Rapport

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RE: 222 Minuten | 09.02.2013 | 17:57

Ich wette, einige Vielschreiber bei freitag.de bringen es auf mehr als vier Stunden Internet, von daher stimmt Ihre Überschrift sicherlich.

RE: Ganz sicher nicht nichts | 09.02.2013 | 17:45

"Gild" natürlich mit "d" am Ende. Frauen verunsichern sich gerne gegenseitig.Es war für mich sehr schrecklich in einer Firma, mit vielen Frauen zusammenzuarbeiten. Ständig waren sie am Meckern über ihre Ehemänner oder die Chefs. Bei den Betriebsversammlungen trauten sie sich dann aber mal wieder nicht, den Mund aufzumachen. Und wenn es jemand tat - noch dazu eine Frau - war sie auch noch die Nestbeschmutzerin, die es wagte, Mißstände gegenüber der weiblichn Mitarbeiter anzusprechen. Mit Männern ist mir sowas noch NIE passiert, dieses schreckliche gruppenkonforme und autoritätshörige Gekuschel.

RE: Ganz sicher nicht nichts | 09.02.2013 | 17:39

"Handlungsempfehlung bei sexuellen Übergriffen gleich welcher Art hier noch mal aus meinem versteckten Hasskommentar: gelassen bleiben, Handy zücken, eins, eins Null wählen, anzeigen." Das sofortige Wehren ist ja nicht immer Möglich, aber Sie haben recht. Blöderweise wehren sich Opfer oder Beobachter zu spät oder zu selten. Ich glaube, dass diese Twitteraktion aus der Unsicherheit rührt, weil Mädchen noch heute zur Unsicherheit und hilflosigkeit erzogen werden. Selbst in meinerGeneration leben Frauen in ständiger angst, etwas "kaputtzumachen", sei es bei technischen oder handwerklichen Dingen das Alltags oder beim Autorfahren. Ich kannte Frauen in meinem Alter, die sich ängstigten, einen Computer anzuschalten oder eine Leuchte anzukelmmen!!! Physikuntericht fünfte Klasse!!! Diese Ängste gild es zu beheben. Twittern ist einfacher als eine Onlineanzeige aufgeben und hinzukommt eine weitere banale Binse, nämlich, dass Menschen sich gerne reden (twittern) hören und immer bei jedem Hype dabei sein wollen. Es ist immer schön einfach, wenn es jemand anderes vormacht.

RE: Ganz sicher nicht nichts | 09.02.2013 | 17:17

"(…) vor der Hashtag Kampagne der Berliner Medienwissenschaftlering war für mich der Begriff Sexismus, (…)" Medienwissenschaft hat sie noch zusätzlich studiert? Vielleicht interessant: eine Bekannte schreibt in ihrer Masterarbeit übr Blogs von (jungen) Feministinnen. Hochinteressant, dass sachlich-kritische Kommentare von Frauen, die mit Sexismus anders umgehen, zum Großteil gar nicht erst freigeschaltet werden. Worum geht es da also? Feministinnen, die solche Blogs eröffnen sind fast immer medienaffine Menschen, die genau wissen, mit welchen Mitteln medial gehypt werden muss. Noch wichtiger sind dabei die "richtigen" Kontake und ein möglichst geradliniger Lebenslauf. Diese frauen haben vieles gemeinsam, z.B. dasselbe hohe Interesse für Popkultur. Viele sehen uniformiert gleich aus (Knödelzöpfe, Pony, und fett ray-ban-bebrillt.) Natürlich sagt fast jede über sich, sie sei ein ganz größer "Nerd" (obwohl sie sich eigentlich nur mit den normalsten Dinge des Alltags beschäftigt). Die Seiten sind durch die Bank ähnlich "ästhetisch" aufgebaut. Was sie anscheinend alle gemeinsam haben: keine besonders hohe Kritikfähigkeit. Ich hoffe, dass diese Studie irgendwann an die Öffentlichkeit kommt.

RE: Das war abzusehen! | 08.02.2013 | 02:25

Was ich mit meiner "Lebenserfahrung" eigentlich sagen will: ich habe durch diese Erfahrungen schon einiges wahrgenommen und bin überzeugt, auch ohne Götter etwas Schönes vom Leben zu haben. Es gibt Menschen, insbesondere Frauen, die haben diese Chance und dieses Glück nicht, denn Religion trägt oft dazu bei, sie auszubremsen.

RE: Das war abzusehen! | 08.02.2013 | 02:17

Sorry, ich bin jetzt 38 Jahre alt, habe zwei Berufsausbildungen abgeschlossen, gearbeitet, ein abgeschlossenes ("Hybrid"-)Studium hinter mir, bereits im Betrieb meiner Mutter als Kind mitgeholfen. Diese Diskussion, die Sie anstoßen kenne ich bereits aus der Schule aus dem Religions- bzw. Ethikunterricht. Allerdings nicht von muslimischer Seite, sondern insbesondere durch Evangelikale. Die Argumentationsschemata waren den Ihren sehr sehr ähnlich. Komischerwiese wollen recht gläubige Menschen mit Psychologie, Pädagogik (und Soziologie) größtenteils nichts zu tun habe. Nein, nicht komisch, sondern verständlich.

RE: Das war abzusehen! | 08.02.2013 | 02:10

Ja, Frauen sind kreativ begabt und Männer intellektuell und technisch. Auch ein altes Stereotyp, diese Annahme. In einer Werkstatt braucht man u.U. enganliegende Kleidung, oft auch luftige, denn in vielen Holzverarbeitungsbetrieben ist es aufgrund der Trocknung recht warm.

RE: Das war abzusehen! | 08.02.2013 | 02:07

"Es kann doch niemand abstreiten, dass ein materialistisches Menschenbild und eine hypersexualisierte Gesellschaft dazu beitragen, dass immer mehr sexistische Übergriffe im Alltag stattfinden." Doch, alleine schon, wenn ich Sie frage, auf welche Studien (Medienwirksamkeitsforschung usw.) Sie sich beziehen. Sie sprechen hier von Ihrer Wahrnehmung und wissen gar nicht, ob es kausale Zusammenhänge gibt. Seit Jahren werden z.B. die Zusammenhänge zwischen Medienkonsum und Gewalt erforscht und jeder weiß, dass noch viele weitere Variablen mit reinspielen, die Scheinzusammenhänge begünstigen oder eben nicht. Sie breden hier die ganze zeit von Ihrer eigenen Sicht und stellen etwas als gültig dar, für dessen Existenz Sie aber keine seriösesn Beispiele/Untersuchungen bringen. Es ist doch müßig, so eine Diskussion zu führen, wenn der Ausgangspunkt auf einer persönlichen Vermuntung basiert. Das ist wissenschaftlich betrachtet unredlich.