RE: Je größer die Büchse, desto größer der Unsinn | 22.02.2018 | 06:19

Das janusköpfige BGS Konzept war gar nicht schlecht. Die Militarisierung ist eher ein Problem und führte bereits in Gladbeck zu einem Gegeneinander der Landesbehörden und dazu dass die GSG9 erst spät - zu spät - abgerufen wurde und zu allem Überfluss NRW Innenminister Schoor dann noch unbedingt den Pokal mit heim nehmen wollte - die Sache ging schief, eine Geisel wurde getötet, die andere verletzt. Das SEK wurde zu dem Zugriff gezwungen obwohl es nicht wollte. Wenn die Länderpolizeien alle ihre Infanterie bekommen wird man sich auch fragen müssen ob diese dann nicht den Kombattantenstatus bekommen sollten - etwas das Polizeifunktionäre wohl aufgrund der Erfahrungen des WKII immer zurückgewiesen haben, damit wollte man eigentlich nach 1945 nichts mehr zu tun habe. Selbst das relativ kleine Österreich trennt normales Polizeihandwerk und Paramilitär weitgehend, dort ist das EKO Cobra für derlei Einsätze zuständig, das man quasi als Restgendarmerie ansehen kann und das heute nicht Teil der normalen Polizeiorganisation ist - es bildet in der österreichischen Terminologie einen eigenen Wachkörper. Das EK Cobra ist denn auch eher Paramilitär, zuständig ist es auch für "Sonderlagen im Ausland". Früher trugen die Cobra Beamten denn auch die Rangabzeichen des Bundesheers, heute tragen Cobra Beamte einen Einheitenpatch und das Hoheitszeichen anstatt des Bundesdienstwappens. Mir scheint als ob die Innenminister der Länder hier gerade ihre Privatarmeen aufbauen und ihre Freude am Spiel mit den Zinnsoldaten haben. Das Geld sollte im Polizeibereich besser für andere Zwecke ausgeben - beim Übungsschießen eimal angefangen. Umgekehrt war die Verpolizeilichung des BGS eine von vielen Fehlleistungen Schilys - auf die der sicher bis heute noch stolz ist.

RE: Ich fühl mich meditativ | 28.10.2013 | 11:56

meines Erachtens steckte da im Buch sogar mehr. Man hätte die Gothic Elemente mehr herausspielen sollen, was Graf ja in "Frau Bu lacht" (Jurist als Mad Scientist) gemacht hat. Das Buch bedient sich einerseits bei Poe, andererseits aber auch bei Poes Vorlage "Das Majorat" von ETA Hoffmann. Da kam mir einiges zu hip und überdreht vor. Klar, das ist München in seinen Invierteln immer gewesen, auch wenn die Zeiten als in München und Wien der Kommissar umging schon eine Weile her sind.

RE: Ich fühl mich meditativ | 28.10.2013 | 11:52

meines Erachtens steckte da im Buch sogar mehr. Man hätte die Gothic Elemente mehr herausspielen sollen, was Graf ja in "Frau Bu lacht" (Jurist als Mad Scientist) gemacht hat. Das Buch bedient sich einerseits bei Poe, andererseits aber auch bei Poes Vorlage "Das Majorat" von ETA Hoffmann. Da kam mir einiges zu hip und überdreht vor. Klar, das ist München in seinen Invierteln immer gewesen, auch wenn die Zeiten als in München und Wien der Kommissar umging schon eine Weile her sind.

RE: Ich fühl mich meditativ | 28.10.2013 | 11:52

meines Erachtens steckte da im Buch sogar mehr. Man hätte die Gothic Elemente mehr herausspielen sollen, was Graf ja in "Frau Bu lacht" (Jurist als Mad Scientist) gemacht hat. Das Buch bedient sich einerseits bei Poe, andererseits aber auch bei Poes Vorlage "Das Majorat" von ETA Hoffmann. Da kam mir einiges zu hip und überdreht vor. Klar, das ist München in seinen Invierteln immer gewesen, auch wenn die Zeiten als in München und Wien der Kommissar umging schon eine Weile her sind.

RE: Halleluja! Der Papst ist links! | 17.08.2013 | 17:02

Der Mann ist ein konservativer Reformpapst wie einige vor ihm. In der Drogenfrage vertritt er eine konservative Position, allerdings muss er eigentlich den Drogenhandeln geisseln, da bleibt ihm vom moralischen Standpunkt nichts anderes übrig - aber er hätte es anders formulieren können. Zumal die Gegenseite moralisch keinen höheren Standpunkt beanspruchen kann - alles Verbrecher! Der war 0n drugs ist ein Krieg, ein schmutziger Krieg noch dazu. Der Mann ist allerdings Seelsorger und vielleicht weniger narzistisch wie große Teile der heutigen Kirchenfunktionäre. Aus der Sicht vieler Katholiken hätte man diesen Mann wohl schon früher gebraucht, Benedikt war ein Mann der feinsinnigen Theologie, aber auch des Stillstands. Wirklich Linke bringt dieser Apparat wohl nicht hervor. Und gewisse Phantasien können sich die Linkskatholiken noch auf lange Sicht abschminken, wie das Priestertum der Frau. Immerhin spricht Franziskus hier von einer verschlossenen Tür - eine verschlossene Tür kann man aber öffnen, ein Indiz vielleicht dass Franziskus selbst das Frauenpriestertum nicht als theologische Unmöglichkeit ansieht. Angesichts der Probleme die das Thema aber im Protestantismus immer noch aufwirft dürfte klar sein dass Franziskus hier eine Büchse der Pandora öffnen würde.