Opel jetzt in den richtigen Händen?

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Da stritten sich die Herren und Damen ja eigentlich nicht darum, ob und wie Opel zu retten sei, sondern wer es kriegt. Die Variante, Opel einfach den Beschäftigten zu geben, wurde natürlich nicht einmal angesprochen. So absurd ist diese Variante nicht, wie sie zunächst klingt, sie ist nur die weitestgehende und sie liegt halt quer zu Kapital-Interessen.

Aber was wäre wenn? Die Abhängigkeit von Kapitalgebern ist damit natürlich nicht vom Tisch. Opel wäre immer noch in einem kapitalistisch organisierten Markt unterwegs. Aber es würde doch Perspektiven öffnen: Schwerpunkt wäre die Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Existenzsicherung. Und diese wäre nur erreichbar, wenn die Produktpolitik Zukunftstechnologien mit Nutzerorientierung und ansprechendem Design verbinden kann.

Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass, wie im Fall Opel, ganze Flotten am Markt vorbeiproduziert würden, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Design mit abstimmen könnten? Oder wären Themen wie die Reduktion der Verbrauchs und des Schadstoffausstoßes solange hintenan gestanden?

17:40 01.06.2009
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Geschrieben von

RichardHeigl

Historiker
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