rioges

Dieses haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab. G. C. Lichtenberg.
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RE: Die Linkspartei muss sich für einen Weg entscheiden | 19.12.2021 | 11:59

Eines der Hauptprobleme dieser Linkspartei ist, dass sie Partei ist.

Unser parteipolitischer Parlamentarismus ist so konstruiert, dass, sowie es eine Kraft auf die Abgeordnetenplätze schafft, so viel Pfründe zu verteilen sind, ob als Abgeordnete oder Mitarbeiter etc. wie sie nie getträumt hätten.

Das führt dahin, dass schon sehr schnell bei vielen nicht zu erkennen ist um was es ihnen wirklich geht: Inhalt oder Kohle? Ich habe schon einige erlebt, die ihr parteipolitisches Engagement exakt danach ausgerichtet haben, wie sie an die kleineren und dann großen Töpfe kommen, wie lange sie dort verharren (neugewählt) werden müssen um in die Gunst der BT-Rente zu kommen. Ansonsten wären sie als Aushilfskraft in einem Copy-Shop geendet.

Ein Problem, dass beileibe nicht nur diese Partei mit dem anmaßenden Namen hat, ein Problem des parteipolitischen Parlamentarismus.

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 01.06.2021 | 14:19

Das Thema Bildung ist für mich schon lange ein Beweis dafür, dass die Parteiendemokratie gescheitert ist. Das auch die Linkspartei da nicht weiterkommt, unterstreicht das nur.

In einigen Bundesländern müssen Lehrer in den Ferien sogar zum Arbeitsamt, da sie nur Zeitverträge haben!

Aber wenn bei der Bundeswehr mal ein Rucksack nicht richtig sitzt, wird sofort nach beserer Ausrüstung geschriehen.

RE: An der Neuen Seidenstraße | 01.06.2021 | 10:52

"Ich weiß nicht, ob das früher so viel besser war. "

Bin mir ziemlich sicher, dass es früher besser war. Ich sehe dafür zwei Hauptgründe: Es gab die asozialen Medien noch nicht und in der westdeutschen Linken gab es nicht viel zu verteilen.

Als ich vor langer Zeit noch in der Partei mit dem anmaßenden Namen war, hörte der kulturvollen Umgang miteinander auf, als die Partei in diverse Parlamente einzog und es plötzlich etwas zu verteilen gab, Mandate und Jobs.

RE: An der Neuen Seidenstraße | 01.06.2021 | 10:47

Das ist mir jetzt doch etwas zu einfach. Man darf nicht vergessen, dass auch im russischen Geheimdienst wahrscheinlich verschiedene Fraktionen und Interessen existieren, auch solche die Putin und das Land destabilisieren wollen.

Geheimdienst bleibt Geheimdienst, das sind Banditen überan, auch beim BND.

RE: An der Neuen Seidenstraße | 30.05.2021 | 12:44

Die Art und Weise wie hier manchmal diskutiert - oder besser beschimpft - wird, finde ich ätzend.

Anscheinend geht der Geist eines geistreichen und konstruktiven Streits auch bei vielen linken Menschen immer mehr verloren. Die Linkspartei ist schon dran gescheitert.

RE: Der Cyber-Partisan | 30.05.2021 | 12:38

Zum Thema Doppelmoral kann ich Ihnen nur recht geben.

Andererseits: Wenn ein zum "Partisan" hochstylisierter Neonazi von einem brutalen Diktator geschasst wird, löst das bei mir keinerlei Gefühle aus, höchstens Würgegefühle.

Meine Emphatie gehört den zahlreichen Demonstranten in Belaruss und im Exil.

Alles andere sind dreckige Aktionen irgendwelcher Geheimdienste. Das war auch bei Nawalny und diesem komischen Doppelagenten in GB so.

Traurig nur, was in unseren Qualitätsmedien alles verschwiegen wird. Und das der freitag zum Thema nicht mehr Qualität liefert.

RE: Biden und der Bumerang | 16.05.2021 | 12:01

Wer sich schon einmal mit der rund 6.000 jährigen Geschichte der chinesischen Kultur beschäftigt hat, kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass man China nicht durch die westliche Brille beurteilen kann. Leider tun das die meisten, auch linke Menschen, im Forum.

Von unserem verlogenen Außenministerversuch brauchen wir gar nicht erst zu reden. Und die Grünen, mit ihren zahlreichen Ex-Maoisten (eine wunderbare Replik dazu in Wolfram Elsners: Das chinesische Jahrhundert) stehen, angeführt vom CIA-Büttel Bütighofen, ganz vorne beim China-Bashing.

Interssant, dass niemand erwähnt, dass auch die Bundeswehr in Zukunft unsere Demokratie nicht mehr am Hindukusch, sondern bald im südchinesischen Meer verteidigt. Die werden sich alle wundern, denn so wie zu Kolonial-Zeiten kann man mit China schon lange nicht mehr rumspringen.

RE: Allen Grund zum Aufstand | 13.05.2021 | 15:09

Es ist eigentlich skandalös, was in diesem Land mit den Pflegekräften gemacht wird. Solange Autos-Zusammenschrauben besser bezahlt wird wie Pflegeberufe, solange Autobahnen in einem besseren Zustand sind wie viele Schulen, so lange wird sich nix ändern. Schlimm genug, dass das für die Parteien kein Thema ist.

Leider ist nicht absehbar, dass es eine Konstelation gibt, die das wirklich ändert. Gut das es wenigstens ver.di gibt.

Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht gelesen, wie es gelungen ist auf einer Pflegestation Streiks zu organisieren: Nach langer Überzeugungsarbeit hat eine ganze Station sich zum Streik entschlossen und mehrere Tage vorher die Vorgesetzten davon unterrichtet. Dadurch war der schwarze Peter dort. Aber es war halt viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

RE: Ab in die Produktion mit euch! | 26.04.2021 | 12:29

"Die Sorge der Politik um die Gesundheit der Bürger hat offenbar klare Grenzen!"

Das ist vollkommen richtig und diese Grenzen heißen schlicht "Kapitalismus". Den Menschen werden (berechtigte) Beschränkungen auferlegt, die Wirtschaft bleibt weitgehend unbehelligt - klarer geht es nicht.

Politik und Mainstream-Medien thematisieren das nicht (es gibt außer der jw übrigens noch das nd die dagegenhalten).

Da erscheinen auch die Mainstream-Medien manchmal wie gleichgeschaltet und es werden dort kritiklos CIA-Think-Tanks nachgeplappert, vor allem wenn es um China oder Russland geht.

RE: Nach allen Seiten offen | 22.04.2021 | 10:17

Das Problem unserer Parteiendemokratie ist, dass es bei allen nur noch um Ämter, Sitze oder die daranhängenden Jobs geht. Inhalte sind seltenst gefragt.

So sind auch die Oliv-Grünen zu einer politischen Hure verkommen, die bei entsprechender Bezahlung mit jedem ins Bett steigt.

In Frankfurt am Main kann man gerade studieren, was die Grünen vor allem nicht sein wollen: Links.