Schattenmann im Exil

PERU Mit der Flucht von Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos büßt Fujimoris Autokratie den subversiven Schneid ein
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In den frühen Morgenstunden des 24. September landet auf dem Flughafen von Panama-Stadt ein Privatjet aus Lima. Der Passagier, der in Begleitung einiger Leibwächter aus der Maschine klettert, sieht unscheinbar aus. Sein Reisepass ist peruanischer Herkunft und auf den Namen Vladimiro Montesinos ausgestellt. Niemand heißt den Mann willkommen, doch honorige Staatschefs der Region - unter ihnen die Präsidenten Argentiniens, Brasiliens und Chiles - haben die Regierung Panamas vor der Ankunft der Maschine dringend gebeten, Montesinos politisches Asyl zu gewähren. Die lokale Presse vergleicht den Ankömmling gar mit dem Schah von Persien, der vor 21 Jahren auf der Flucht vor der Revolution in Teheran an gleicher Stelle ein Refugium suchte.

Montesinos hat niemals die Sc