OTPOR/Ukraine – Revolution oder Verschwörung?

Ukraine Die anhaltenden Unruhen in der Ukraine weisen deutliche Parallelen zur „Orangenen Revolution“, der „Rosenrevolution“ und dem „Arabischen Frühling“ auf – Zufall?
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Sind hier wieder die gleichen Kräfte am Werk, die für die Demonstrationen in Georgien 2003, Ukraine 2004, Syrien und Ägypten im Jahr 2011 verantwortlich waren? Das ist zumindest das, was man aus der Tatsache, dass man in der Ukraine die gleiche Vorgehensweise und exakt gleiche Flugblätter wie in Syrien (übersetzt in kyrillischer Schrift) gefunden hat, annehmen könnte.

Glaubte man 2004 den Medien, so hatte sich die ukrainische Revolutionsbewegung als Ergebnis einer spontanen Volksbewegung für Freiheit und Demokratie gebildet, die sich gegen ein korruptes Regime richtete. Eine wirklich kritische Berichterstattung diesbezüglich, fand damals aber genauso wenig statt wie heute! Niemanden scheint es zu interessieren wer und was heute wie damals dahintersteckt... und das, obwohl längst bekannt war, dass dort nur ein Plan ausgeführt wurde...

Seltsamerweise fanden und finden nur in den Ländern „Revolutionen“ statt, wo entweder das strategische Interesse oder die Einverleibung der dortigen Bodenschätze im Vordergrund stehen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben leider schon oft genug gezeigt... kann man wirklich davon ausgehen, dass man "ständig" einer "humanitären Katastrophe" entgegenwirken will? In den meisten Fällen, ging es der Bevölkerung vor der Intervention der USA und Nato besser als danach!

Dabei spielt es offensichtich auch keine Rolle mehr ob die Kriege völkerrechtswidrig sind, selbst Deutschland beteiligt sich zunehmend an solchen Angriffskriegen - Jugoslawien, Irak, Afghanistan! So haben im September 2005 in einem höchstrichterliches Urteil, die Richter des Bundesverwaltungsgerichts begründet, dass der Angriff der USA und ihrer Alliierten auf den Irak eine eindeutig völkerrechtswidrige Aggression waren. Sie haben auch akribisch nachgewiesen, dass die Bundesregierung im Gegensatz zu ihren öffentlichen Beteuerungen dabei Beihilfe geleistet hat... Die Medien berichteten natürlich nicht darüber!

In der Urkraine geht man etwas anders vor, "der Russe" ist ja schließlich auch noch da...

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Der Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch, weigerte sich das Assoziierungs- und Freihandels-abkommen mit der EU zu unterzeichnen, somit ist er für den Westen als „Türöffner“ zu Russland aus dem Spiel – ein neuer Präsident muss schleunigst her... Klitschko?

Der amerikanische Autor William Engdahl schreibt seit 30 Jahren über Washingtons geheime Geopolitik und verfügt über ausgezeichnete Kontakte bis hinein in die US-Geheimdienste. Er ist sich sicher, Gruppierungen wie CANVAS (vormals OTPOR) führen lediglich Pläne aus um Regime zu stürzen. Die Staaten auf die sie es abgesehen haben, sind genau die Staaten die auf einer geheimen Pentagon-Liste für Destabilisierung und Regimewandel stehen, so Engdahl.

Dem ORF gelang es, Verantwortliche und „Revolutionstrainer“ vor die Kamera zu bekommen, OTPOR - die Revolutionsprofis

So ist es auch nicht weiter verwunderlich das die US-Senatoren John McCain und Chris Murphy im Dezember 2013 das Camp der ukrainischen Opposition besuchten und den Regierungsgegnern Mut zusprachen. „Wir sind da, um euch und euren friedlichen Prozess zu unterstützen“, sagte McCain vor mehreren Tausend Demonstranten auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz. „Die Zukunft der Ukraine liegt in Europa und die USA unterstützen diese Wahl“, äußerte Murphy. Zwischenzeitlich waren auch zahlreiche deutsche und europäische Politiker vor Ort und übten „die Einmischung in Angelegenheiten souveräne Staaten“.

Für die Einmischung spricht auch die Tatsache das Gelder auf beiden Seiten geflossen sind um „Demonstranten“ auf die Strasse zu bringen. Dafür spricht auch, dass sich die „Demontrationen“ bis vor kurzem ausschließlich auf diesen Unabhängigkeitsplatz beschränkte. So berichten unabhängige Journalisten: „ein paar hundert Meter davon entfernt spielt sich das ganz normale Leben ab“, das Volk scheint diesmal nicht zu wollen...

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass im Zuge der EU-Ost-Erweiterung immer mehr „Wackelkandidaten“ aufgenommen wurden obwohl klar war, dass sie früher oder später auch von den Steuerzahlern gestützt werden müssen. Es geht offensichtlich nur darum, den Gürtel um Russland enger zu ziehen.

OTPOR – die Spezialisten für farbige Revolutionen aller Couleur

Die Finanzierung von Otpor ist selbst bei Wikipedia kein Geheimnis..., sie erfolgt über ein Geflecht von westlichen Organisationen, hierzu zählen unter anderem:

  • National Endowment for Democracy (NED), vorwiegend über das US-Außenministerium finanziert. Alleine 80 Millionen Dollar im Haushaltsjahr 2006.
  • National Democratic Institute (NDI), Vorsitzende ist die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright.
  • Republican Institute (IRI), unterstützt Otpor seit Juni 1997.
  • Freedom House, unter der Leitung des ehemaligen CIA-Direktors James Woolsey.
  • Open Society Institute International Renaissance Foundation.
  • Committee on the Present Danger (CPD), unter der Leitung des ehemaligen CIA-Direktors James Woolsey.

Der Vergleich des amerikanischen „Journal“ zwischen der Lage in der Ukraine heute und den Balkankriegen der 1990er Jahre weist auf die Risiken hin, die die rücksichtslose Politik der USA und der EU in der Ukraine birgt: den Ausbruch von Stellvertreterkriegen zwischen der Nato und Russland, und sogar einem direkten militärischen Zusammenstoß zwischen der Nato und Russland - wozu es 1999 während des Kosovokrieges am Flughafen von Pristina beinahe gekommen wäre.

Aber vielleicht will man genau das erreichen... damit die Nato auch hier aus „humanitären Gründen“ eingreifen kann...

Die Profiteure sind also bekannt, umso erstaunlicher ist die einseitige Berichterstattung hinsichtlich der Gefahr für uns alle!

17:55 29.01.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
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