Gedächtnislücken der Arbeiter-Radfahrerklasse

Geschichte Arbeitersport in Deutschland? Bitte ergänzen.
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Die Arbeiterklasse "ist wieder da".

Aber die Chronik der ersten zwanzig Jahre Arbeiter-Radfahrer-Bund "Solidarität" in der Wikipedia ist lückenhaft. "Freiheit" ist jüngst dazu gekommen. In der Kategorie Arbeitersport gibt es schon viel Fußball. Und dann gibt es noch Arbeitersport in Deutschland. Arbeiter-Radfahrerinnen hat es auch gegeben, das stand 1912 schon im "Vorwärts"!

Was immer Sie noch darüber wissen: Bitte ergänzen.

(Arb.B) stand im Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897 z.B. für gehört zum Arbeiter-Radfahrerbund „Solidarität.“ Ein Potrait des jungen Radfahrerbundes steht dort auch:

Der Bundesbeitrag für 1896/97 beträgt 15 Pfg. pro Monat; das Eintrittsgeld beträgt 50 Pfg. Jedes Bundesmitglied erhält ein Bundesabzeichen und das Bundesorgan unentgeltlich. Zum A. R.-B. gehören 64 Vereine mit 1556 Mitgliedern. Bundesvereine bestehen an folgenden Plätzen: Altenburg, Apolda, Arnstadt, Bant, Berlin, Braunschweig, Bremerhaven, Breslau, Cannstadt, Cassel, Darmstadt, Dessau, Dresden, Dr.-Löbtau, Eisenberg. Elmshorn, Forchheim, Frankfurt a. M., Fürth, Gera, Giessen, Halberstadt, Hamburg, Hamburg-Barmbeck, Halle a. b., Hameln a. W., Harburg, Hartha, Heilbronn, Helmstedt, Hildesheim, Hilmsdorf, Hof, Horn b. Hamburg, Karlsruhe, Kiel, Königsberg, Kuhser b. Neusalz a. O., Lägersdorf, Leipzig, Lichtenau, Lübeck, Ludwigsburg, Ludwigshafen a. Rh., München, Mannheim, Magdeburg-Sudenburg, Magdeburg-Wilhelmstadt, Neumünster, Niedermörlen, Offenbach a. M., Ottensen-Altona, Pfungstadt, Soltau b. Hann, Stettin-Grünhof, Stuttgart, Weissenfels a. S., Wilhelmsburg b. Hamburg, Wilhelmshaven, Wurzen. (Genaue Adressenangaben siehe unter den genannten Plätzen innerhalb des Verzeichnisses der Vereine!)

Als Optimist gehe ich davon aus, dass irgendwer irgendwo schon dazu geforscht und geschrieben hat – auf bedruckbares Papier. Und ja, man könnte und müsste sich diese Bücher bestellen (Fernleihe), lesen (ohne Bildschirm) und dann mit diesem Wissen neue Wikipedia-Artikel (online) stricken. Das alles würde ich heute aber gern ergoogeln und vor allem aber: verlinken können. Dass die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung so manches scannen lässt, ist da eine Hilfe, denn die alten Arbeiter-Radfahrer stecken heute im Bibliothekskatalog, aber auch in der Leipziger Volkszeitung, die in Dresden digitalisiert wurde.

06:17 04.08.2017
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Jens Bemme || Veloimker: Tourenbuch- und Fernwehforschung – alte und neue Gemeinschaften. - CC BY 3.0 de -
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