Die Angst der Politik vor der Wirtschaft

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Gerade in den letzten Tagen sehen wir einmal wieder die Angst, oder sollte ich eher Abhängigkeit, der Politik vor der Wirtschaft. Gemeint ist damit nicht nur die Realwirtschaft sondern auch die Finanzwirtschaft. Gerade vor letzterer zittert man im Moment in Europa einmal mehr, hat Angst vor einer harten Umschuldung von Staaten wie Griechenland oder Portugal. Angst eben weil ja die Banken umkippen könnten, weil Privat Verluste eingefahren werden könnten. Stattdessen bürdet man lieber dem Bürger immer größere Lasten und Verbindlichkeiten auf und hofft darauf das man sie durch steigende staatliche Einnahmen wieder ausbügeln kann.

Angesischts dieser Abhängigkeit und Angst vor der Wirtschaft frage ich mich wie der Staat bzw. im Europäischen Rahmen die Staaten und ihre Regierungen ihrer Verpflichtung nachkommen wollen, die Interessen der Bürger, der Menschen die im jeweiligen Staat leben zu vertreten. Wie soll das gehen wenn man derart von der Wirtschaft abhängig, ja ihr hörig ist und gleichzeitig davor Angst hat von den Finanzmärkten für Beschlüsse im Sinne der Bürger abgestraft zu werden?

Eine wirklich sehr vertrackte Lage.

09:23 15.06.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Ravenbird

Ich bin ich. Was soll man da groß schreiben. Politisch interessiert mit linker Ausrichtung und ein totaler Querdenker
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare