Der kleine (SPD)Mann wird's niemals verstehen

Nachruf Die kleinen Leute laufen auch diesmal vertrauensvoll gegen die Wand. Das GroKodil wird wieder lüstern schmatzen und am Ende wundern sich wieder alle über seinen Appetit
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Sie können nicht lernen, sonst wären sie keine Sozialdemokraten. Sie wollen um jeden Preis an der Macht sein, als würde die Erde sowieso in ein paar Jahren von der Sonne gefressen werden. Sie glauben naiverweise, sie könnten die Regierung deutlich mitgestalten.

Sie sind und bleiben Marionetten der Macht, Verwalter des Kapitalismus, Funktioniäre der Spaltung.

Sie werden nicht müde zu wiederholen, dass ihr singuläres Mitglieder-Votums die Demokratie bereichert. Ein Wunder, dass die Öffentlichkeit nicht in ein apokalyptisches Hohngelächter ausbricht. - Dicke, saturierte Phrasendrescher wollen für den kleinen Mann da sein und werben und werben, natürlich nicht um ihre Zukunft, sondern für das Land und den kleinen Mann, und er glaubt es, der kleine Mann glaubt es, er nickt staatstragend zum Dank dafür, dass man mit ihm redet und ihm die Möglichkeit einräumt, auch nicht zu nicken und damit die Sozialdemokratie endgültig zu stürzen.

Der kleine SPD-Mann hat die Drohung verstanden. Die Partei wird der CDU erneut zur Macht verhelfen.

Es geht natürlich nicht um Inhalte: es geht um die Gier nach Macht, eine sehr irrationale Gier, die sich mit solchen abgedroschenen Idealen wie "Stabilität", "Chance", "Zuversicht" zu rechtfertigen sucht. Die SPD wird mit ihren gegenwärtigen Köpfen niemals wieder eine glaubwürdige, sozialdemokratische Politik machen können. Sie wird in der Großen Koalition restlos verdünnen zu einem farblosen, charakterlosen, und bald schon kaputtkoalierten Steigbügelhalter für die konservativen Kapitalisten.

Heute ist ein trauriger Tag. Dem kleinen SPD-Mann widme ich deshalb dieses Lied.

http://www.youtube.com/watch?v=oXMx8OW32Bs

"Folks, I'm goin' down to St. James Infirmary,
See my baby there;
She's stretched out on a long, white table,
She's so sweet, so cold, so fair. "

16:10 14.12.2013
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Geschrieben von

Rael

Der Künstler begeht nie einen Mord, er ist feige und schlaff. er kriegt noch nicht mal mit, dass Frühling ist. - Alina Vituchnovskaja
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Rael

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