Rob Kenius

Rob Kenius ist Diplom-Physiker und freier Autor. Er lebt selbständig, verfasst politische Bücher und betreibt die systemkritische Webseite kritlit.de
Rob Kenius
RE: Ihr Austritt ist ein Weckruf | 13.01.2022 | 10:43

Kann ich verstehen, aber es sollte ein Weckruf sein. Am 01.08.2021 habe ich in Berlin erlebt, dass die Linke in der Landesregierung dazu fähig ist, eine friedliche Demo "Friede Freiheit Demokratie" mit Polizeigewalt zu unterdrücken. Sie hat kein Konzept mehr. Die Grünen haben wenigstens noch das Plakat "Umwelt und Klima".

Ich selber bin vor ein paar Jahren in die Linke eingetreten und nach 11 Monaten wieder ausgetreten. Dazwischen lag die Wahl in NRW. Ich wollte propagieren, dass die 5%-Hürde als zentrales Ziel der Linken in NRW angesehen wird, fand aber kein Gehör. Es standen Genderfragen im Zentrum der Debatte.

Traurig, traurig; denn der Neoliberalismus ist durch Corona total auf der Siegerstraße. Wir brauchen dringend Opposition gegen die Umverteilung nach oben, die imer noch an Tempo zunimmt.

Rob Keniushttps://kritlit.de

RE: Spaltung und Spitzenpersonal | 10.10.2021 | 15:58

Ein sehr vernünftiger Beitrag über das Thema, worüber auch viele Wählerinnen und Wähler nachgedacht haben. Mein Ergebnis beim Nachdenken: Zweitstimme für die Linke, Erststimme für den grünen Kandidaten, der (in Köln) auch gewählt wurde. Mehr kann man als Wähler oder Wählerin nicht tun.

Hätten die Linken Sahra Wagenknecht als Kanzlerkandidatin aufgestellt, hätten sie doppelt so viele Stimmen bekommen. Aber das wollen die nicht. Ähnlich sieht es bei den Grünen aus.

Mit den Parteien geht Herr Klatt in seiner Analyse noch etwas zu glimpflich um. Es ist, meiner Meinung nach, auch eine Menge Neid im Spiel. Wer in der Breite gut ankommt, wer gut aussieht, wer intelligent und ausgeglichen argumentieren kann, wird von den parteiischen Kleingenossen beneidet. Wer aber kumpelhaft und tantig in der Mitte schwimmt, der ist nach heutigem Sprachgebrauch gut vernetzt.

Was zeigt uns diese Analyse? Es zeigt uns, dass das Modell der politischen Partei ein Auslaufmodell ist. Dieses Modell ist älter als das Automobil, das jetzt ebenfalls langsam aus der Zeit fällt, obwohl es viel öfter modernisiert wurde. Man bedenke, dass die Organisationsform der politischen Partei aus einer Zeit ohne Massenkommunikation stammt. Es gab weder Film noch Funk noch Fernsehen noch Internet.

Ähnliches gilt für die Repräsentative Demokratie, die noch zwei Generationen älter ist. Würden die Menschen direkt entscheiden, bleibe uns vieles erspart und wir könnten die echten Probleme anpacken.

Rob Kenius, https://kritlit.de

RE: Desinformationskrise | 06.06.2012 | 23:35

@ mnemis

Soll ich das ernst nehmen, wenn jemand Mensch und menschlich mit "ch" schreibt, oder sind Sie Grieche, der/die nur das "chi" kennt?

Und übrigens, der kulturelle Standard der Pyramidenbauer bzw. der alten Ägypter ist nie übertroffen worden, jedenfalls nicht in Deutschland.

RE: Desinformationskrise | 06.06.2012 | 18:40

Woher wissen Sie das? Es überrascht mich; denn 78% wäre eine verfassungsändernde Merheit. Und was suchen die da außer Rentanansprüchen?

RE: Lafontaine 4 President! | 18.02.2012 | 09:10

Der politische Vorteil läge natürlich auf der anderen Seite:
CDU, SPD und Grüne hätten ihn vom Hals.

Doch es gibt ein weiteres Plus für das gesamte Volk; das Problem, dass wir mit dem smartesten Präsidenten auch die schönste Präsidentengattin verloren haben, könnte Oskar lösen:

Er heiratet Sarah Wagenknecht.

RE: Pateien am Ende / Mitglieder-Schwund der etablierten Parteien | 14.02.2012 | 15:54

Wie unschwer aus meinem Spruch
"Jetzt oder nie, Direkte Demokratie"
zu erkennen ist, bin ich für mehr Demokratie. Dem stehen die real existierenden Parteien mehr im Wege als das Parlament. (Dass ich für die Piraten Reklame machen würde, ist ein Lesefehler.) Ideale Zustände kann man nur erträumen, nicht konstruieren.

Mehr Demokratie kann man da erreichen, wo es hapert und eins der großen Defizite ist die innerparteiliche Demokratie. Es hat sich ein Neo-Feudalismus breit gemacht, der vielen gefällt, der aber nicht zu einer beweglichen und einsichtigen Politik führt, sonst hätten wir die ja.

Die Verfassung sollte vorschreiben, wie transparent und demokratisch Partei organisiert sein müssen. Genau wie das für die Parlamente vorgeschrieben ist. Es wird immer Kungeleien geben, aber durch das Gebot von Transparenz und von demokratischen Abstimmungen kann sie stark eingeschränkt werden. Z.B. bei der Vergabe von Listenplätzen und bei Vorstandswahlen, insbesondere dem Vorschlagsrecht.

Es gibt noch einen Punkt, der sehr gegen das Parteiensystem spricht.

Sagen wir, ein junger Mensch will sich politisch betätigen. Er will sich aber nicht gleich auf die Linie einer Partei festlegen, weil keine ihm genau zusagt. Was kann er tun?
Nichts.
Die Parteien haben das Monopol für die Eintrittskarten ins politische Leben. Das ist auf lange Sicht der größte Fehler und er wird um so größer, je älter und unbeweglicher die Parteien sind.

Das zeigt sich besonders an der SPD. Sie zieht Nachwuchs an, deren Eltern und Großeltern schon in der SPD waren. So sammeln die Parteien Mitläufer, Opportunisten und Staatsdiener, die nebenbei politisieren wollen. Engagierte Demokraten stoßen sie ab.

Die Parteien zu schwächen gegenüber den Bürgern, ihren Mitgliedern und den Abgeordneten, sie zurückzudrängen, das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Das Volk will das bewusst oder unbewusst. Strenge Transparenz und demokratische Statuten zu verlangen, wäre der nächste Schritt.

Es kommt weniger auf die Programme an (Papier ist geduldig) und mehr auf die internen Spielregeln.

Partei-Diktatoren wie F.J. Strauß und Helmut Kohl sollte es nie mehr geben. Auch das Ein-Parteien-System in Bayern gehört abgeschafft.

RE: Bauernopfer sucht Frau. | 14.12.2011 | 17:47

Hi,
das erinnert mich an eine Satire, die ich mal bei kritlit.de geschrieben habe
Die Bundesfußballweltmeisterschaftswahl.
Ich werde sie mal in meinen Blog reinstellen.
Viel Spaß

RE: Pausengeflüster | 13.12.2011 | 18:57

Gerade hatte ich einen Kommentar dazu geschrieben und der ist jetzt verschwunden, mein Zähler hat sich aber erhöht. Wie ist das geschehn?

Lieber Joachim, dein Anliegen verstehe ich nicht, insbesondere nicht die vielen Fragezeichen. Habe mir aber dein verlinktes Blog angeschaut. Zufrieden?

RE: Pausengeflüster | 13.12.2011 | 18:45

Lieber Joachim,
ich verstehe nicht, was du willst, insbesondere nicht die vielen Fragezeichen. Wenn du mich etwas fragen willst, frage ruhig,

Ich frage z.B. dich:

Willst du mich nur auf deinen Blog aufmerksam machen? Das hättest du kürzer formulieren können. Ich schaue ihn mir sofort an.
Bis bald