rhonda1417

sozial engagiert...gefährliches halbwissen...weiblich...46...
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RE: Wir ungeliebten politischen Jugendlichen | 03.10.2009 | 12:00

@hofnarrflorian:

Natürlich sollte man differenzieren, natürlich darf man nicht alle über einen Kamm scheren, natürlich gibt es viele Jugendliche, die politisch sind, wie dieser Artikel ja beweist. Nur war es wichtig, zunächst einmal überhaupt diese Thematik aufzugreifen. DASS es diesen Artikel gab, ist sehr erfreulich. Dass er aber noch lange nicht den Kern getroffen hat und viele Fragen offen blieben, ist sicherlich wahr. Läge an der Redaktion, dem "Kratzen an der Oberfläche" einen Sinn zu und den jungen Autoren die Chance zu geben, sich erneut, differenzierter und noch politischer, darüber äußern zu dürfen. Die Disskussion über den Artikel, die Schelte, die die Verfasser(innen) einstecken mußten, beweisen, dass Informations- und Aufklärungsbedarf vorhanden ist, wie "unsere Jugend" tickt. Diese bleibt den Jugendlichen selbst vorbehalten, wir "Alten" sollten die Lauscher spitzen und versuchen zu begreifen und daraus zu lernen...Wäre spannend!

RE: Wir ungeliebten politischen Jugendlichen | 25.09.2009 | 19:38

An MH120480!

Die Welt, in der Sie leben, scheint eine recht unbeschwerte zu sein, in der man mit klug und bissig vorgebrachten Formeln, Zynismus und Häme seine Ziele erreichen kann. Herzlichen Glückwunsch dazu!!!
Die Welt, in der ich arbeite ist eine völlig andere. Die Jugendlichen, mit denen ich dort tagtäglich zu tun habe, kommen aus Verhältnissen, in denen das Internet (dezentrales Organisieren...)weitestgehend zum Chatten und Downloaden genutzt wird, sofern die finanziellen Mittel der Eltern überhaupt da sind, einen Internetzugang zu ermöglichen. Dort geht es um nicht erbrachte Schulabschlüsse, fehlende Ausbildungsplätze, finanzielle Nöte.
Da schreiben zwei 18jährige Mädchen mutig und altersgerecht einen Artikel, in dem sie genau diese jungen Menschen ansprechen möchten. Wenn es devot auf Sie wirkt, dass diese jungen Frauen, ganz am Anfang ihres Erwachsenenlebens, vorsichtig formulieren und jeglichen Zynismus beiseite lassen, ist das sehr befremdlich und überdenkenswert. Aber vielleicht fällt es Ihnen schwer, einfach einmal "geradeheraus" zu denken und zu lesen, zu versuchen, zu verstehen, was geschrieben wurde, gerade weil es Ihnen, ganz offensichtlich, schwer fällt, sich in diese Generation hineinzuversetzen.

Ich meine es gut...ich freue mich sehr, dass Sie zumindest DAS so verstanden haben, wie es gemeint war. Ich habe das Bedürfnis dazu. Unsere Generation hat viel verbockt, ich freue mich über alle jungen Leute, die trotzdem zupackend und mutig genug sind, sich zu äußern.

Liebe Grüße

rhonda1417

RE: Wir ungeliebten politischen Jugendlichen | 25.09.2009 | 10:56

Hallo Weinsztein (und viele Andere)!!

Du meine Güte...was für ein Hype dieser eine Satz auslöst...
Wenn zwei 18jährige versuchen zu erklären, dass Jugendliche und Jungerwachsene, ZUSÄTZLICH zu dem Wunsch, dass die Welt wieder eine erfreulichere wird,
außerdem den Wunsch nach finanzieller Sicherheit und Harmonie haben, werden sie so platt gemacht??
Was soll das denn? Es geht eindeutig aus dem Artikel hervor, dass sie die Situation differenziert sehen, nicht dumpf vor der Glotze hängen und Andere machen lassen wollen.
Spießig finde ich die Heuchelei, wenn das als Spießertum bezeichnet wird. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die "Freitag" Klientel zumindest einen Beruf erlernt hat, arbeiten geht, eine Wohnung hat...wie ensetzlich spießig!!
Schade (und ein wenig oberflächlich...sorry!) finde ich auch, wenn die Beiden aufgefordert werden, ihr Leben zu genießen, "die Sau rauszulassen", keine Utopien haben...Kennen wir sie? Wissen wir, ob sie nicht genau DAS tun??!!

Ich empfange da andere "Vibrations". Sicherlich sind viele ihrer Äußerungen Ergebnisse der Existenzängste, Sorgen um die Zukunft und der allgemein recht angespannten Stimmung, die ja jeder von uns im Alltag spürt.

Sicherlich ist die Thematik noch ausbaubar, man müßte mehr von ihnen erfahren, ihr Leben kennen, um zu verstehen.

Genau darum geht es ihnen ja. Nicht nur auf sie einkloppen, sie sind ja nunmal erst 18. Nachhaken, warum, wieso und weshalb...danach fragen sie ja.
Wir Alten haben gut reden, beweisen viele der Kommentare nicht genau das, was sie kritisieren??

Liebe Grüße

rhonda1417

RE: Wir ungeliebten politischen Jugendlichen | 24.09.2009 | 23:56

Hallo Rebecca und Denise!

Wie es mir scheint, haben einige Leser Euren Artikel leider fehlinterpretiert, oder einfach nicht sorgfältig genug gelesen. Ich finde es sehr mutig und erfreulich, dass Ihr versucht, anderen erklären zu wollen, warum es immer weniger junge Menschen gibt, die optimistisch in die Zukunft blicken, sich aufraffen können, Verantwortung zu tragen und sich politisch, in welcher Form auch immer, zu empfinden und betätigen.
Wer im Alltag mit Jugendlichen zu tun hat, weiß, dass viele Eurer Einschätzungen richtig sind.
Wer nicht kapiert hat, dass Ihr mit Eurem Artikel Erklärungsversuche abgebt, versucht eine Diskussion anzuregen, um eben diesen negativen Strömungen etwas entgegenzusetzen, hat auch nicht kapiert, dass Ihr eben nicht so seid. Nicht negativ, nicht unpolitisch, nicht inaktiv.
Ich bin gespannt auf die Beiträge der anderen Jugendlichen, endlich einmal zu hören, was Ihr zu sagen habt!!

Weiter so.