Mit dem Alt-Griechisch am Ende

Austerität Die Regierung von Premier Antonis Samaras gehorcht den Sparauflagen der Troika und schleift das Bildungssystem
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 49/2013

Wenn Katerina Petridi (47) von der Schule nach Hause kommt, möchte sie am liebsten alles hinwerfen und alles vergessen – das tägliche Chaos, die Furcht vor dem Abstieg, den Kampf um ihr berufliches Überleben. Sie ist Deutschlehrerin an einem Gymnasium im Athener Stadtviertel Neos Kosmos und seit 14 Jahren im Schuldienst, Verdienst 970 Euro netto. Das ist nicht viel, aber sie liebt ihre Arbeit.

Seit jedoch im Sommer die Regierung das von der Troika geforderte Gesetz zum Stellenabbau im öffentlichen Dienst verabschiedet hat, lebt sie in ständiger Angst.Es wurden bereits 2.000 Lehrer in die „Mobilitätsreserve“ versetzt, was so viel heißt wie Zwangsbeurlaubung mit einem um 25 Prozent gekürzten Gehalt. Wer nach neun Monaten keine andere B