RE: Die SPD braucht die Re-Sozialdemokratisierung | 15.02.2018 | 16:53

Jaaaaaawohl, "Martin Schulz, der sich im Wahlkampf vorübergehend als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit inszenieren wollte" . . . das war es doch, was den bislang nur als Europafreund bekannten Schulz den Schulz-Hype auslösen lies, ein Hype, der sich mit der allgemeine Erkenntnis verflüchtigte, Schulz ist keiner, der zumindest für echte Agenda-Korrekturen steht.

Die große Frage der SPD – weiterhin den Zusammenhang zu leugnen, den ihre Wahlergebnisse mit der ENTWÜRDIGUNG verbindet, die die Agenda-Politik zu verantworten oder eben nicht.

Sollten die Jusos nun endlich dies in aller Dramatik verstanden haben dann besteht doch noch Hoffnung.

Mein Ratschlag & Maßstab, man bewerte jeden Sozialdemokraten daran, ob er bereit ist zu einem echten ehrlichen MEA CULPA. Wenn nicht, so heißt dies letztlich GG §1 geht der SPD weiterhin am Allerwertesten vorbei.

RE: „Die Armen sind Gegner“ | 23.01.2018 | 19:12

anregend in der Tat.

Nur.

„Es gibt heute keine großen ideologischen Konflikte mehr.“

Ist es nicht vielmehr so daß die bequemen ideologischen Schubladen ausgedient haben – soweit so gut, nur hat sich dadurch nahezu ungestört der neoliberale Zuckerschleims allgemeine verbreiten können. Die negativen Folgen fallen jedoch immer schmerzhafter auf immer mehr Füße die sich dies immer weniger gefallen lassen.

RE: Stabil heißt nicht legitim | 23.01.2018 | 18:40

Sorry, wir stimmen wohl in den meisten Punkten überein, habe mich eben an dem einen Satz aufgehängt.

RE: Stabil heißt nicht legitim | 23.01.2018 | 15:09

"Die Bürgerinnen und Bürger brauchen d i e s e EU noch am wenigsten."

Die Betonung liegt richtigerweise auf d i e s e. Aber. Der Satz geht auch noch kürzer: Wir brauchen d i e s e EU am wenigsten, oder brauchen d i e s e EU nicht, oder gar wir können also, sollen also, dürfen also, müssen also diese EU zerschlagen. War vielleicht so nicht intendiert, aber ist genau das Wasser auf die Mühlen derer, die dies wollen.

Ja, mit Blick auf die neoliberale Ausrichtung der EU und die Aussicht darauf, daß diese sich auch noch verschärft, möchte solcherlei gern ganz genauso formulieren. Möchte. Nur sollte man dies auch? Oder sollte man die Konsequenzen dessen überdenken, sollte das was man da formuliert auch eintreten?

Anders gesagt: Sollte man eine Zerschlagung der EU tatsächlich herbeireden? Wem würde dies nützen? Wer würde dann jubilieren? Berücksichtigt man den Zeitgeist und nicht eigene Wunschvorstellungen dann sollte es klar sein, die nach deren Maßgaben dann regiert würde, das wären die großen und kleinen Trumps dieser Welt, der Nationalismus dürfte fröhliche Urstände feiern.

Die EU ist keine linke Veranstaltung, mit Sicherheit nicht. Nur würde ihre Zerschlagung heute, unter den herrschenden Bedingungen, nur morgen zu einem Sieg derer werden, die noch übler sind als die die da heute regieren.

Ergo kann es doch nichts anderes geben als das mühsame Geschäft der Aufklärung fortzusetzen. Dafür zu kämpfen das eines Tage die EU sich zu durch und durch demokratischen und sozialen und friedsamen und, und vor allem, nachhaltig wirtschaftenden Vereinigte Staaten entwickeln.

Wie wäre es damit: Wir sollten uns über d i e s e EU e m p ö r e n und für eine bessere kämpfen.

PS

Wollte nach langer Zeit nur mal reinschauen . . .

RE: Nordkoreas Wasserstoffbombe | 03.09.2017 | 17:28

Wie wahr.

Wäre es nicht schön, wäre die UN die machtvolle, wirklich unabhängige Institution, die es sein sollte - könnte?

RE: Nordkoreas Wasserstoffbombe | 03.09.2017 | 16:55

Sollten wir nicht statt der technisch-wissenschaftlichen Frage nach der exakten Kategorisierung der der aktuellen Eskalationsstufe nicht vielmehr fragen, nach möglichen Lösungen suchen. Denn von auch nur halbwegs vernünftigen Lösungsansätzen ist mir nichts bekannt.

RE: „Haut/ab!“ | 21.11.2014 | 18:57

Wer glaubt, frühkindliche Beschneidung wäre kein schwere Körperverletzung für den ist Waterboarding wohl auch nur eine Art Kneipanwendung.

RE: „Hermeneutik“ | 11.09.2014 | 13:19

So unglaublich spannend sich Bog&Thread für mich darstellt so stellt sich mir vor allem eine Frage: Wie weit lenkt die Hermeneutik vom eigentlichen Wesen der Musik ab? Ist doch die Musik, wie keine andere Kunstform in der Lage, unmittelbar in unsere unsere Emotionen einzudringen. Sollten theoretische Betrachtungen zur Musik nicht diesen Aspekt mit einbeziehen?

RE: Wo bin ich? | 11.09.2014 | 12:23

Wahre Kunst wird mE kaum ohne echten inneren Impuls herzustellen sein. Diesem als Rezipient nachzuempfinden, ist für mich auch eine Basis allen Kunstgenusses.

RE: Wo bin ich? | 11.09.2014 | 11:38

@ Wagner sage ich lieber nichts, obwohl es sicher spannend ist, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es gibt überhaupt nur sehr, sehr selten Arien, die ich hören kann. Das hängt mit meinem - womöglich übersensiblen - Gehör zusammen. Dieses nimmt nun einmal sehr präzise wahr, ob tatsächlich gefühlte Emotionen ausgedrückt werden, oder die Stimme nur - egal in welcher Perfektion - handwerklich alles richtig gemacht wird.

"das Dilemma des unharmonischen Verhältnisses des Privaten und Politischen" - eine Frage, anhand welcher sich mE die meisten gesellschftlichen Widersprüche aufdröselt werden sollten. Befindet sich doch Jeder zwischen diesen beiden Polen.