reieRMeister

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RE: Wer überwacht Wikileaks? | 16.04.2010 | 20:52

Danke für den Hinweis, den Artikel kannte ich noch nicht.

RE: Wer überwacht Wikileaks? | 15.04.2010 | 21:58

Ich empfehle den Chaosradio-Podcast zum Thema Wikileaks: chaosradio.ccc.de/cr149.html

Damit erhellt sich vielleicht die ein oder andere Frage.

Wer mag, kann ja gern versuchen, die Dokumente, welche die genaue Identität Julian Assanges offenlegen bei Wikileaks zur Veröffentlichung einreichen. Ihren eigenen Statuten gemäß müssten sie das veröffentlichen :)

Andererseits ist es ziemlich affig, Wikileaks darauf verhaften zu wollen, dass sie ihre kompletten Hintergründe offenlegen. Beim Spiegel oder dem Freitag verlangt ja auch keiner, dass der komplette Aufbau des Verlags offengelegt wird. Oder täusche ich mich da?

Die Presse sollte meiner Ansicht nach lieber etwas fröhlicher reagieren – endlich gibt es wieder die Möglichkeit, mit Informanten in Kontakt zu treten, ohne dass beide Seiten Gefahr laufen unerwarteten „Besuch“ zu bekommen.

Als auf Wikileaks Teile der TollCollect-Verträge veröffentlicht wurden, fand das in der Presse komischerweise kaum einer verwerflich. Bei der Veröffentlichung des Videos aus dem Irak brauchte die deutsche Qualitätsjournalismusszene zum großen Teil mehr als einen Tag, um überhaupt darüber zu berichten, dass da etwas veröffentlicht wurde.

Und was im Vorfeld der Veröffentlichung passierte, kann der geneigte Journalist ja auch gern mal untersuchen, der Twitter-Feed liest sich eher beängstigend (twitter.com/wikileaks/status/10961072669twitter.com/wikileaks/status/10961128724twitter.com/wikileaks/status/10961228323twitter.com/wikileaks/status/10961542838twitter.com/wikileaks/status/10962089524twitter.com/wikileaks/status/10962212235twitter.com/wikileaks/status/10962400912 usw.). Da scheint also richtig die Post abgegangen zu sein.

Gruß,
reieRMeister

RE: Endlich Alternativen | 30.05.2009 | 15:21

Hallo,

natürlich habe ich wieder die Hälfte vergessen. Genau genommen gibt es so einen Verein ja schon. Besuchen Sie doch einmal:

www.internet-beschwerdestelle.de/

In dem Zusammenhang interessant ist sicher auch:

mogis.wordpress.com/2009/05/29/liebes-bka-sehr-geehrter-herr-maurer/

Noch einmal schönes Wochenende!

RE: Endlich Alternativen | 30.05.2009 | 15:17

Sehr geehrter Herr Kraft,

das ist vielleicht nicht hunderprozentig die richtige Stelle, aber ich konnte keine E-Mail-Adresse von Ihnen finden. Im Bezug auf Nebenwirkungen von gesperrten Internetseiten sind vielleicht auch die Erfahrungen, die die Briten gerade machen, interessant:

www.wired.co.uk/wired-magazine/archive/2009/05/features/the-hidden-censors-of-the-internet.aspx

Die Erfahrungen scheinen ganz im Gegensatz zu den Äußerungen von Frau von der Leyen doch nicht so positiv zu sein. Das zeigt, dass eine Unwahrheit nicht wahrer wird, wenn man sie oft genug wiederholt.

Schönes Wochenende!

RE: Wappnet euch doch bitte besser | 18.05.2009 | 16:28

Hallo Herr Kraft,

mit einer Liste kann ich nicht dienen, aber vielleicht werden Sie ja bei wikileaks fündig. Bei der betreffenden Seite handelt es sich um die von Matti Niki. Er selbst hat das auf seiner Seite geschildert: . Passend dazu auch folgende Beiträge: und . Gerade diese Nebenwirkungen (die sich zwangsläufig einstellen werden, schliesslich ist das eine menschengemachte Liste) gekoppelt mit der nicht vorgesehenen rechtsstaatlichen und parlamentarischen Kontrolle werden dafuer sorgen, dass wir sicher noch eine Menge Spaß mit den Hinterlassenschaften von Frau von der Leyen haben werden, wenn sie schon lange nicht mehr in der Nähe irgendeines Regierungsgebäudes zu finden sein wird.

RE: Wappnet euch doch bitte besser | 15.05.2009 | 22:36

Sehr geehrter Herr Kraft,

es gibt immer viele Möglichkeiten, mit denen Menschen denken, sie könnten ein Problem aus der Welt schaffen. Die Augen vor dem Problem zu verschließen, war zu jeder Zeit ebenso beliebt wie nutzlos. Die wirkliche Lösung des Problems ist of langwierig, unspektakulär und manchmal teuer. Aber welche von beiden Varianten hilft wirklich?

Was bitte ist den schlecht an dem Vorschlag, die Polizei personell und fachlich überhaupt erst einmal in die Lage zu versetzen, solche Straftaten aufzuklären? In jedem Fall wäre das sinnvoller, als irgendwelche Stoppschilder irgendwohin zu setzen. Ich male mir nur mal den Fall aus, ich würde versuchen, in der Polizeidienststelle bei mir um die Ecke einen Fall von Kinderpornographie im Internet anzuzeigen. Die vielen Fragezeichen in den Augen der Beamten kann ich mir jetzt schon gut vorstellen.

Genau genommen ist der Weg über eine besser ausgestattete Polizei der einzig rechtstaatlich gangbare Weg. Er wird sicher teurer, als eine Netzzensur. Aber im Gegensatz zur Zensur, wird dieser Weg am Ende auch tatsächlich das Problem bekämpfen (lösen sicher nicht, leider).

Die möglichen Nebenwirkungen sind nicht aus der Luft gegriffen. In Finnland steht nach wie vor eine große Anzahl an legalen Angeboten auf der Sperrliste (inklusive der Seite eines Zensurkritikers). In Australien stand die Seite eines Zahnarztes auf der Sperrliste. Sie können mit Hilfe der Suchmaschine ihres Vertrauens weitere Beispiele finden. Wenn Sie denn nur wollen.

Schönes Wochenende