Universelle Menschenrechte gegen Faschismus

Durchlesen: The Universal Declaration of Human Rights (UDHR)
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Am 10. Dezember 1948, nachdem hunderte Millionen Menschen auf der ganzen Welt viele Jahre lang entsetzliche persönliche Erfahrungen gemacht hatten mit Nationen, in denen die Bevölkerungen menschenverachtend und bestialisch agierende faschistische Regierungen zugelassen hatten, erklärten die Vereinten Nationen die Allgemeinen Menschenrechte: The Universal Declaration of Human Rights (UDHR).

Diese Erklärung ist ein Dokument des Willens, jedem einzelnen Menschen klare Rechte gegenüber jeder Staatsraison einzuräumen.

Leider war es nicht gelungen, die Erklärung völkerrechtlich verbindlich zu machen. Sogar angesichts des Schreckens und des Elends vor und während des 2. Weltkriegs war es den Staatsvertretern wichtiger gewesen, ihren Staatsapparaten alle Freiheiten in der Behandlung jedes einzelnen Menschen zu erhalten, als jedem Menschen verbindliche Freiheiten und Rechte gegenüber dem Staatsapparat einzuräumen.

Durchlesen. Auch die Präambel. Erschütternd, wie wenig vom Geiste der Erklärung nach knapp 70 Jahren noch übrig ist.

Beim Durchlesen scheint der einzige Artikel, der uneingeschränkt und bis in groteske Höhen durchgesetzt und verteidigt wurde, Artikel 17, das Recht auf Eigentum, zu sein.
Beim Nachdenken fällt allerdings auf dass das Recht auf Eigentum weder für Menschen auf der Flucht gilt, noch für Menschen, die krank oder arbeitslos werden. Stattdessen arbeitet die Lobby der Reichen am internationalen Recht der unbeschränkten Vermehrung hoher Vermögen und nennt das Investitionsschutz.

Was muss noch passieren, damit die Menschen sich ernsthaft für ihre Menschenrechte einsetzen?

13:43 31.01.2016
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