Ausländer und Fußball

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Lieber deutscher Otto Normalverbraucher, jetzt seien wir doch mal ehrlich. Mit den Ausländern ist das doch so: Verschiedene Nationen haben verschiedene Tabellenplätze, so wie in der Bundesliga. Der Unterschied ist nur, dass es in der Ausländertabelle noch weniger Bewegung gibt als in der Bundesliga. Ganz weit vorne liegt bei uns immer der Ami, auch wenn wir es mit seiner Außenpolitik nicht so sehr haben. Der Ami ist quasi Bayern München für die Ethno-Tabelle.

Generell die englischprachigen Länder, vor allem wenn sie schön weit weg sind, wie Australien. England ist auch noch ok, die haben so tollen Humor, der gefällt dem deutschen Angestellten, der sich für witzig hält. Mr Bean und natürlich Monty Python für die ganz Anspruchsvollen. Dann kommen die Italiener und die Spanier, da fahren wir gerne in den Urlaub und finden es toll, wie leidenschaftlich sie sind und zu leben wissen: "Die arbeiten um zu leben und nicht umgekehrt." Und das Essen ist lecker. Danach die Griechen, auch wenn die halt nicht wirtschaften können. Aber das denken wir generell von den Südeuropäern. Immer lustig und amore, aber Autos können sie keine bauen und mit Geld umgehen sowieso nicht. Die Franzosen sind auch in dieser Gruppe, natürlich sind sie sehr arrogant und die Sprache klingt total schwul, aber irgendwie mögen wir sie doch, Paris ist schön und auch die Cote d'Azur.

Dann kommen die Polen und generell die Osteuropäer. Mit denen haben wir es nicht so sehr. Da fahren wir auch nicht so gerne in den Urlaub, Scheißwetter da, und die nehmen tendenziell deutschen Handwerkern die Arbeisplätze weg und besaufen sich viel. Wie die Russen, das sind ja alles Alkoholiker. Bei den Osteuropäern sind wir definitiv schon im Bereich der Abstiegszone. Und die Schlusslicher sind halt die Türken und die Neger. Die Neger, das hat Tradition, ist ja noch nicht lange, dass wir überhaupt sicher sind, dass wir zur selben Spezies gehören. Mit den Türken, das ist so eine Sache. Wir kannten die bis vor nicht allzu langer Zeit ja kaum, höchsten aus Karl May Romanen. Und plötzlich kommen die hierhin, als Gäste wohl bemerkt, und sind dann so ganz anders. Die sind ja nicht mal Christen. Und werden auch noch frech: "Also wenn ich irgendwo zu Gast bin benehm' ich mich ja auch anständig." Ist jetzt nicht so, dass du es gut findest mit dem Umbringen von den Türken, aber das einem hin und wieder der Kragen platzt mit den Kanacken, ja gut, wir sind alle nur Menschen.

So ist das mit den Ausländern in Deutschland.

Mit positivem, rein auf Wirtschaftsleistung und Erfolge der Nationalmannschaft basierten patriotischen Gruß, man wird ja wohl noch stolz sein dürfen,

dein

René

13:43 01.12.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kommentare