rama

1953 geboren, Dipl.-Journalist, Redakteur. Aktiver Gewerkschafter, Naturfreund. Was ich an mir selbst am ehesten schätze: noch immer ziemlich neugierig, der Solidarität noch nicht abgeschworen und für das hohe Alter (hoffentlich) noch wenig zynisch.
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RE: Eine echte Lachnummer | 02.12.2016 | 19:37

Auch das wär nicht weiter schlimm. Die solide ausgerechneten Voraussetzungen einer Rentenreform, die diesen Namen verdient, sind aber inzwischen Legion. Der spätestens seit der Hartz-Ära umlaufende Aberglaube, anständige Renten seien wegen des demographischen Wandels nicht finanzierbar, ist interessegeleitetes Geschrei, das keiner Überprüfung standhält.

RE: Eine echte Lachnummer | 02.12.2016 | 19:24

Zunächst mal bin ich sehr enttäuscht vom Beitrag, vor allem am Ende, der dann in diese peinliche Umfrage mündet. Zur Sache: natürlich bleibt die Rente finanzierbar. Einbeziehung weiterer, möglcihstaller Einkommensarten, Beitrag nach deren Höhe, Deckelung der Leistung beim Doppelten des Median - schon geht die Rechnung mehr als auf. Frau Nahles aber agiert im Sinne von Kapitaldeckung und Umwandlung von Lohn in Versicherungsprämien, obwohl dieser Weg immer wieder grandios gescheitert ist.

RE: Schön wird's vielleicht trotzdem | 01.01.2012 | 21:40

Ein typisches Werk aus dieser Kategorie der Rundschlag-Leitartikel zu jeweiligen Anlässen (Jubiläen und Jahreswechseln), die niemand braucht außer dem jeweiligen Leitartikler für die Pflege seines Ego.

RE: Ein gewisser Hang zum Vollstrecker | 31.07.2011 | 01:49

Ach, könnte ich so hervorragende Artikel gelegentlich bei der Berichterstattung über deutsche Politik lesen - ich wäre begeistert.

RE: Wo der rechte Rand verläuft | 29.07.2011 | 17:14

Tolle Leistung, Matthias Brodkorb und Redaktion. 97 mal bei Facebook gepostet, ich empfehle, mal nachzugucken, von wem. Der Herr Böcker ist nich irgendwie ein bisschen rechtskonservativ, er findet sich in dem Milieu, in dem Elitarismus, Nationalismus etc. halt in intellektualistischem Milieu daherkommen. Dass er da ein wenig den querdenkenden Clown gibt, zielt halt auf naive Gemüter. Am besten selbst mal die pdf dieses "Campus" ansehen, ein wenig Netzrecherche mit Stichworten wie IfS, Sezession etc. - und wer dann noch immer meint, er verteidige die geistige Freiheit, wenn er dafür den Kronzeugen spielt, dass das alles harmlos und demokratisch ist, was da bei Spengler Kränze niederlegt: der muss mit dem Geschichtsunterricht wohl noch mal bei Null anfangen.

RE: Die CCS-Taktierer | 09.07.2011 | 18:36

Ich teile die Zweifel. Die Erwähnung sollte auch keineswegs dazu dienen, diesen Weg zu propagieren. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass vielleicht der gegenwärtige im Artikel beschriebene Stand die tatsächliche Entwicklung, unter dem Meeresboden zu verpressen und so den möglichen jeweils lokalen oder regionalen Widerstand zu unterlaufen, nicht berücksichtigt und CCS sich vielleicht doch noch nicht erledigt hat.

RE: Die CCS-Taktierer | 08.07.2011 | 16:42

Eine mögliche Option, das Kohlendoxid aus der Abscheidung zu verpressen, sind die Kavernen unterhalb des Meeresbodens und außerhalb der 12-Meilen Zone. Dem stehen die im Artikel beschriebenen Verhinderungsstrategien nicht im Wege. Das wäre nur zu verhindern, wenn CCS sich als unökonomisch erwiese oder der Widerstand zu groß wäre.

RE: „Ohne Klassenkampf geht`s uns allen besser!“ | 27.05.2011 | 15:27

Viel Spaß beim passiv Widerstehen all denen, die sich´s leisten können. Und die mitleidende Bourgeoisie? Dankt, dass ihrer so mitgedacht wird und denkt jetzt bestimmt ganz heftig darüber nach, ob sie nicht das falsche Leben im Falschen führt. Konsequenzen: sie geben bei Gelegenheit Bescheid.

RE: Sender im Dienst der NATO | 27.05.2011 | 14:28

Das ist der eine Teil der Wahrheit - hinterlässt beim Handelnden aber häufig noch ein Gefühl des Unwohlseins zurück. Die spannende Frage (und die Bekanntschaft Handelnder zeigt mir, dass es so ist): wie funktioniert der Mechanismus, der ihnen Identifikation, Nicht-Wahrnehmen der eigenen Lügner-Rolle und Wohlfühlen bei dem Ganzen erlaubt. Nur Blödheit, Verrottung, Korruption etc. und affirmativer Charakter sind mir als Erklärung zu wenig.

RE: Die Wahrheit muss erlaubt sein | 11.05.2011 | 23:49

Naja, war wahrscheinlich das Sonderangebot aus dem Haus Güllner/Forsa. Vier Fragen um den Preis von drei oder so? So, wie die Geschichte jetzt im Blatt steht, verrät sie wenig über Auffassungen der Befragten, aber eine Menge darüber, wie der Autor des Artikels tickt. Was tu ich bloss (in meiner Stadt Dortmund schlecht zu vermeiden), wenn hier einer der Nazis öffentlich erklärt, er halte die deutsche Meisterschaft des BVB für eine gute Sache. Äußere ich Zustimmung zu diesem Satz, bin ich nach Augsteins Logik als Anhänger rechter Positionen geoutet. Das macht die Friedrich-Ebert-Stiftung dann doch etwas solider, und dann ist mit den Ergebnissen auch was anzufangen.