ritter robert

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RE: Hope I die before I get … boring! | 13.11.2010 | 00:42

Nein mir geht es auch nicht darum, dass sich Ferry nach ihr richten soll, dass das mittelfristig nichts funktioniert zeigt ja Madonna. Sondern es geht um die Frage, ob alt gediente Heroen der eigenen musikalischen Sozialisation wann und unter welchen Bedingungen als Pop im sinne einer fort-/Neuentwicklung des Pop Status quo angesehen werden können. Also eben nicht dort verharren, wo sie mal waren, sondern für die nachwachsende Generation(en) eine bereicherndes Element darstellen können. Und dies scheint mir ein schwieriger Akt, und ob da Kate Moss hilft? Denn einig sollte man sich schon sein, dass Pop eher ein jugendthema denn ein solches von erwachsenen ( in der Regel) ist, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

RE: Hope I die before I get … boring! | 10.11.2010 | 18:08

zunächst einmal scheint es mir schwierig, morissey und mark e. smith in einen topf mit joe cocker, bryan ferry oder keith richards zu werfen und sei es auch nur weil ein fan der einen gruppe in seltenden fällen auch ein fan von der anderen gewesen sein mag oder aber die ursprüngliche zielgruppe unterschiedlich war. aber das ist auch eigentlich nicht von interesse. die frage, die sich doch stellt ist, ob unabhängig davon, welcher gruppe ich anhänge, im fall von pop-musik es überhaupt ein altern in würde geben kann oder andersrum gefragt, ob das dann eigentlich noch pop im sinne einer aktuellen musikströmung sein kann. dies soll nicht die leistungen älterer protagonisten abschätzen, ich vermute nur stark, dass die schwierigkeit am ende darin besteht für sich die frage zu entscheiden, welche zielgruppe man bedienen mag. und da, so scheint madonna tatsächlich ein klassischer fall zu sein, trennt sich die spreu vom weizen. denn auch wenn sie über die mittel verfügen mag, durch entsprechende engagements der aktuell angesagten produzenten zeitgemäße musik zu entwickeln, so kauft man ihr das zumindest in dem alter, in dem die entsprechende musikalische sozialisation wohl stattfindet nicht mehr ab; und daran ändern auch obskure diäten und tolle leggings nichts. ob im fall von bryan ferry die aufnahme mit kate moss, welche 16-jährige interessiert sich eigentlich noch für die?, und das album nun eine weiterentwicklung darstellt oder sich in einen aktuellen musik-kontext eingruppieren und dem neue anstöße liefert, kann ich nicht beurteilen. allerdings war bryan ferry schon als er mir das letzte mal begnete (1985 mit Boys Girls) aus meiner sicht nicht revolutionär und auch nicht evolutionär. insoweit hätte er es leichter, müsste er doch nur konservieren. aber eher was für die Ü40 party, würde ich vermuten. mich würde daneben interessieren, wie die jugend von heute das letzte grace jones album aufgenommen hat. für mich war es toll, neu und irgendwie gut, aus deren sicht aber wahrscheinlich eines von vielen und bei weiten nicht revolutionär. who knows.

RE: Little Big Bands | 14.10.2010 | 15:42

kann mir mal jemand erklären, worum es in dem Artikel geht? Ist es das neue Belle and Sebastian Album, Prefab Sprout oder wird nur ein Anderssein goutiert, das gerade im Zusammenhang mit dem Fanta4 goes commercial Artikel schal und vor allem Schade ist. Interessanter wäre es gewesen, die Zusammenhänge aufzuzeigen, welche Bedingungen der Markt diktiert, die zu solchen Little Big Bands führen und warum es gerade für Little Big Bands oftmals eine (überlebens-) wichtige Entscheidung ist, sich für/gegen einen Werbespot zu entscheiden. An der Stelle sei noch angemerkt, dass trotz oder gerade wegen des Umstandes, dass bspw. die Go-Betweens in einem Spot verwendet wurden, mich nicht nur für sie gefreut hat, das Enttzücken war auch auf meiner Seite. Und, irgendwie habe ich das Gefühl, dass es noch ganz andere little big bands gibt, außer solche, die groß wurden als wir klein waren, aber das war ja das Thema, oder?