heraklesuschi

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heraklesuschi
RE: Alternativlosigkeiten | 31.08.2012 | 17:59

Für mich ist der Punkt die pauschale Solidarisierung mit dem Regisseur, da der Artikel sehr tendenziös gehalten ist. Apropos Pauschalisierung, Sie glauben ernsthaft alle Produzenten agieren wie Rainer?

Dann wäre da noch ein grundsätzliches Missverständnis auszuräumen: Wenn der Regisseur alleinverantwortlicher Künstler sein will, darf er sich nicht mit einem Produzenten einlassen. Dann wird er nämlich teil eines Teams, in dem er mit den Meinungen anderer leben und auf sie reagieren muss. Zu behaupten das habe er nicht gewollt ist feige denn den Mut sein Projekt ohne das Now-How anderer zu machen, hatte er nicht.

RE: Alternativlosigkeiten | 31.08.2012 | 08:48

Zerwürfnisse zwischen Produzenten und Regisseuren sind nichts Neues. Die Kreativen treffen auf jene, die ihre Visionen verarbeiten müssen. Sich auf die Seite des "unterdrückten" Kreativen zu schlagen ist immer leicht, besonders wenn die Begründung für dessen Sturheit vom Produzenten, wie in diesem Fall, nett umschrieben wird. Am Ende haftet der Produzent bei den Geldgebern, wie Sendern und Förderanstalten. Der Kreative wird nicht das Opfer einer "kunstfernen" Mafia, sondern seiner eigenen Hybris, außerdem empfielt es sich den Vertrag gründlich zu lesen. Darin steht für gewöhnlich: Der Produzent entscheidet. Hinterher davon nichts mehr wissen zu wollen und Zensur zu brüllen ist unredlich.

RE: Ein sexistisches Utopia? | 20.07.2012 | 15:06

Seltsam, wie Sie ein Handlungselement zur Werbestrategie umdeuten. Sie meinen grundsätzlich festgestellt zu haben, unsere Gesellschaft sei sexistisch? Wenn Sie meinen. Wilhelm Busch schreibt dazu: "Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen auch im Sauerkraut."

RE: Ein sexistisches Utopia? | 20.07.2012 | 14:53

Nö, wir sind uns nicht einig. Die "waghalsige Kette" ist das Ergebniss wissenschaftlicher Forschung. Das "fast" ist wichtig, weil innerhalb der stereotypen, das Wort ist keine Abwertung, Geschichten eine gewisse jedoch begrenzte Modifikation auftritt. Mag sein, dass Spiele mehr können, ich frage mich woran Sie dabei denken, aber konzipiert werden sie um zu Unterhalten. Einfach so dahin behauptet: Dem Komentarfeld ist es freilich egal, was sie nicht gelesen haben, dem unsachlich kritisierten dagegen nicht.

. Ich glaube, Spiele können viel mehr. Aber Vorsicht: Das sage ich ganz ohne »Augenmerk« auf die empfohlene Forschung. Denn klar ist, wir sind uns uneinig über die einfach so dahin behaupteten »rudimentären Vorraussetzungen« zur Disskussion. Zum Glück ist es dem Kommentarfeld egal, was wir nicht gelesen haben.

RE: Ein sexistisches Utopia? | 19.07.2012 | 12:39

Bitte genau lesen, der Satz lautet: "...die wiederum eine fast schon stereotype Geschichtenstruktur verlangen...". Sollten Sie sich tatsächlich für das Thema interessieren, verweise ich auf die Forschungen von Philip Parker zur Geschichtenstruktur, die nur wenig Phantastisches enthalten. Besonders sollten Sie ihr Augenmerk auf die "acht universiellen Tehmen" und die "zehn Story-Types" richten. Wenn Sie dann zumindest über die rudimentären Vorraussetzungen verfügen, können wir gerne weiter diskutieren.

RE: Ein sexistisches Utopia? | 19.07.2012 | 10:57

Verwechseln Sie Verständnis bitte nicht mit Zustimmung. Das Phänomen des Shitstorms ist ein eigener Diskussionsbereich. Die von Sarkeesian publizierte einstweilige Analyse bleibt extrem einseitig und tendeziös. Laut ihrer Aussage sind die Spiele grundsätzlich voller sexistischer und frauenfeindlicher Inhalte, was es nur noch zu dokumentieren gelte. Tatsächlich schrieb sie vom Stereotyp des: "Fighting Fuck Toy". Vielleicht wäre ein weniger auf mediale Wirkung ausgelegter Ton angebrachter.

RE: Ein sexistisches Utopia? | 18.07.2012 | 20:54

https://www.freitag.de/autoren/visionsbar/computerspiele-machen-dumm-und-aggressiv

RE: Ein sexistisches Utopia? | 18.07.2012 | 20:53

Sehr geehrte Frau Weidinger

Zu schreiben, ich hätte mich über ihren Artikel nur geärgert, wäre eine euphemistische Untertreibung. Dabei überlasse ich schon den Genderbegriff, dieses schöne Feld der wissenschaftlichen Illusionen, den damit beschäftigten Forschern. In der blumigen Einführung zum Artikel versteckt sich die verschämte Aussage, Sie hätten eigentlich gar keine Ahnung von Computerspielen. Mit Verlaub, dass merkt man deutlich. Sie bewiesen diesen bedauerlichen Umstand augenblicklich, indem Sie den Begriff „Videospiele“ verwendeten und Computerspiele meinen. Für eine Journalistin beschämend schlecht recherchiert.

„Ganz im Gegensatz zu dieser bunten Einhornwelt, erscheint die Games-Szene gerade wie ein virtueller Treffpunkt voller frauenfeindlicher, anonymer, männlicher Nerds, wenn man auf aktuelle Ereignisse und Artikel blickt: Feminist_innen werden Ziel von Online-Hasskampagnen und Game-Produzent_innen reproduzieren mit großem Aufwand billige, weibliche Stereotype.“

Und wenn man die Welt radikal aus nur einem Blickwinkel betrachten will, dabei paranoid jeden der nicht der eigenen Meinung ist einer grundsätzlichen Erbfeindschaft verdächtigt, kommen solche nichtssagenden Schlagzeilensätze heraus. Es wird auch nicht besser, wenn Sie ihre These mit einem im Handel noch gar nicht erhältlichen Spiel beweisen wollen. Mir fällt die Einschätzung des tatsächlichen Handlungsverlaufs nur durch betrachten des Trailers schwer. Woher Sie so sicher wissen, wie sich die bemängelte Szenerie in die Geschichte des Spiels einfügt bleibt mir schleierhaft.

Nachdem den Computerspielen der Sprung in die Feuilleton gelang und man das dynamische kulturelle Phänomen nicht mehr generell ablehnen konnte, wird es nun kurzerhand für männlich dominiert und damit frauenfeindlich erklärt. Ihnen unterläuft derselbe Fehler der beim Umgang mit Medieninhalten inzwischen gang und gäbe ist. Sie unterstellen Spielen, Sie würden Wirklichkeit abbilden. Das tun sie nicht, Spiele dienen der Unterhaltung und unterhalten wird der Mensch über seine Emotionen und Emotionen werden durch bestimmte Schlüsselreize ausgelöst, die wiederum eine fast schon stereotype Geschichtenstruktur verlangen. Das müssten Sie eigentlich wissen, denn die von Ihnen gelobten Serien „Buffy“ und „Veronika Mars“ arbeiten auf diese Art und Weise. Übrigens spielt „Veronika Mars“ Hauptdarstellerin Kristen Bell einen Charakter im Computerspiel „Assassin’s Creed“.

Sie finden die extremen Reaktionen paradox? Jedem Spieler vorzuwerfen, er sei ein potentieller Frauenhasser und Vergewaltiger macht keine Freunde.

RE: Die Vorhaut schlägt Wellen | 17.07.2012 | 16:23

Die haben mit der Bewertung von Worthülsen und Politikergeschwätz deutlich mehr Erfahrung.