RE: Ich, der muslimische Hybrid | 27.10.2019 | 12:54

b) Ich zeige ihn an, weil letztendlich ist das Liebe in Form von Grechtigkeit. Ich tue der Gesellschaft etwas Gutes und auf lange Sicht auch dem Täter. Liebe heißt auch den goldenen Mittelweg zu wählen, endlose Barmherzigkeit ohne Grenzen bringt Unzufriedenheit.

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 02.05.2018 | 13:33

Ich habe nie behauptet mich für eine andere Gruppe einzusetzen. Aber wie bereits gesagt, bedarf es an Aufmerksamkeit für jede Minderheit, die nicht im öffentlichen Diskurs mit berrückichtigt wird. Es geht mir nicht darum eine Islamdebatte á la: Gehört das Kopftuch verboten? Gehört der Islam zu Deutschland?, zu entfachen. Es ist lediglich ein Versuch, um auch auf der politischen Agenda in Bezug auf Fremdenfeindlichkeit zu landen. Vielleicht haben Sie recht, vielleicht ist das auch nur ein bedeutungsloser Versuch. Dann sind aber auch alle anderen Debatte nach Ihrem Verstädnis wertlos. Sei es die Me-Too Kampagne oder anderes. Ich sehe den Feedback-Loop sowie den öffentlichen Diskurs durchaus als einen Anstoß, um Themen in die Politik zu bringen.

Ich stimme Ihnen in dem Punkt zu, wenn der Aufschrei bloß zur Inszenierung und temporären Zwecken dient, dann bleibt die Wirkung sicherlich aus. Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde ist jedoch mit Ihren zahlreichen Projekten und Veranstaltungen dauerhaft im Dialog und engagiert sich vor Ort etwas zu bewirken. Allein aufzuschreien bringt nichts, wenn nicht mindestens genauso viel dafür gehandelt wird.

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 02.05.2018 | 12:01

Tut mir leid, dass ich hier dazwischen grätsche, jedoch geht es beim Kopftuch nicht darum "es jeden zeigen zu müssen". Natürlich tragen es Muslime, genauso wie aber auch Ordensschwestern der katholischen Kirche, aus Liebe zu Gott und als Zeichen von Frömmigkeit. Wie auch jedes andere Indviduum sich selbst nach außen hin definiert und in irgendeiner Form ein Zeichen setzt, ist auch das Kopftuch eine Art Selbstdefinition. Ich als Frau habe das Recht zu entscheiden, wie viel ich von mir preisgeben möchte. Wenn ich als Muslima mit Kopftuch meine Haare und andere äußerliche Reize nicht zeigen möchte, dann ist das ganz alleine meine Entscheidung. Genauso wie es auch vollkommen in Ordnung ist, wenn eine Frau freizügig herumlaufen möchte. In das Kopftuch wird vieles hineinprojiziert. Das kann ich natürlich auch nachvollziehen, wenn man sieht was in diesen sogenannten islamischen Ländern so geschieht. Doch sie müssen dabei differenzieren - ein Messer kann man zum Butterbrot schmieren benutzen aber man kann damit auch jemanden das Leben nehmen. Wir würden aber nicht auf die Idee kommen das Messer an sich zu verbieten. Es gibt Mädchen und Frauen, die zu dem Kopftuch gezwungen werden, was vollkommen illegitim ist. Es gibt keinen Zwang im Glauben, so heißt es auch im Koran. Sie haben recht, für mich ist es auch ein Blick in die Vergangenheit. 500 nach Christus war der Islam, der die Menschen aus einer finsternen Dunkelheit herausgeholt hat. Heute folgen diese, wie gesagt, nicht mehr diesen zeitlosen und universellen Lehren, dies ist der Grund wieso sie erneut zurückgeworfen worden sind.

Zu ihrem Argument, dass Allah ein Tuch als Zeichen eines Glaubens vorschreibt, dazu müssen sie wissen, dass der Islam durch und durch rational ist. Die Gebote sind der Natur des Menschen angepasst. Neben dem Kopftuchgebot, das nicht einmal ein Bruchteil aus dem Koran ausmacht, gibt es unzählige andere Gebote. Diese Gebote führen alle zu einem Ziel, das ist die Nähe Gottes zu erreichen und somit das Paradies schon auf dieser Erde zu spüren. Dieses erreichen wir, wenn wir uns auf die höchste moralische Stufe begeben. Wenn Sie da mehr lesen möchten, dann kann ich Ihnen folgendes Buch empfehlen:

https://ahmadiyya.de/fileadmin/user_upload/bibliothek/hadhrat_mirza_ghulam_ahmad-die_philosophie_der_lehren_des_islam.pdf

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 01.05.2018 | 23:37

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Die wenigsten Muslime halten sich anAllahs Gebote. Dies hat der Prophet Muhammad (saw) schon 500 nach Christus seiner Gemeinde prophezeit. Er sagte, dass eine Zeit kommen wird, in der religiöse Gelehrte die schlimmsten Kreaturen auf der Welt sein werden. Die Muslime werden sich nicht mehr an die wahren Lehren des Islam halten. Zu so einer Zeit wird ein Messias erscheinen, der die Muslime wieder zu den wahren Lehren des Islam aufrufen wird. Wessen Zweck die Etablierung von Frieden in der Welt sein wird.

Diese Modernisierung, die sie ansprechen, hat schon ihre Wurzeln in 1889 durch einen Mann namens Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad gefasst. Die durch ihn gegründete Ahmadiyya Muslim Gemeinde versteht sich als eine Reformgemeinde im Islam, die jedoch keine Lehre gebracht hat, sondern nur zu den ursprünglichen friedlichen Lehren des Islam aufruft. Diese Gemeinde hat heute nun über 12 Millionen Anhänger in über 210 Ländern. In Deutschland hat die Gemeinde ungefähr 45.000 Anhänger in 250 lokalen Gemeinden, über 52 Moscheen und zirka 70 weitere Gemeindezentren.

Auch sagte der Verheißene Messias, das die strikte Trennung von Staat und Religion ein MUSS ist.

"Ein wahrer Muslim, dem die Lehren seines Glaubens bewusst sind, wird sich immer aufrichtig und gehorsam zu der Regierung verhalten, unter dessen schützenden Schatten er in Frieden lebt. Der Glaubensunterschied hält ihn nicht davon ab, seiner Regierung in Treue verbunden zu sein.“ (Tohfa Qaisariyya, Seite 29)

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 01.05.2018 | 23:01

Kein Problem, gute Besserung Ihnen!

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 01.05.2018 | 23:00

Dann haben Sie mich falsch verstanden. Ja Kopftuchträgerinnen sind nicht schützenswerter als jeder andere und das möchten sie gewiss auch nicht. Nur wenn schreien, dann für alle aufschreien! Sie haben vielleicht recht, auf was stößt so ein Aufschrei schon? Sicherlich nicht auf die Aufmerksamkeit von einer breiten Masse, in einem Tweet von Frau Weidel landet es sicher auch nicht und es findet sicherlich auch keinen Anklang bei den renommierten Polit-Talkshows, doch dann frage ich Sie nach einer Alternative. Ist es besser solche Themen still zu schweigen?

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 01.05.2018 | 22:53

Diese Muslime müssen aufgeklärt werden. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Sharia und Grundgesetz. Der Islam fordert widerspruchlosen Gehorsam gegenüber den Staat und den Gesetzen eines Staates. Unabhängig davon, ob es eine muslimische Regierung ist oder eine andere.

Allah sagt, dass eine gerechte Regierung voraussetzt, dass eine Trennung zwischen staatlichen und religiösen Angelegenheiten aufrecht erhalten wird und jedem Bürger die ihm zustehenden Rechte gewährt werden.

Dieses Gebot ist absolut und sieht keine Ausnahmen vor, was wiederum bedeutet, dass auch jene gerecht behandelt werden sollen, die einem mit Hass begegnen und die aufgrund ihrer Ablehnung einen in jeglicher erdenklicher Art und Weise wiederholt verfolgt haben:

5:9 O die ihr glaubt! Seid standhaft in Allahs Sache, bezeugend in Gerechtigkeit! Und die Feindseligkeit eines Volkes soll euch nicht verleiten, anders denn gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist näher der Gottesfurcht. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist kundig eures Tuns.

“Ihr seid das beste Volk, geschaffen zum Guten der Menschheit; ihr gebietet, was gut ist, und verbietet, was übel ist und glaubt an Gott…“ (Heilige Koran, Sure 3, Vers 111)

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 01.05.2018 | 22:37

Nein aber Kinder werden auch nicht gefragt, ob sie getauft werden möchten oder beschnitten. Ob sie gerne pink tragen möchten als Mädchen oder lieber blau.