Das Katechon

Wer meint, Carl Schmitt sei tot, irrt. Eben sah ich ihn in einer Dortmunder Trinkhalle stehen und eine Bouteille Château Lafite-Rothschild trinken.
Das Katechon
RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 26.02.2020 | 13:37

1. Kontexte können einem nicht entgleiten, man herstellt sie. Das habe ich nicht getan, ich habe keinen Kontext (Zusammenhang) zwischen Hitler und Merkel hergestellt. Vielmehr haben Sie, indem Sie diese Tat mir unterstellen, einen Kontext zwischen beiden hergestellt, indem Sie, nicht ich, sagen, "Hitlers Judenvernichtung mit Merkels Beseitigung parteiinterner Konkurrenten" könne ineins gesehen werden.

2. Ja, Merkel, hat, besser gesagt, sollte Gemeinsamkeiten mit Jesus Christus haben, wie übrigens jeder Mensch, denn Christus beruft alle, auch Merkel, in seine Nachfolge.

3. Unbedarftheit ist ein gutes Wort. Ich hoffe, ich habe sie noch nicht verloren.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 26.02.2020 | 13:15

Mir zu unterstellen, ich denke irrational, ist krank und pervertiert. Manchmal handle ich irrational, wie jeder, aber dieser Irrationalismus ist nicht gegen einen oder mehrere Menschen gerichtet. Wenn ich sage, dass ich Jude bin, dann nicht, weil ich mir damit irgendein gesellschaftliches Privileg erhandeln oder erkaufen will, sondern weil ich aus eigener Anschaung weiß, was es heißt, Angehöriger eines Opfers eines arabischen Attentates zu sein, da meine ehemalige Frau, gebürtig aus Tel-Aviv, deren Mutter, herstammend aus Wilna (Litauen), dem Jerusalem des Ostens, durch den deutschen Nationalsozialismus ihre gesamte Familie verlor, selbst überlebendes Opfer eines arabischen Attentates in Tel-Aviv war. Ich weiß nicht, ob Sie in ihrem perfiden und fadenscheinigen bürgerlichen Denken überhaupt ermessen können, was es heißt, einem politischen Hass ausgeliefert zu sein, der die physische Vernichtung der eigenen Existenz anstrebt. Wenn man, ab einem bestimmten Zeitpunkt, einem solchen maßlosen Hass in seiner eigenen Existenz und in der Existenz seiner eigenen Famlie ausgesetzt ist, dann ist man gegen den perversen Schwachsinn, den Sie von sich geben, gefeit. Nur nebenbei gefragt, Sie halten das juristische Organ einer Staatsanwaltschaft nicht für staatstragend. Wenn ich von Hass und von Attentaten spreche, weiß ich, wovon ich spreche, denn ich habe an meiner ehemaligen jüdischen Frau einen arabischen Hass sich austoben sehen, der den Hass des deutschen Nationalsozialismus bei weitem übertrifft. Ich weiß nicht, ob Sie das auch von sich sagen können. Sie sollten, bevor Sie mich mit dem pervertierten Schwachsinn Ihres spätbürgerlichen Denkens belegen, erst einmal genau hinsehen, was ich mit meinen Worten überhaupt sagen will. Nach Ihrer Meinung dürfte es keine Filme, wie die Claude Lanzmanns, über den deutschen Massenmord an den Juden geben, da deren Mittelmäßigkeit keinen Schluss auf staatstragende Gedanken zulassen. Wie krank und pervertiert ist das.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 26.02.2020 | 12:46

Erstens sehe ich Hass nicht als ein Problem an. Wie sollte ich. Hass ist das gegenteilige Gefühl zu Liebe, jeder Mensch liebt und hasst. Problematisch wird Hass, wenn er sich gegen sich selbst oder gegen andere richtet, dergestalt, dass dieser gegen sich selbst oder gegen andere gerichtetete Hass sich selbst oder den Anderen/die Anderen auszulöschen oder zu vernichten droht. Dieses ist bei Hitler geschehen, Hitler liebte oder hasste die Juden so sehr, dass er sie, nicht nur zu vernichten drohte, sondern sie vollständig ausgelöscht hat. Ebenso bei Merkel. Merkel hat die Gesamtheit ihrer männlichen Parteigenossen, zuletzt aber auch Annegret Kramp-Karrenbauer, in deren berechtigten Karriere-Willen so sehr beschädigt, dass sie es vorzogen, das Weite zu suchen. Das ist auch eine Form von Hass, der sich gegen jeden richtet, der sich der eigenen Karriere in den Weg stellt oder in den Weg zu stellen scheint. Das Ergebnis steht allen klar vor Augen, wie Schröder seine eigene Partei, die SPD, durch ein illegales und illegitimes Hartz-IV-Gesetzgebungswerk zerstört hat, hat Merkel ihre Partei, die CDU, durch ihre eigene maßlose politische Unfähigkeit, die jeden legitimen Mit-Konkurrenten auszuschalten trachtete, zerstört. Auch dieses Ergebnis steht allen vor Augen, wie die SPD als eine Weltanschauungs-Partei des Sozialismus, so erscheint die CDU als eine Weltanschauungs-Partei des Konservativismus in ihrer Substanz als gänzlich zerrüttet und als vollkommen zerstört.

Zweitens. Wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, habe ich Merkel und Hitler politisch nicht gleichgesetzt. Wie sollte ich. Hitler war ein verbrecherischer Massenmörder, was man von Merkel nicht sagen kann. Ich habe beide nicht zueinander gleichgesetzt, ich habe sie miteinander verglichen, was erlaubt ist. Dieser Vergleich ist erlaubt, wird ja auch der AfD-Politiker Björn Höcke bereits mit Hitler verglichen (siehe die gestrigen Karnevals-Umzüge) wird. Was sollte also an einem Vergleich Merkels mit Hitler anrüchig sein? Selbst in der Beliebtheit beider, des ehemaligen Reichs-Kanzlers und der jetzigen Bundeskanzlerin, bei der deutschen Bevölkerung lässt sich ein Vergleich ziehen.

Drittens. Meine Erfahrung sagt mir, dass es äußerst schmerzhaft ist, wenn einem die Wahrheit gesagt wird. Dieses geschieht augenblicklich mit der CDU. Keiner traut sich zu sagen, dass Merkel gehen muss, weil sie die letzte Bundestagswahl verloren hat. Sie hätte nach Bekanntwerden des Ergebnisses der Wahl von 2017 gehen müssen, um einen parteipolitischen Neuanfang zu ermöglichen. Auch dazu war sie vollkommen unfähig. Die Katastrophe, die sie ihrer Partei damit bescherte, ist jetzt offenkundig.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 25.02.2020 | 10:10

Eine Tat, die in diesem Fall richtigerweise als ein maßloses Verbrechen zu bezeichnen ist, deren Motiv Hass ist, kann nicht anders als irrational genannt werden. Ein Beispiel. Ein Mann plant einen Banküberfall. Alleine dieser Gedanke, eine Bank überfallen zu wollen, entspringt einem irrationalen Motiv oder einer irrationalen Argumentation, denn rational wäre es, zu der Bank zu gehen, und um einen Kredit zu bitten. Das stets irrationale Motiv eines Kriminaldeliktes hindert den Delinquenten allerdings nicht, bei seiner verbrecherischen Tat möglichst rational vorzugehen. Wir kennen diesen logisch-alogischen Umstand aus unzähligen Hollywood-Filmen, unter denen der beste "Das perfekte Verbrechen" aus dem Jahr 2007 zu sein scheint, ein Film mit einem hervorragenden Anthony Hopkins und einem noch hervorragenderen Ryan Gosling, in dem ein Mann seine Frau erschießt (irrational), diese Erschießung aber von dem Täter derart rational und geplant vor sich geht, dass eine bis zu seinem Schluss bestehende unüberwindliche Spannung eintritt, die aus dem Plot lebt oder erzeugt wird, dass zwei differente Rationalitäts-Weisen, die des Vorgehens (nicht der Motivierung) des Täters und die der Staatsanwaltschaft, aufgezeigt werden. Dass die letztere die dem Täter überlegenere ist, ist einzig dem Glauben an die Legalität und Legitimität des Staates zu verdanken. Dieser Glaube in den Staat und in dessen Verfassungsorgane, der in unserem Falle durch eine verbrecherische Politik systematisch zugrunde gerichtet wird, ist, wie das gegenwärtige Geschehen zeigt, zutiefst erschüttert. Wie Britannien, Frankreich, Spanien ist Deutschland ein so sehr in sich selbst zerspaltenes, zerschlissenes, zerrüttetes und zerstörtes Land, dass es auf absehbare Zeit unmöglich erscheint, rationale politische Entscheidungen fällen zu können. Ich sehe mit äußerstem Entsetzen, dass noch in dem Jahr 2020, in dem der Schutz der Natur an erster Stelle zu stehen hätte, gänzlich irrationale politische Entscheidungen gefällt werden, beispielsweise die, dass, um einen neuen Industrie-Konzern errichten zu können, ganze Wälder gefällt werden müssen. Das ist zugleich widerlich und verbrecherisch. Verbrecherisch handelt, wer gegen die Lebens-Interessen eines Volkes verstößt. Das tat Hitler, das tut aber auch die namenlose Physikerin.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 23.02.2020 | 11:29

Was heißt Vorwegnahme polizeilicher Ermittlungsergebnisse? Es dreht sich in der Tat von Hanau um einen politischen, jedoch nicht rechtsextremistischen, Massenmord eines ideologisch beeinflussten Psychopathen an Ausländern, dieser öffentlich begangene Massenmord eines verwirrten Einzeltäters ist durch seinen anschließend verübten Suizid rechtskräftig geworden ist, dessen Rechtskraftwerdung jedwede polizeiliche Aufklärung erledigt.

Was die "Ausbildung" von psychopathischen Einzeltätern betrifft, denke ich, jeder Mensch erzieht sich selbst, entweder zu einem guten, oder zu einem schlechten Menschen. Es gibt in der Welt Gutes und Schlechtes. Wer das Gute wählt, wird leben, wer hingegen für sich das Schlechte wählt, wird in und mit dieser Wahl umkommen.

Was den "Markt" betrifft, der ist eine Illusion, es gibt ihn schlicht nicht. Es gibt den US-Kapitalismus, der sich globalisiert hat, dieser ist zutiefst verbrecherisch, da er nur gewaltsam und kriegerisch vorgehen kann, wer an ihm teilhat, wird sein Leben einbüßen. Die Regierenden, die sich an ihm beteiligt zeigen, werden mit diesem untergehen.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 23.02.2020 | 11:08

Das ist unfair! Ich stehe mit meiner politischen Gesinnung gegen jede Form von Rechtsextremismus, den ich in der AfD verkörpert sehe, aber auch gegen jede Form von Linksextremismus, der sich, in verdeckter Weise, in der Partei Die Linke wiederfindet. Beide Parteien, die AfD, die sich zweifelsohne auf die NSDAP zurückführen lässt, als auch Die Linke, deren verfassungswidrige Existenz ohne die KPD und ohne die SED undenkbar wäre, gehören meiner Meinung politisch verboten. Dieses politische Verbot gegen AfD und Die Linke auszusprechen, ist Sache der etablierten Parteien, nicht meine. Wer es versäumt, AfD und Die Linke aus dem Spektrum der bürgerlichen Parteien auszuschließen, macht sich mitschuldig an deren verbrecherischem Vorgehen. Nach meinem Verständnis ist Alexander Gauland ein tief verirrter Mensch, dem kein Rechtsextremismus vorzuwerfen ist. Hingegen sind Menschen wie Björn Höcke und (zeitweise) Alice Weidel politisch tief korrupt, da sie nationalsozialistisches, sprich völkisches, Gedankengut weitertragen. Dieser Tatbestand alleine stellt ein eminentes politisches Verbrechen dar, das verfassungsrechtlich (oder gerichtlich) zu ahnden ist.

RE: Rassismus – keine Chiffre des Hasses | 23.02.2020 | 10:43

Wieso "die Anschläge"? Es war ein Attentat eines, meiner Meinung nach, Psychopathen, dessen vollkommen überfordertes Bild dieser Gesellschaft als irrational einzustufen ist. Hass wird als feindliche Gesinnung definiert. Um aber eine feindliche Gesinnung gegen Menschen, die einem nichts Böses oder Schlimmes angetan haben, einzunehmen, bedarf es eines irrationalen Argumentes. Eben diese streng irrationale Argumentation von Psychopathen erlaubt keine rationalen Rückschlüsse auf ihr Verhalten, so dass gesagt werden könnte, warum hat er sich für sein widerlich irrationales Verbrechen nicht ein Fußballstadion ausgesucht. Eben weil er irrational motiviert war, konnte er nicht rational handeln, das heißt, er konnte in seinem ideologisch gefärbten gesellschaftlchen Hass keine rationalen Überlegungen anstellen, deren Ergebnis etwa lauten könnte, ich töte jetzt an einem Ort, wo zu erwarten steht (das ist das rationale Argument in seiner Überlegung), dass es eine möglichst große Anzahl von Opfern geben wird.