RE: Lasst es sein und geht! | 15.03.2019 | 14:41

Wer gestern, wie ich, mal in phoenix versucht hat "indoor"-Luft zu schnuppern und sich die "Debatte" vor der nächsten Abstimmung anzuhören antun wollte, der hat nicht lange durchgehalten. Abgesehen von der unterirdischen Silmultanübersetzung, war das was gesagt wurde, beschämend. Einer meinte, das hohe Haus erinnere ihn an die Muppet-Show. Ein Anderer schwadronierte von Traditionen, die man respektieren müsse und meinte damit die Verpflichtung, das Ergebnis des Referendums zum Brexit umzusetzen und das man es der Regierung daher nicht gestatten sollte, dasselbe Abkommen mehrmals zur Abstimmung zu stellen. Er vergaß dabei selbstredend einen eigenen mehrheitsfähigen Vorschlag zu unterbreiten, der sowohl auf der Insel, als auch in Brüssel Bestand haben könnte. Der laberte und laberte vor fast leerem Haus, also quasi im Selbstgespräch, bis sich dann der Saal langsam füllte und Mr. Speaker mit heiserer Stimme "Ordnung" brüllte. Ich glaube der Beitrag mit der Muppetshow, war der Beste.

RE: Lasst es sein und geht! | 13.03.2019 | 15:04

Vertrauen in Parlamentarier, die die Stimmung in UK zum Zwecke des Ausscheidens aus der EU vergiftet und ihre Bürger/Wähler masiv belogen und betrogen haben? Da habe ich massive Zweifel. Und damit wir uns richtig verstehen - ich bin auch für grundlegende Veränderungen, insbesondere bei den Grundlagen dieser EU. Das rechtfertigt aber keinen Betrug an den Wählern und dem sich Schlagen in die Büsche bei den führenden Brexitiers der Tories.

RE: Lasst es sein und geht! | 13.03.2019 | 14:51

Dieses Trauerspiel, dass sich in "Little Britain" nunmehr seit fast drei Jahren abspielt, sucht seines Gleichen in der Geschichte. Das Pack, dass sich Parlament auf der Insel nennt, ist unerträglich und seine Prime Minster(in) wohl das Unfähigste, was den Insulanern der Neuzeit an der Spitze der Regierung zugemutet wurde. Leider ist die Wirtschaft der EU und des Insulaner-Königinnenreich dermaßen eng verwoben, dass es nur Verlierer eines No-Deal-Brexits geben würde. Aus dieser Konstellation schöpfen die Brexit-Demagogen ihr Erpressungspotential und haben nicht aufgegeben, Zugeständnisse zu fordern, das die EU-Oberen nur geben könnten, wenn sie bereit wären, den Zerfall der Union in Kauf zu nehmen.

RE: Schmeichel- und Streicheleinheiten | 01.03.2019 | 15:24

Wenn Trump geglaubt hat, Kim würde seinen Verhandlungstrumpf für einen Null Ouvert herreichen, ist er dümmer, als alle Welt ohnehin schon glaubt. Und natürlich allediejenigen, die hinter ihm die Strippen ziehen, einbegriffen. Die nukelare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel ist zu haben, allerdings nur für ein gleichartiges Entgegenkommen der Amis und ihre Verbündeten in Südkorea.

Mit anderen Worten: Rücknahme der Sanktionen, Abzug der amerikanischen Truppen aus Südkorea und Friedensvertrag.

RE: Kommst du nach Sparta | 28.02.2019 | 11:17

Lutz Herden beschreibt den Zustand der us-amerikanisch-vietnamesischen Beziehung sehr zutreffend. Und es muß eine weitere Genugtuung für das vietnamesische Volk sein, den obersten Führer der Kriegsverbrechernation USA und den Führer des befreundeten Nordkorea, der sich ebenfalls dem Hegemon nicht beugen wird, zu Gast zu haben. Wenn nun von den westlichen Staatsmedien gemeldet wird, der Gipfel sei ohne Ergebnis zuende gegangen, so heißt das noch lange nicht, das der Gipfel ohne Ergebnis zuende gegangen ist.

RE: Ende des Lateins | 28.02.2019 | 10:48

Was diese Regierung selbstverständlich nicht davon abhält, diesen kriminellen Verein zu sponsern und in seinem Namen Geld von den Bürgern einzutreiben. Wo bleiben denn die wirtschaftlichen Sanktionen, mit denen man Mißliebige gerne zur Räson bringen möchte? Wo ist die Meßlatte, die man bei Anderen gerne anlegt, um denen die westlichen "Werte" aufzudrängeln. Hier wäre mal die Gelegenheit, ein Exempel zu statuieren, um der Welt zu beweisen, was diese Werte tatsächlich wert sind. Wird selbstverständlich nicht passieren, da diese kirchliche Einrichtung zur Erhaltung des hiesigen Machtsystems dringendst benötigt wird. Vor dem Gesetz sind Alle gleich? Wer hat denn Justitia in diesem und ähnlichen Fällen die Augenbinde stiebitzt?

RE: Ende des Lateins | 28.02.2019 | 10:37

Diese "Institution" verhält sich wie eine krimminelle Vereinigung, was sie vermutlich auch ist.

RE: Pipeline-Projektionen | 16.02.2019 | 17:46

Bei diesem Projekt zeigt sich wieder einmal, wie wenig souverän die deutsche Regierung agiert und wie sie vor den Drohungen des Hegemons einknickt. Der jetzt angeschobene Import von dreckigem und teueren Flüssiggas, gewonnen durch eine die Umwelt vergiftende Technologie, ist an Leisetreterei und Schleimerei nicht zu überbieten. Man liegt im Staub vor den Drohungen einer aggressiven Administration und beschwört, im Dreck liegend, dennoch die angebliche Alternativlosigkeit transatlantischer "Freundschaft". Es wird einem übel, Merkel und Konsorten bei ihrem Handeln zu beobachten.

RE: Am Abgrund | 13.02.2019 | 15:56

"May räumte ein, dass eine Zollunion ihr möglicherweise eine Mehrheit im Parlament bringen könnte – allerdings auf die ernsthafte Gefahr hin, ihre Partei zu spalten. Unterstützt wurde diese Einschätzung durch die Ankündigung der Chefsekretärin des Schatzsamtes Liz Truss, in einem solchen Falle zurückzutreten."

Wow, wenn die Chefsekretärin mit Rücktritt droht, dann kann man die Vorschläge Corbyns selbstverständlich nicht akzeptieren. Die Meinungen der Sekretärinnen wird hoch gehalten in Great Britain, nicht das die Schatzmeisters ihre Majestät zum Schluß ihren Kaffee alleine kochen müssen.

RE: Zwei vor zwölf | 09.02.2019 | 09:35

Solange in der westeuropäischen und vor allem der deutschen Politik nicht der Automatismus beim Beispringen zu US-amerikanischer Interessenspolitk beendet wird und sich Souverenität, statt Vasallentum durchsetzt, solange wird Deutschland nur eine untergeordnete Rolle im weltweiten Interessensausgleich spielen. War es früher ein Konflikt zwischen zwei unterschiedlichen Gesellschaftssystemen, leiden wir heute wieder unter der uralten Rivalität kapitalistischer Staaten. Was also, hat uns die politische Wende gebracht, wenn man es mal auf die Frage von Leben und Überleben reduziert? Und komme nun niemand auf die Idee, von "Demokratie" zu schwadronieren.