Donau-Radl-Tour-Blog die Erste!

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Gestern bin ich von Passau mit dem Radl bis in die Nähe von Linz gefahren (90 Kilometer, was ich selber kaum glauben kann). Besonders die Donauschlingen mit den steilen bewaldeten Hängen, die die Donau flankieren und die Stille dort haben mir gefallen. Mit letzten Kräften, vier Büchsen Bier im Gepäck und leichten Schmerzen in beiden Oberschenkeln und den Knien habe ich an der Wasserkante der Donau mein Zelt aufgeschlagen. Leider ist mir erst aufgefallen, wie laut das etwa fünfhundert Meter entfernte Wasserkraftwerk samt Schleuse ist, nachdem ich es mir gemütlich gemacht und die erste Büchse Bier geöffnet habe. Egal, dachte ich, dann höre ich dem Ding halt beim Stromerzeugen zu. Nach der dritten Büchse kam Wind auf und brummelte und blitzte der Himmel bedrohlich, die Pollen der Linden und Pappeln wirbelten umher wie Schneeflocken, was mich völlig verzückte. Kurz vorm Schlafengehen machte ich noch einen kleinen Spaziergang und sah zweihundert Meter flussaufwärts ein Schild auf dem stand: Bereich des Kraftwerks. Todesgefahr! Oh, oh, was nun, dachte ich. Doch zum Zelt wieder abbauen und neuen Platz suchen war ich zu entkräftet und entspannt, weshalb ich blieb wo ich war. Das Gewitter zog vorüber, das Kraftwerk blieb artig, wurde zu einem Teil von mir, den ich noch gar nicht kannte. Kurzum, ich habe geschlafen wie ein Engel. Heute Morgen bin ich mit einem höllischen Muskelkater aufgewacht, der mich daran erinnerte, was ich noch alles vor habe. Linz, Wien, Bratislava, Budapest, Schwarzes Meer und natürlich den Roman fertig schreiben. Jetzt sitze ich in Linz auf dem Hauptplatz, wo Flohmarkt ist, trinke Kaffee, schreibe und treffe später meinen Cousin, der hier auf einer Schauspielschule studiert. Servus!

11:55 22.06.2016
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Geschrieben von

Robin Becker

Ich bin Sozialpädagoge, Schriftsteller (Romane: "Das Kino bin ich", "Fortbildung bei Gott", "Komfortzone") und vieles mehr.
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