ria

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Präventivjustiz (2): Jasmin und der Christopher Street Day | 06.07.2009 | 01:05

Ich würde mich freuen, wenngleich ich vorauseilend nervös bin und fieberhaft überlege, was ich daraus vorlesen sollte.
Wenn ich schon keinen Verlag finde, möchte ich doch wenigstens ein geneigtes
Publikum haben.
Hoffentlich verhebe ich mich nicht an dem Projekt eine Fortsetzung schreiben zu wollen, in die ich Jasmins Geschichte einfliessen lassen will.
Wie auch immer: Ich möchte dich gerne kennen lernen. Und auch die anderen von der SHG.

RE: Präventivjustiz (2): Jasmin und der Christopher Street Day | 05.07.2009 | 23:43

Es stimmt leider schon: Ohnmächtig bleiben die, die fest an ihre Ohnmacht glauben.
Allerdings sollten hauptsächlich die was spenden, die auch was haben. Dummerweise sind die meisten Transen, die ich kenne, ziemlich arm. Ich bin da mit meinem relativen Wohlstand, der mir zum Beispiel erlaubt Bücher zu schreiben die nichts einbringen, eine echte Ausnahme.
In ein paar Wochen bin ich wieder flüssig und kann den Klingelbeutel ordentlich erschweren. Für ein Kleid habe ich dann auch noch was über, also keine Sorge.

RE: Präventivjustiz (2): Jasmin und der Christopher Street Day | 02.07.2009 | 23:57

Ich ziehe vor Allem vor jaguarle meinen Hut - na, sagen wir die falschen Haare.
Dein Engagement ist unglaublich und unglaublich ansteckend!

RE: Präventivjustiz (2): Jasmin und der Christopher Street Day | 02.07.2009 | 20:02

@kira: Ja, genau, das ist die Frage. Warum wird Jasmin das verwehrt? Weiter ist zu fragen: Wem nutzt das, wenn sie im MRV bleibt und dort eingeht?
Darauf würde ich gerne eine Antwort finden, oder wenigstens Hinweise, wie die Antwort aussehen könnte.
Der 'Schutz der Öffentlichkeit' kann es nicht sein, denn offenbar kommen gefährliche Leute raus, wenn sie den Therapeuten und Gutachtern nur brav in die Karten spielen und ihnen Honig ums Maul schmieren.
Wenn mich jemand hartnäckig als Mann behandelte und mit Herr... anspräche, würde ich ihm mit dem Arsch ins Gesicht springen. Trotzdem bin ich draussen und nicht im MRV.
Vielleicht habe ich gerade einen Ansatz für eine mögliche Antwort gegeben...vielleicht auch nur ein klitzekleines Detail...

RE: Präventivjustiz (2): Jasmin und der Christopher Street Day | 30.06.2009 | 16:59

Meiner Meinung nach sitzt Jasmin schon lange genug drin, im 'normalen' Strafvollzug wäre sie schon längst wieder draussen. Hier wird sich auf Gutachten und Prognosen gestützt von Leuten, die Transexualität möglicherweise per se abartig finden. Es ist doch völlig klar, dass der Massregelvollzug, der Jasmins
Transsexualität nicht anerkennt nur Konflikte schürt und Aggressionen provoziert.
Ich kann das gut nochvollziehen, ich bin selbst eine Transe. Bei mir gibt es nur ab und zu Situationen, in denen ich mich ignoriert fühle. Um wieviel schlimmer muss es sein in einer Einrichtung festgehalten zu werden, die eine als Person nicht wahrnehmen will und eben auch die ganze Vorgeschichte nur selektiv beleuchtet.
Die können Jasmin da nicht helfen, höchstens zerstören und dann glauben Recht behalten zu haben.