Bestattungsunternehmen

REZENSION Egon Krenz, letzter SED-Generalsekretär, beschreibt den Herbst 1989, die Öffnung und den Verfall eines Staates
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Es sei seine Sicht auf die Wende, die er schildern wolle, schreibt der Autor im Vorwort. Kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit also, ein Lernprozess nach Mass der Ereignisse auch bei einem von jenen, die über Jahre hinweg glaubten, einen Pachtvertrag mit der Wahrheit zu haben. Die Umstände der rasanten Zerfallsprozesse im damaligen sozialistischen Lager sind zwar bekannt, aber wie der letzte Multifunktionär aus dem alten Politbüro, Egon Krenz, sie begründet ist dennoch interessant. "Unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte", werden diejenigen sagen, die glauben, ein Erst recht auf Interpretation der Wende zu haben. Für den Leser, der zehn Jahre danach - inzwischen hinreichend informiert über flächendeckende Überwachung - noch