ollen Franzosen gesagt: "Personne n'a rien contre les révolutions" gemeint ist in Latein kurz:
"qui beneficia".

WIE DAS FEHLENDE KAPITAL ZUSAMMEN KAM !
ODER WIE DIE VIELEN LEBENSLÄNGLICH BEKAMEN!
Eventuell wäre es mir nicht einmal aufgefallen, wenn ich nicht im Bauhauptgewerbe tätig gewesen wäre. Es war Winter, viele Grade Celsius unter Null und ich war auf Schlechtwetter. Das bedeutete die Schlechtwetterkasse zahlte mir so 60% vom normalen Lohn und ich sah Vormittags schon 'Fernsehen'. So kam ich in den Genuss, die Beerdigung eines Bankers, live im TV verfolgen zu können. In guter Erinnerung blieb mir eine besonders salbungsvoll vorgetragene Grabrede, ich zitiere aus dem Gedächtnis: "....wir wollen an dieser Stelle auch würdigen -- das 'er' einer der ersten war,- der den immensen Vorteil - des Kleinkontenverkehrs für uns erschlossen hat......".

Na ehrlich es dauerte, bis ich mir den Sermon gedanklich übersetzt hatte, erschwerend für mich war, ich hatte mein sog. Lohn- bzw. Gehaltskonto bei der Postbank eingerichtet, weil dort das Konto nicht überzogen werden durfte (das wurde erst später da eingeführt).

Es machte doch noch Klick bei mir, der Grabredensalbaderer, meinte schlicht und ergreifend die Tatsache(3.), das über die Zwangseinrichtung von Lohnkonten und dem von der Bank eingeräumten sog. Dispokredit, bei dessen Inanspruchnahme automatisch vom Arbeitnehmerlohn bis 13% an die Bank gingen. Bei der sog. darüber hinaus geduldeten Kontoüberziehung sind es sogar bis 19%.

Kurz und knapp, Lohn- und Gehaltskonten Inhaber konnten also einmal bis maximal 3 Gehälter verprassen und gaben dann an die Bank bis zu 19% ihres Monatslohnes ab! Wahrhaftig ein lohnendes Geschäft für die Bänker!
Für Arbeitende kam zur elendiglichen Lohnsklaverei***, nun noch eine neue Zinsknechtschaft hinzu! Für viele Lebenslänglich!

NOCH SCHNELL EINE NEUE STEUER ERFINDEN
ODER DER ENDVERBRAUCHER ZAHLT ALLES
Am späten Nachmittag, so eine Woche vor Weihnachten, betrat ich meine Stammpinte, die Goldfischbar in Charlottenburg. Gerd der Wirt saß allein hinter dem Tresen. Er drückte gerade auf die Taste einer Rechenmaschiene. Eine die so einen Papierstreifen oben ausspuckte. "Echt ärgerlich" murrte er, ehe er die Frage stellte, "wie immer?" Ja klar sagte ich, was hast du denn für ein Problem?
Es ist zu blöd behauptete Gerd, ich versuche die Mehrwertsteuer, die ab 1. Januar 1968 anfällt, auf meine Preise aufzuschlagen und dabei entsteht ein Problem!
Naja fragte ich, wie denn das? Nun ganz einfach erklärte Gerd, nimm an ein Bier kostet jetzt 100 Pfennige, bei sagen wir 10% Mehrwertsteuer, damit ich die nicht tragen muß schlage ich sie auf den Preis drauf! Naja meinte ich dann kostet also das Bier 110 Pfennige. Ja schon- sagte Gerd, aber blöd ist, das ich ja dann auf 110 Pfennig Steuer zahlen muß. Ich begriff was der Zeitungsschreiber damit meinte,
der im Telegraf (Der SPD nahestehende Tageszeitung-schon lange pleite) geschrieben hatte, die Mehrwertsteuer ist vor allem eine Endverbrauchersteuer.
In sämtlichen Ketten, Fabrik - Großhandel - Einzelhandel werden die Prozente einfach aufgeschlagen und weitergereicht, nur wer quasi kauft und das gekaufte trinkt oder isst, ist absolut, gelackmeiert er zahlt die Gesamtrechnung! (4)

WEITERE EINNAHMEQUELLEN
Die Soziale-Krankenversicherung wurde zugunsten privater Profiteure ausgehöhlt, von sog. Versicherungsexperten wurden den Polit-Dummys im Parlament Gesetze entworfen, die es den Besserverdienenden ermöglichten, von der solidarischen Versicherung aller, zu für sie billigeren Privatkassen zu wechseln. In der AOK-Versicherung verblieben, Geringverdiener, Rentner, Väter mit Frau & vielen Kindern- wobei ja Frau & Kinder nix zahlen (sie sind mit versichert) und natürlich alle Kranken & Insassen von Nervenheilstätten sowie Knästen. Nicht zu vergessen ehemalige Selbstständige, inzwischen pleite & zu Sozialhilfeempfängern 'aufgestiegen' fielen der AOK als 'Kunden' zu. Mit dem Zustrom 'neuer' Millionen Geringverdiener bzw. Arbeitsloser, beim Anschluss der ex-DDR, war es allein mit Beitragserhöhungen nicht mehr machbar, den Zuammenbruch des nun maroden System's auf zu halten. So hatte es in den 5 neuen Ländern ohne Ostberlin, allein im Jahr 2007 noch 1.029.444 (rund 1,03 Mio.) Arbeitslose. Der allgemein steigende Missbrauch der Solidarkassen, seitens der Politdummy's , die Kassen mit Versicherungsfremden Leistungen zu überfrachten führt direkt in den Konkurs. Den Abzuwenden wurden drastische Leistungskürzungen schon kurz nach dem Anschluss der DDR eingeführt, Zuzahlung bei Medikamenten. Versicherungsteile wurden ausgegliedert in die jetzt sog. Pflegeversicherung, die auch schon wieder vorm Konkurs steht. Bei Zahnersatz zahlt der 'Versicherte' bis zu 60% und mehr selbst. AOK Zuzahlung bei Sehhilfen?, es ist tatsächlich so, dass die Krankenkassen überhaupt nichts mehr zuzahlen. Zu jedem Quartal sind 10.-€ Eintrittsgeld in die Arztpraxis zu zahlen.... Hinzu kommt die Überlastung der Rentenkassen mit Versicherungsfremden Leistungen.....: "ick will jetzt nich mehr, schreibt den fehlenden Rest gefälligst selbst dazu!"

MIR BLEIBT DIE STILLE VORFREUDE AUF DEN SEPTEMBER 2011 IN BERLIN

Und zwischendurch die CDU einfach hängen lassen!
Stefan Strauss freute sich über das satirische Verständnis für ein illegales Wahlplakat. Stefan Strauss: "Ach, könnte sich doch mal die ganze Stadt am harmonischen Umgang der Parteien in Pankow orientieren. Wie stressfrei wäre der bevorstehende Wahlkampf".

Vor ein paar Wochen stand in der Zeitung, die CDU in Pankow habe mit dem Wahlkampf begonnen. Ein unbekannter Kandidat warb entgegen aller Absprachen auf 120 Plakaten für sich und nicht, wie vereinbart und genehmigt, für das Wasser-Volksbegehren. Die frühzeitige Werbung ist illegal, ein "Missbrauch demokratischer Rechte". Nun muss der CDU-Mann mehrere tausende Euro Geldstrafe zahlen.

Das wäre ein gefundenes Fressen für die anderen Parteien gewesen, doch ausgerechnet Linke, SPD und Grüne fordern, das Plakat solle doch hängenbleiben, es habe einen "unbestreitbar erzieherischen Wert", es bereichere das Stadtbild. "Schönheit vor Recht" heißt die kulante Regelung der Gegner.
Die Plakat-Befürworter freuen sich über ihren Humor, die CDU nimmt's sportlich, der Kandidat muss zahlen.

Und was bleibt von dieser Aktion? Die in der Politik oft vernachlässigte Fähigkeit zu Ironie, es gibt kein Gekläffe, keine Polemik, der Umgang mit der CDU ist entspannt. Aber behandelt man so einen ernstzunehmenden politischen Gegner? Eigentlich nicht. Und so ist "Hängen lassen!" eben keine großzügige Geste der Konkurrenz, sondern ein vernichtendes Urteil.
Also ein Akt besonderer Niedertracht?

(Tschuldigung liebe Leser, auch als Berliner weiß ich es nicht. Also ehrlich auch als Kreuzberger, ich weiß es wirklich nicht, ob die CDU in Pankow noch über die 5% kam? googelt mal schön selber!)

- IN STILLER VORFREUDE AUF DEN SEPTEMBER IN BERLIN -
- UND DANN IM JAHR 2013 IN GANZ DEUTSCHLAND -
- ENDLICH ALLE POLITIKER: 'AN DIE LATERNEN' -

(1.) doku.iab.de/mittab/1989/1989_2_mittab_lampert.pdf
(2.) Zunächst nach dem sogenannten ,312-DM-Gesetz", später nach dem .624-DM-Gesetz" und seit dem Jahre 1984 nach dem "936-DM-Gesetz". (<www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1994/0616/wirtschaft/0002/index.html>)
(3.) 17.9.1968. Die Großbanken der Bundesrepublik gewähren künftig auch Inhabern von Lohn- und Gehaltskonten Überziehungskredite. ...
www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1968&amp;month=9&day=17
(4)Die Entwicklung der Mehrwertsteuer
Am 26. April 1967 beschloß der Bundestag die Einführung der Mehrwertsteuer zum 1.1.1968.
Für bestimmte Güter wie Lebensmittel und Bücher gilt ein verminderter Steuersatz. Über einen Zeitraum von fast 40 Jahren stiegen die Steuersätze von 10 auf 16 beziehungsweise von 5 auf 7 Prozent.
Die letzte Anhebung zum 1. April 1998 sollte dazu dienen, den drohenden Anstieg des Rentenbeitrages zu verhindern. Im Folgenden eine Tabelle der Entwicklung der Steuersätze seit Einführung der Mehrwertsteuer.

1.01.1968 - 30.06.1968: 10 / 5 Prozent (ermäßigter Steuersatz)
1.07.1968 - 31.12.1977: 11 / 5,5 Prozent
1.01.1978 - 30.06.1979: 12 / 6 Prozent
1.07.1979 - 30.06.1983: 13 / 6,5 Prozent
1.07.1983 - 31.12.1992: 14 / 7 Prozent
1.01.1993 - 31.03.1998: 15 / 7 Prozent
1.04.1998 - 31.12.2006: 16 / 7 Prozent
1.01.2007 - : 19 / 7 Prozent
1973 mit Einführung des Umsatzsteuergesetzes kurz USt. heißt die Mehrwertsteuer eigentlich wieder Umsatzsteuer!

www.rentenreform-alternative.de/versichfremd.htm
derhonigmannsagt.wordpress.com/2010/10/12/rentenkassen-plunderkatalog-nur-bis-2002/
Alu: www.adecco-stiftung.de/pdf/8_SELL.pdf

***Lohnsklave bedeutet, wenn du Wohnung und Essen willst, verkaufst du einen Monat lang deine Arbeitskraft (AK), um das bezahlen zu können. Wenn du alles gekauft bzw. bezahlt hast, wie Versicherungen, Seife, Waschpulver, Fahrgelder, Kultur, Zigaretten und Bier stellst du fest, es ist fast nix übriggeblieben. Du musst im nächsten Monat wieder deine AK verkaufen... im nächsten.........im nächsten......usw.
In dieser Abfolge begegnet einem Menschen mehrmals das Problem Henne/Ei oder Katze beisst sich in den Schwanz: So will der Hauswirt seine Miete im voraus. Jeder gewerbsmässige Verkäufer gibt dir seine Waren nur gegen Bargeld. Die Firma, also der Sklavenhändler an den du deine AK verkaufst, bezahlt sie dir jedoch erst nach frühestens einem Monat.

20:44 26.07.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

alimente69

"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das was wir nicht tun." Jean Baptiste Moliere
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