Heimatloser

Kommt später
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Frisst „Beamtenmonster“ seinen Dienstherrn? | 19.08.2013 | 21:11

"Mir geht es doch nicht darum berechtigtetes Forderungseigentum der Beamten zu schmälern, sondern darum, dass Beamte solidarisch dafür stehen, dass Kollegen neben ihnen, die gleiche Sicherheits ihres Forderungseiegentums erhalten, wie sie selber."

Ziemlich scheinheilig ! Wo bleibt denn die Forderung, dass die Kollegen beim Daimler oder BMW sich solidarisch dafür einsetzen dass neben ihnen Leiharbeiter oder gar Leute mit Werkverträgen für wesentlich wemiger Lohn die gleiche Arbeit machen ?

Sowohl der Fernsehbeitrag - den ich mir eben unter heftigen Schmerzen in ganzer Länge angetan habe - als auch der obige Beitrag sind ein Versuch, andere Beschäftigtengruppen gegen Beamte einzunehmen. Und beide bleiben eines schuldig, nämlich den Hinweis, was sie den statt dessen wollen.

RE: Frisst „Beamtenmonster“ seinen Dienstherrn? | 18.08.2013 | 22:15

Mein erstes gedrucktes Exemplar des Freitags vor etwas mehr als einem Jahr machte auf mit einem unsäglichen Artikel über Beamtenprivilegien und folgte so richtig schön dem Motto: divide et impera. Wie schon damals ein Mitglied der Community schrieb, hätte er in gleicher Weise auch von der ISNM veröffentlicht werden können, diente er doch nur dazu, von den wahren Missständen abzulenken und einen Keil zwischen die Gesamtheit der abhängig Beschäftigten zu treiben, auf dass sie sich gemeinsam auf dem niedrigsten Niveau wiederfänden. Und nun dieser Beitrag !

Auf einen Fehler hat Achtermann schon hingewiesen, aber genauso unsäglich ist z.B. die Behauptung, 36% der Bundestagsabgeordneten seien beamtete Lehrer. Der Spruch 'Der Bundestag ist mal voller, mal leerer aber immer voller Lehrer' ist übrigens von Otto Graf Lambsdorf, dem geborenen Kronzeuge linker Politik. Tatsächlich stellte jedoch - damals wie heute – die Berufsgruppe den größten Anteil an Abgeordneten, der auch Herr Lambsdorf angehörte: Juristen.

So ging notgedrungen auch dieser Versuch 'in die Hose', denn man kann die Lage der einzelnen Beschäftigtengruppen nicht unabhängig vom Gesamtbild sehen. Dabei gäbe es da viel zu diskutieren, z.B. die Frage, ob die Regierenden die Beamtenschaft absichtlich hätscheln, weil sie sie gegen die Bevölkerung brauchen ?

RE: Bloß nicht die Beamten fragen | 02.10.2012 | 23:59

Viviane Reding meinte möglicherweise, und da hätte sie Recht, dass in Deutschlands Exekutive alles von Juristen dominiert wird. Aber da hat sie nur teilweise Recht, denn es ist nicht nur die Exekutive, auch die Legislative wird von Juristen dominiert [von der Iudikative ganz zu schweigen :-) Das wäre ein Thema für sich, wie unsere Gerichte Gesetzesbegründungen einfach ignorieren und Gesetze so interpretieren, wie sie es für richtig halten]

Beamte sind natürlich gehalten, sich an Gesetz und Recht und politische Vorgaben - so diese Gesetzeskonform sind - zu halten. Das heißt aber nicht, dass sie alles nur abnicken,nein, mancher Beamter entwickelt erstaunliche Kreativität um Prozeße zu verbessern. Aber spätestens bei Beamten in der Besoldungsordnung B wird die Kunst kultiviert, auch tiefbraune Dinge in Goldpapier zu wickeln, bevor man sie der politischen Leitung vorlegt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nie geschehen wird - auch wenn eigentlich erforderlich - dass z.B. ein ministerieller Abteilungsleiter oder ein beamteter Staatssekretär zu seinem Minister geht und ihm sagt: Sorry, ich habe Sie da falsch beraten, wir müssen xxx wieder ändern." Und es wird kein Minister vor das Plenum des Bundestages treten und erklären: "Ich bin falsch beraten worden, deshalb sollten wir Gesetz xxx wieder ändern." Dies würde am Nimbus der Unfehlbarkeit kratzen, den sich alle Spitzenpolitiker inzwischen anmaßen (oder erinnert sich irgendjemand daran, dass während der letzten 20 Jahre ein Politiker erklärt hat, er habe einen Fehler gemacht ?).

Langer Rede kurzer Sinn: Beamte können viel mehr, man muss sie nur können lassen !

RE: Stories to go | 25.09.2012 | 23:58

Auch wenn's wahrscheinlich fürchterlich off-topic ist: Wohin in Berlin muss man ziehen, um solche Spaziergänge machen zu können - ohne Opfersuche :-)

Hintergrund: will im Frühjahr nach Berlin ziehen, bin aber noch völlig unschlüssig, wohin.

RE: Soldaten sind keine Ersatzpolizisten | 24.08.2012 | 21:37

Und mit keinem Wort geht der Autor auf das Sondervotum des Verfassungsrichters Gaier ein !! ?

Da kann man nur noch fragen: Quo vadis, Freitag

RE: Keine Macht ist unendlich | 07.06.2012 | 16:08

Ein bis zwei Legislaturperioden braucht sie schon noch, denn die Frau hat noch viel vor, nämlich sich selbst abzuschaffen: Während Europa im Rausch des Sommermärchens - vulgo Fußball-EM - schwelgt wird mal schnell der Fiskalpakt geschlossen (die Zustimmung der Agenda-Mannschaft Rot-Grün hat sie sich heute ja erkauft). In der nächsten Legislaturperiode könnte man dann mal probeweise die Regierung durch den Bertelsmann-Stiftungsbeirat ersetzen und schlußendlich den Wähler durch den shareholder. Denn merke: Von den Märkten lernen heißt siegen lernen !

RE: Ärzte als Täter | 30.05.2012 | 21:23

Jetzt warte ich eigentlich nur darauf, dass eine Berufsgruppe, die heute wieder an vielen Schaltstellen der Macht sitzt, sich auch endlich entschuldigt: die Juristen.
Von denen war in Nürnberg weder einer angeklagt noch verurteilt worden und später auch nicht.
NB: Das mit der Krähe würde zu den Damen und Herren im schwarzen Talar auch viel besser passen.

RE: Dritte Binomische Formel | 22.03.2012 | 22:50

Ein Ansatz wäre z.B.:
a=Augstein/Redaktion; b=Community
Selbst wenn b=0 ergibt sich noch ein stattliches a²
Gefahr dräut nur wenn b>a, dann wird nämlich das Gesamtergebnis negativ.
Und a=b macht das ganze sinnfrei.

RE: Das Treffen in Berlin – die besprochenen Inhalte | 26.01.2012 | 23:25

204 Beiträge bisher; wieviel Arbeit und Zeit dahintersteckt. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, diese Energien hätte man woanders sinnvoller einsetzen können.

RE: Burzynski - Zum Heulen | 20.01.2012 | 00:14

Lieber Merdeister, wahrscheinlich werden in Kürze wieder alle, welche die Schulmedizin für den Untergang der Menschheit halten, über Dich herfallen :-)
Skandalös ist m.E. dass im Namen der 'Freiheit' dieser (fragliche Dr.) B. weiterhin 'Studien' durchführen darf, obwohl die Unwirksamkeit wohl bewiesen ist und sich diese 'Studien' von verzweifelten Menschen bezahlen läßt.
Erstaunlich ist auch, dass seine Mittelchen den Status von Orphan-Drugs haben, aber wie so etwas bei der FDA geht hat man ja schon bei Riluzol (ein angeblich bei ALS wirksames Medikament) gesehen.