Robinsohn

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RE: Ein Reförmchen | 14.03.2015 | 00:23

"Unterm Strich heißt das mehr Macht für Frauen."

Immerhin haben die Frauenbewegten inzwischen so viel Macht, dass sie die Quote durchsetzen konnten.

Ihre Geschlechtsgenossin Merkel betonte noch 2014 vor Vertretern der Wirtschaft: "Wir alle sind gegen die Quote." Möglicherweise hat Frau Löffler das mit der Erwähnung Merkels als nicht hilfreich für die Frauenbewegung angedeutet.

Nicht hilfreich bzw. kontraproduktiv sind die Versuche ihrer Hintermänner mit der Legende, die Kanzlerin sei so leistungsfähig. Das wurde lanciert, als sie zwischen Moskau und Washington wirklich beansprucht war und aus Moskau besonders verstört zurückkam. Zur gleichen Zeit reisten auch Gabriel und besonders Steinmeier herum. Ostern 2014 war Gabriel in Moskau und Steinmeier in Paris, Merkel war zu Hause "telefonisch erreichbar".

Wenn nun die Konstitution der Kanzlerin zur Bewunderung freigegeben wird, steht dahinter ein ganz klägliches, altes Frauenbild: die arme (kleine) Frau, aber sie hält durch.

Wären die Schwesig-Leute schon am Ziel, müßte man wahlweise Merkels oder Gabriels Belastbarkeit erwähnen. Schon jetzt ist Steinmeier, der Ein-Nieren-Mann hervorzuheben?

RE: Bist Du nicht friedlich, so brauch ich Gewalt | 18.02.2015 | 15:12

Sehr richtig, Herr Galli!

Im Konkreten sollte man ..."selbst auf solche Gewalt verzichten, eigene Ursachen für Gewalt hinterfragen...." und das vorleben.

In der Sozialisation der Sprößlinge liegt ein, wenn nicht der Schlüssel . Denn bevorzugt zu Gewalt greifen Jugendliche, denen diese Konfliktlösungs-"Strategie" als erfolgreich vorgelebt wurde.

Ich greife als schlechtes Beispiel die Medien heraus. Kriminalfilme (Gewalt) kommen im ÖR Fernsehen schon bis 4mal am einem Abend vor. Da die virtuelle Welt von Heranwachsenden als real wahrgenommen wird,.....

Schon seit den 50er Jahren weiß man Bescheid. Man verglich 2 Gruppen von Kindern, die einen Gewaltfilm bzw. eine Folge der Augsburger Puppenkiste sahen. Was sie anschließend im Spiel nachahmten, ist klar.

Die Forderung, die Gewalt im FS runterzufahren wird von den Machern zurückgewiesen. 1. Das Publikum WILL Krimis und Gewalt in den Nachrichten. 2. Es gibt auch eine Aus-Taste. 3. Das FS wirkt NICHT ALLEIN auf die Jugendlichen ein.

Mit dem letzten Spruch ist jede Diskussion beendet. Schließlich sind WIR ALLE schuld. Wo sollen wir denn da anfangen?

Neben der Erziehung zu mehr Friedfertigkeit hat unsere Kultur für die steinzeitliche Gewaltbereitschaft Ventile eingebaut, die den angemessenen Abbau von Frust ermöglichen. Man kann ja Boxer oder Schlachter (vielleicht sogar auf einem Schlachtschiff) werden oder den Fußball treten.

Die meisten tun das sogar. Für die Kindheitsmuster der potenten IS-Anhänger muß eben mehr getan werden. Das kostet was.

Da wir gerade über Merkel reden, könnte sie statt für Jazenjuk diesmal für Projekte in sozialen Brennpunkten hierzulande 1,8 Mrd Euro lockermachen.

RE: Gelegenheit zum Dialog | 16.02.2015 | 19:06

Ob Merkel die Richtige ist? Die Russen hören ihre verbindlichen Worte und sehen die Taten, die Eskalation bedeuten. (Die Zustimmung zu Minsk II ist nicht als Entgegenkommen gegenüber Rußland zu werten.)

Wie Merkel ihre Feindschaft pflegt, zeigt das Bild im Minsker Verhandlungsraum. Dort steht sie zusammen mit Poroschenko hinter einem Rednerpult. Beide legen die Hände aufeinander .

Kleinkarierter kann der Affront gegen Putin nicht sein.

Der ehrlichere Vertreter Ds wäre Steinmeier. Würden die Russen das verstehen?

RE: Die Fronten bleiben | 16.02.2015 | 18:23

Ich erinnere mich, TLACUACHE, dass in einer talk-show ein russischer Teilnehmer behauptete, den Russen sei versichert worden, dass die NATO sich nicht über die Oder hinaus ausdehnen wolle.

Ein Deutscher (Laschet, CDU ?) fragte etwa wörtlich: Haben Sie das schriftlich? Die Antwort war: Nein, gilt Ihr Wort nichts?

RE: Die Fronten bleiben | 16.02.2015 | 11:30

"Die Fronten bleiben."

Obwohl alle Fakten aufbereitet und die tollsten Analysen gemacht werden, die eine gütliche Einigung mit Rußland ermöglichen, marschiert die antirussische Politik unbeirrt weiter.

Die im Westen - und hier haben wir mitzureden - tonangebenden Weichensteller sind einfach nicht friedensbereit, vielleicht nicht mal friedensfähig.

Z.B. Einen Tag nach Minsk II wird eine neue Sanktion ausgesprochen. Direkt nach der mit Rußland vereinbarten Feuerpause in der Ukr. wird ein Schuß im Wirtschaftskrieg gegen Rußland abgefeuert.

Alle Informationen, Analysen, Bedenken, Appelle blieben bislang fruchtlos. Die ersten Freitag-Kommentatoren mit bemerkenswertem Überblick geben bereits auf. Bei Augstein höre ich in seinem Gespräch mit E.A.Meyer (Oerli-Verlag) Resignation heraus.

Es bleibt offenbar nur der Rückzug in die Spitzweg-Romantik oder der Aufstand. Revolutionen brauchen allerdings immer Führer...

RE: Affront gegen Augstein | 14.02.2015 | 01:37

Ist das für die Bütt? Ist das krank? Oder ideologisch überspannt?Augstein, der Augen öffnet, wird als politisch erblindet und als in pubertärem Selbsthaß unvollständig westernisierter Deutscher bezeichnet, der sich erstmal mit dem lauwarmen Wodka der germanisch-russisch identitären Allianz Mut antrinkt.

Darüber hinaus soll Frau Krone-Schmalz, der Frau Wendland sichtlich nicht das Wasser reichen kann, eine Russophile für Klinkenputzer sein, die womöglich für die Ergatterung eines Exklusivinterviews bei Putin , nicht aber zur LEIDENSCHAFTSLOSEN ANALYSE taugt.

No comment.

RE: Affront gegen Augstein | 14.02.2015 | 01:01

@Magda

Sie hoffen, dass Augstein nicht Recht hat, ich meine, er liegt richtig.

Ihrem Rückgriff auf Augstein in der Wulff-Affaire kann ich auch nicht folgen. Wulff hat sich zeitweise ähnlich lächerlich gemacht wie Berlusconi.

Aber Ablenkung beiseite, hier steht ein unglaubliches Pamphlet zur Debatte, das von einer Historikerin stammen soll und als Expertise bezeichnet wurde.

RE: Affront gegen Augstein | 13.02.2015 | 20:08

Eigentlich wollten Sie, Soloto , mal wieder einen Blog schreiben. Dann sollte sie das mit "Tratsch" aber auch kenntlich machen. Die unnützen Invektiven entlasten Sie sich womöglich, kosten andere aber nur Zeit.

Ich bin kein Geisteswissenschaftler, verstehe unter Historikern Leute, die wissenschaftlich haltbare Aussagen machen und Gefasel als solches kennzeichnen. Man muß natürlich nicht Christopher Clark oder Götz Aly heißen, um als Historiker anerkannt zu sein. Aber bitte, was Sie machen, lief mal bei einem Herrn Schnitzler in Ostberlin.

Nun zu einer Ihrer Behauptungen da oben:

Merkel habe das Putinsche Getue ins Leere laufen lassen? Ich sehe das umgekehrt. Wer verließ den Konferenzsaal lachend und wer war bedrückt? Haben wir im Ergebnis die Poroschenko-Gesamtukraine oder eine gespaltene mit Anerkennung von Separatisten? Die Krim ist weg, wird nicht erwähnt.

Und Augstein ist beachtlich.