Das Mädchen & die Stadt (3)

Eine erwachsene Liaison, denkt das Mädchen, hätte sie jetzt gern. Etwas mit amerikanischen Drinks in einer Bar und seltsamen Gesprächen, die nur im ...

Eine erwachsene Liaison, denkt das Mädchen, hätte sie jetzt gern. Etwas mit amerikanischen Drinks in einer Bar und seltsamen Gesprächen, die nur im Inneren eines Kreises zu verstehen wären. Müde sein will sie, während wir uns über die Gläser beugen und das Licht blau ist, und die Musik würde das Niveau heben. Sie spricht diese deutsche Sprache. Aber die Wörter gehören ihr nicht. Nein, die Wörter gehören der Stadt! Den Schnabel soll sie halten! Still sein für immer! Oder plötzlich armenisch sprechen. Ich verstehe sie ja sowieso nicht. Die Stadt ist einsam, die Stadt vermisst das Mädchen. Der Stadt geht es wie den Zähnen ihrer Exfreunde: Wenn niemand sich um sie kümmert, verfällt alles. Wasser stürzt sich aus gewaltigen Höhen herab, Flugzeuge ergreifen die Flucht, Autos fahren neurasthenisch hin und her. Die Stadt wird panisch. Kein Wunder, es ist Sommer, es ist Mittag. Die Drinks bestehen aus Einzelheiten

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