Markenfirmen-Ausbeutung und die deutsche Doppelmoral!

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Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Auch für immer mehr Frauen erlangt dieser Sport Bedeutung. Sie freuen sich schon auf die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, die im Juni in Deutschland stattfindet. Der deutsche Nationalelf werden gute Chancen eingeräumt. Auch adidas und Puma, AusrüsterInnen und SponsorInnen der Teams, erwarten satte Gewinne. Gewinne, die sich in den Bilanzen der beiden Unternehmen ebenso gut machen wie Tore und Punkte in der Spielbilanz der WM.

Der deutschen Wirtschaft kraust es vor nichts. Eine ganz andere Bedeutung hat Fußball für jene Frauen, die die Trikots und Hosen der Spielerinnen sowie die Fanartikel nähen: Sportbekleidung steht bei den Näherinnen in den Weltmartkfabriken für extremen Arbeitsdruck, für Hungerlöhne, für erzwungene Überstunden. Die Arbeiterinnen dürfen nicht zur Toilette, wenn sie müssen, sie werden auf Schritt und Tritt durch Kameras überwacht, und wollen sie sich gewerkschaftlich organisieren, ist skrupellosen FabrikbesitzerInnen nahezu jedes Mittel recht, das zu unterbinden.

Die Deutsche Doppelmoral! Vorgelebt von der deutschen Wirtschaft, ein Gegenakzent zur scheinheiligen CDU-CSU-Grüne-SPD Politik und Werbung der Markenfirmen, Skalvenlöhne auch in Deutschland! Das sind die Schattenseiten des Megageschäfts mit der Weltmeisterschaft, dass Wohlfühltriko am Körper der SportlerInnen!

Zum Leben zu wenig: Sportmarkenfirmen fahren exorbitante Gewinne ein - ihre Näherinnen müssen sich mit Hungerlöhne begnügen. Denn zum Fairplay auf dem Rasen gehört auch ein Fairplay, eine gerechte Bezahlung, in den Nähfabriken und keine Ausbeutung für Kapitalgewinne. Schuften für adidas und Puma: Arbeiterinnen die wie Tiere behandelt werden, mit politischer Unterstützung. Markenfirmen müssen sich ihrer Verantwortung stellen - "Für Arbeit und Würde"
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500 Millionen jährliche Gewinne für adidas, aber Hungerlöhne für die Näherinnen, so etwas nennen Deutsche gerecht! Deshalb hat man ja die Produktionen in Länder verlagert, in denen de facto keine Gewerkschaftfreiheit existiert!

Markenunternehmen unternehmen nichts gegen Arbeitsrechtsverletzungen in ihren Fabriken! Kein Arbeiten in Würde, so kennt man Deustchland seit seiner Geschichte. Deutschland kennt keine Würde - Arbeiten ist mehr, als nur Geldverdienen oder Arbeit macht Frei? Sprüche von: FDP Brüderle, Westerwelle, SPD Müntefering, im Vergleich zu Onkel Adolf, jetzt Tante Merkel, Kauder, Bosbach, Mappus, Rech und Co.

11:07 27.02.2011
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Geschrieben von

Roland Regolien

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Roland Regolien

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