Die Kopimisten Religion, Weg aus der Misere der Schöpfung?

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In Schweden gibt es eine neue Religion deren Hauptinhalt aus der Überzeugung besteht, dass Kopieren eine heilige Handlung ist, und damit Filesharing als rituelles, religiöses Konzept betrachtet. Sie nennen sich "Missionierende Kopimisten Gemeinschaft" und werden von dem 20 jährigen Isaak Gerson, Philosophiestudent und Mitglied der Piratenpartei, geführt.

Ähnliche Gedanken mache ich mir schon läger:

Wie weit ist der Gedanke des Kopierens von "Schöpfung"als lebenswichtige und legitime Kulturverbreitungstechnik nun tatsächlich richtig?

Die Schöpfung oder das Leben kopiert ja auch ständig ihre Bestandteile als Erbgut und in Form von weitergegebenen Kulturtechniken, wie lesen und schreiben, aber eben auch in der Weitergabe von "verwertbarem" oder unterhaltendem Wissen: Kochrezepte, Heilmethoden, Lieder, Geschichten. Solange das nun mit primitiven (ursprünglichen) Methoden geschieht, gibt es ausser mit der Gema kaum Probleme. Mündliche Überlieferung ist noch erlaubt solange sie im privaten Raum stattfindet, jedenfalls meistens.

Sobald aber technisch weiterentwickelte Medien genutzt werden setzt die mögliche Strafverfolgung ein und das auch, wenn es sich um rein private Weitergabe handelt.

Ich schlage zum Ausgleich folgendes vor: Privates Wissen darf nicht mehr straffrei komerziell genutzt werden, auch wenn es nicht durch Patente von der das kulturelle Wissen ausübenden Person oder Gruppe geschützt wurde.

Das hätte dann wirklich mal "fatale" Folgen!

08:58 03.04.2012
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Geschrieben von

Rosalix

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Rosalix

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