Ramon Galuptra

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RE: Satire beim Freitag - ächz | 26.10.2013 | 09:49

"Volker Pispers oder Schramm oder Hagen Rether"
Das sind keine Satiriker. Sie sagen einfach nur die Wahrheit.

RE: Die NSA darf das | 26.10.2013 | 09:43

'Ich habe die Geheimprotokolle gesehen und sehe dann, wie Adenauer Wort für Wort den Text dieses Briefes mit den Alliierten abstimmt. Der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wirkt also mit den fremden Mächten an einer Umgehung der Verfassung aktiv mit, die dauerhaft das erlaubt, was die Verfassung nicht erlaubt.'

Wieso kann nur Herr Foschepoth diese Geheimprotokolle lesen, wenn sie doch angeblich freigegen wurden? Und wieso sind sie dann noch geheim? Er schreibt, es habe vorher eine Überprüfung durch den Verfassungsschutz gegeben. Wenn er ein Buch darüber schreiben darf, weshalb sind diese Quelle dann nicht gleich öffentlich zugänglich? Wozu benötigt man Herrn Foschepoth als Filter?

Der wichtigste Beitrag ist von Dersu Usala:
"Ich frage mich weiterhin, wie in unserem Rechtsstaat legal sein kann, was nirgendwo nachlesbar ist."
Es gibt zwei mögliche Antworten:
1. Es ist nicht legal.
2. Wir leben nicht in einem Rechtsstaat

Schönes Wochenende.

RE: Die Kunst der Provokation | 12.09.2012 | 18:17

Ich kann Herrn Jäger eindeutig zustimmen. Provokation ist das richtige Mittel. Und ja es ist eine Kunst. Es ist ein Balanceakt zwischen zwischen Peinlichkeit und Rechtsbruch.

Nur um etwas zu Bewegen benötigt man eine breite Masse. Bei dem Occupy Thema wird sie nicht zu stande kommen. Die Menschen beschäftigen sich nicht wirklich damit. Weil sie es nicht verstehen und es auch nicht verstehen wollen. Heute morgen hat das Bundesverfassungsgericht ein entscheidendes Urteil gefällt. Und wen interessiert es? Nicht mal unter freitag.de gibt es dazu einen Beitrag. Ich habe versucht mit einigen (realen) Menschen darüber zu diskutieren.. nur zuckende Schultern.

Man kann provozieren, wie man möchte. Das Thema ist nicht massentauglich. Ein Bahnhof schon. Da kann sich jeder etwas drunter vorstellen.

Traurig aber wahr.

RE: Nicht zu Ende gedacht | 12.09.2012 | 18:05

Das ist eine schöne, detailreiche und juristische Diskussion. Nur Frage ich mich, ob sie überhaupt notwendig ist. Wer kleinen Jungs ohne medizinische Notwenigkeit am Pimmel rumschneidet, hat mächtig einen an der Waffel und gehört weggesperrt.

Die Welt kann so einfach sein :)

RE: Dark Knight Capital | 12.08.2012 | 20:23

Es gibt ein großen Unterschied zwischen den Spekulanten von früher (z.B. vom Schlage eines André Kostolany) und den Zockern von heute. Ein Spekulant traf seine Anlageentscheidung aufgrund wirtschaftlicher Überlegung. Er analysierte ein Unternehmen, die Wirtsachaft und Politik eines Staates oder den Bedarf und die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Mit ihren Geldern haben sie die Märkte liquider gemacht und waren daher sogar nützlich. Ihre Zahl von 95% im 19. Jh. möchte ich anzweifeln, habe aber keine belastbaren zahlen gefunden. Sicher gab es schon immer Spekulationsblasen (z.B. die Tulpenzwiebel-Blase in 17. Jh.), aber solche Blasen würde ich nicht als Normalfall ansehen.

Seit einigen Jahren vllt. jahrzenten ist die Sachlage anders. Zum einen wird tatsächlich geradezu gezockt, d.h. "investiert" auf Basis von Informationen, die mit dem Anlagegut selbst gar nicht zu tun haben (z.B. Charttechnik). Zum anderen stehen einigen Marktteilnehmern solch große Summen zur Verfügung, dass der Anteil von wirtschaftlichbasierten Geschäften nur noch sehr klein ist. Vermutlich deutlich kleiner 5%. Durch diese großen Marktteilnehmer ist zudem der Manipulation Tür und Tor geöffnet.

Diese Anomalien durch Steuern zu begrenzen findet mein volle Zustimmung. Die von Ihnen genannte Höhe halte ich jedoch für viel zu hoch, denn es geht ja nicht nur um Beteiligungen, sondern auch um den Kauf und Verkauf von Währungen und Rohstoffen für normale wirtschaftliche Tätigkeiten.

RE: Das Maß ist voll | 24.06.2012 | 19:54

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Das Desinteresse ist erschreckend. Ich rede täglich mit Menschen über den ESM-Vertrag, erkläre, zeige die Gefahren auf, frage nach Demokratie und erhalte nur ein Achselzucken.

Aber selbst in diesem Medium, in dem sich so viel intelligente Menschen austauschen, interessiert sich fast niemand dafür. Bei belanglosen Themen wie Fußball überschlagen sich alle geradezu...

Mein Respekt gilt dem Autor, der sich offenbar das eigene Denken nicht abgewöhnt und seine Unabhängigkeit bewahrt hat.

RE: Das Maß ist voll | 22.06.2012 | 20:40

Wer dem ESM-vertrag zustimmt, ist für mich nicht wählbar. Mit Demokratie hat so ein Machwerk nichts mehr zu tun. Hier können willkürlich festgelegte "Gouverneure" ohne jede Aufsicht über Billionen Steuergelder verfügen, wie es Ihnen beliebt. Selbtverständlich rechtlich immun.

Aber er wird kommen, das ist mal sicher.

RE: "Das Geschäft könnte besser nicht gehen" | 19.06.2012 | 18:20

Es ist so unglaublich, dass einem die Worte fehlen.

Das aller Schlimmste daran: Es wird darüber kaum gesprochen, geschweige denn etwas dagegen getan. Die kleinen Leute (auch die deutschen Steuerzahler) bezahlen das Luxusleben einer kleinen Minderheit. Und unsere Frau Merkel und Herr Schäuble faseln von Reformen.

RE: Das Problem mit der Nerd-Politik | 18.05.2012 | 14:05

Wie "zeitnotizen" verstehe ich auch nicht, warum man Alles und Jeden immer in Schubladen einteilen soll. Und wenn es dann nur zwei Schubladen sind, wird es grotesk. Menschen und die Realität sind extrem vielfältig, Zusammenhänge und Probleme hoch komplex. Warum nicht einfach Sachfragen ohne Scheuklappen und ohne ideologisch vorgefasste Meinungen angehen?

RE: Eine Krise der Gefühle | 16.05.2012 | 16:01

Das stimmt zwar, aber man darf es nicht sagen. Nicht umsonst werden in Frankfurt gerade alle Demonstrationen verboten.
Das Geld dort wieder einzusammeln, wo es hingeflossen ist, ist eine an sich simple und effektive Methode, die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Dennoch leider völlig unrealistisch. Nicht nur weil sich niemand selbst schadet, sondern auch weil es einen internationalen Zugriff auf dieses Geld nicht gibt. Wenn eine nationale Regierung eine entsprechende Maßnahme einleiten würde, wäre eine enorme Kapitalflucht die Folge und der Zugriff kann nicht mehr erfolgen.