Ein Naturbegräbnis >Größenwahn statt Naturschutz<

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Eine Trauerrede vom 13.11.2010
Liebe Brüder und Schwestern,

In tiefer Trauer stehen wir heute hier, vor den letzten Resten unserer
geliebten Räuberlinden, die am 5.11.2010 plötzlich, unerwartet
und ohne jede Krankheit von uns gegangen sind. Nein, sie waren nicht alt und gebrechlich, sie standen in der Blüte ihrer Jahre. Sie erblickten das Licht der Welt als Deutschland noch von einem Kaiser regierte wurde, überstanden, geschützt im Hinterhof der Oberen Mang, der Räuberhöhle den Wahnsinn zweier Weltkriege.
'
Wir waren alle noch nicht geboren, da waren sie schon erwachsen. Viele Generationen von Räubern genossen im Sommer die Kühle ihres Schattens und keiner Seele haben Sie je etwas zu leide getan. Waren Heimat unzähliger Geschöpfe des Herrn und filterten die Luft, die wir zuvor verpestet hatten. Ihr Leben war nicht immer ein Federspiel aber sie trugen es tapfer und sie durften auf weitere Jahrhunderte hoffen, bis die kranke Idee einer Tiefgarage sie zu bedrohen begann. Wie kann ein Hirn so wahnsinnig sein, zwei Bäume opfern zu wollen, um sieben Autos einzustellen? Ihr meine Brüder und Schwestern habt gekämpft, habt geschrieben und geredet, Unterschriften gesammelt, habt alles gegeben was ihr konntet. Es hat nicht gereicht.

Und wer hat die mörderischen Kettensägen gesandt? Die Herren Schlechter und Federspiel vom Bürgerlichen Brauhaus - das weder bürgerlich ist noch braut. Welche grauenvolle Schuld sie auf sich luden. Was trieb die Täter zu solch schändlicher Tat, liebe Brüder und Schwestern? Wolfgang Federspiel sollte als Oberblutreiter und alter Ravensburger ein Interesse am Erhalt dieses Gemeinwesens, an der Räuberhöhle haben, in der seine Blutreitergruppe gegründet wurde. Wie kann ein Geschöpf Gottes sich zu einer solchen Tat hinreißen lassen? Hat der schnöde Mammon ihn getrieben? Herr, kannst du seiner Seele noch gnädig sein?
'
Wir rufen ihm zu, dreh um auf dem Weg der Vernichtung. Er ist schlecht, er ist Schlechter. Bereue und wenn du 100 Linden pflanzest wird dir der Herr vielleicht vergeben, vielleicht.
'
Und wir liebe Brüder und Schwestern stehen heute in tiefer Trauer. Aber dort dürfen wir nicht verharren. Den Linda und Gerlinde haben viele Brüder und Schwestern, die genauso schutzlos dastehen wie die Verstorbenen. Und Gemeinderat und Oberbürgermeister waschen ihre Hände in Unschuld. Die Kreaturen des Herrn, die uns die Luft zum atmen geben, sollen den geringsten Schutz genießen? Oh Herr erbarme dich.
Und daher werden wir weiterkämpfen, denn Linda und Gelinde sind uns Mahnung und sind uns Auftrag. Mögen ihre Seelen in Frieden ruhen. Amen.

www.rrpublizist.com/nachrichten-und-ravensburg/ravensburg-auf-der-anklagebank/umweltvernichtung-in-ravensburg/

11:37 15.11.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Roland Regolien

Krieg verändert die Persönlichkeit des Menschen, er erzeugt Hass, Gewalt und tötet das Gefühl der Mitmenschlichkeit.
Schreiber 0 Leser 0
Roland Regolien

Kommentare