"Zeit im Osten"

Medien Der Trend der Regionalisierung von Wochenzeitungen setzt sich weiter fort.
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Anlässlich der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hatte "Die Zeit" schon einmal ein Regionalisierungsversuch unternommen. Damals sprach Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo von einem Testballon. Der hatte sich dann in Luft aufgelösst.

Jetzt wird 'Die Zeit', mal ernst, mal spielerisch, mal kritisch, mit drei Extra-Seiten speziell über Ereignisse in "Ostdeutschland" berichten. So jedenfalls sagte es Patrik Schwarz der als Redakteur für besondere Aufgaben die "Zeit im Osten" koordinieren wird zur 'Berliner Zeitung' Er hat das ja schon jahrlange mit Sachsen ausprobiert.Und dann fügt er noch hinzu "Der Osten ist selbstbewusst geworden, er muss sich nicht verstecken. Merkel und Gauck seien Ausdruck dieser Entwicklung." Ich finde diese Sektiererei zwar etwas komisch. Nach immerhin über 20 Jahren nun noch auf einen alten Ost-West Gaul zu setzen.

Immerhin hat 'Die Zeit' es geschafft 10.000 Examplare "im Osten" unter die Leute zu bringen. Weil früher die Anzeigeneinnahmen die Haupterlösquelle der Zeitung waren und heute die Einnahmen aus dem Verkauf generiert werden müssen, spricht Schwarz sogar von Demut vor dem Leser. Und hätte "zu einer heilsamen Selbstbesinnung, sich an den Bedürfnissen der Leser zu orientieren"

14:20 24.09.2013
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