Ramon Galuptra

Ramon Galuptra
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Eine Krise der Gefühle | 16.05.2012 | 15:32

Sie lassen mich etwas ratlos zurück. Die Fakten helfen uns nicht, Wissen haben wir keins und den Emotionen sollen wir nicht trauen. Was bleibt also?

Sind Ihre Ausführungen nicht gerade deshalb dazu geeignet, das Gesamtsystem in Frage zu stellen? Meiner Meinung nach sollte man Systemkritiker nicht gleich in die Ecke der Verschwörungstheoretiker und Besserwisser stellen. Das Problem des Zinseszinseffektes zB. ist nun wahrlich kein Geheimwissen. In Kombination mit der explodierenden Geldmenge und dem hohen Verschuldungsgrad stellt es ein großes Problem dar. Diese Zinsen müssen nunmal erwirtschaftet werden.

Ja die Menschen reagieren auf diese Krise hoch emotional. Allerdings glaube ich nicht an die Sehnsucht nach der Apokalypse. Die Ängste, die viele Menschen umtreibt, enstehen durch reale Vorgänge. Die Furcht vor Wohlstandsverlust und sozialem Unfrieden ist nicht aus Langeweile oder spätrömischer Dekadenz enstanden. Es sind mögliche Szenarien mit einigermaßen hoher Wahrscheinlicht.

RE: Die Schonfrist ist vorbei | 28.04.2012 | 23:43

Was genau wollen Sie uns eigentlich sagen? Die Buchdruckerkunst wäre besser nicht erfunden worden? Wollen wir alle hilfreichen Kommunikationsmittel abschaffen, weil sie auch missbraucht werden können? Oder noch schlimmer, weil sie nicht allen zur Verfügung stehen? Sind Bücher nicht hilfreich, weil es auch Analphabeten gibt?

"Der Glaube, dass irgende eine Technik an sich demokratisch, hilfreich gut sei, ist Herrschaftspropaganda."
Das ist richtig. Nur hat das keiner behauptet.

RE: Die Schonfrist ist vorbei | 28.04.2012 | 23:29

Ja so läuft das in Deutschland. Da kommen Leute mit einer völlig anderen Auffassung darüber, wie Politik gemacht werden soll und schon werden sie in die rechte Ecke gestellt und mit Polemik überzogen.

RE: Der große und der kleine Kapitalismus | 24.12.2011 | 12:23

Diese Aktion ist ein Beleg dafür, dass man Märkte nicht sich selbst überlassen darf. Warum findet das Vorgehen von Amazon überhaupt Beachtung? Weil sie inzwischen so groß sind, dass sie eine marktbeherrschende Stellung eingenommen haben. Das Monopoly-Spiel Kapitalismus ist hier schon sehr weit fortgeschritten. Am Ende wird der Verbraucher für seinen Herdentrieb bezahlen. Was fehlt ist eine ernsthafte ordnungspolitische Begrenzung der Marktmacht. Leider ist das in unserem System nur als Dummy (Kartellamt) vorgesehen. Von den Angelsachsen wollen wir mal lieber gar nicht erst reden.

Witzig ist das Beispiel "inhabergeführter Plattenladen". So einen habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Frohe Weichnachten mit Geschenken vom örtlichen Buchändler, Juwelier und dem kleinen Versandhändler für Spielwaren.

RE: "Euch geb' ich Aua!" | 08.10.2011 | 16:12

Die Kunden laufen Media Markt davon, weil sie nicht blöd sind. Sie haben gemerkt, dass die dauernde Werbesaussage "wir sind die billigsten" meistens unzutreffend war. Das Unternehmen reagiert mit einem guten und unterhalsamen Spot und einer völlig absurden Logik, die wohl nur wenige ansprechen wird. Ob diese Strategie Erfolg hat, darf bezweifelt werden. In diesem Zusammenhang finde ich bemerkenswert, was sich im Onlinehandel abspielt. Derzeit rennen die Kunden Amazon die Bude ein und merken gar nicht, dass sie auch hier bei vielen Produkten längst preislich draufzahlen. Ob sich die Geschichte wiederholt? Vielleicht sehen wir ja eines Tages einen ähnlich Spot von Amazon.

RE: Monetäre Pistolen durchladen! | 08.08.2011 | 13:06

Diese beiden Ursachen sind identisch. Das "außer Rand und Band geratene internationales Banken- und Finanzsystem" speist sich überwiegend aus der Staatsverschuldung der westlichen Länder und der virtuellen Notenpresse der Fed. Das Spielgeld fällt ja nicht vom Himmel. Und da weder die Krankenschwestern noch die Busfahrer und auch nicht die mittelständischen Unternehmen das Geld besitzen....

RE: Kino.to ist tot | 17.06.2011 | 21:51

Völlig richtig. Ein Kinobesuch ist etwas Anderes als das Ansehen eines Filmes auf einem ipad. Ebenso wie ein Konzertbesuch nicht mit musikhören mit Stöpseln im Ohr vergleichbar ist.

RE: Der König der Tiere | 07.06.2011 | 00:37

Ich gestehe! Auch ich unterliege dieser Doppelmoral. Manche Tiere esse ich, ohne mit der Wimper zu zucken. Für andere setze ich mich ein.

So sind wir Menschen. Zum Glück nicht immer logisch und voller Widersprüche.

RE: Veronica! | 31.03.2011 | 21:55

Können wir wohl dieses Jahr den Frühling ausfallen lassen und direkt in den Sommer übergehen?
Ich möchte endlich in meinem Planschbecken baden, mich in meiner Liege sonnen und Abends gemütlich draußen ein Bier trinken.
Ist das denn zuviel verlangt?

RE: Eingeseift | 27.03.2011 | 16:34

"Nun ist es aber leider so, dass sich Bakterien in der Regel alle x Minuten teilen, also ihre Anzahl verdoppeln. Eine Seife, die Bakterien zu 99,9% beseitigt, bietet als nur einige Minuten einen "Vorteil" gegenüber einer, die weniger schafft."

Mussten sie das erwähnen? Jetzt ziehe ich meine Handschuhe gar nicht mehr aus.