Ruben Eberlein

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RE: Sühne für Ken Saro-Wiwa | 09.06.2009 | 17:19

Denke, es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass eine nicht geringe Anzahl von Nigerianern von der Ölförderung (trotz bzw. wegen der desaströsen sozialen und ökologischen Folgen) profitiert: Wenn man den Anteil der Superreichen vorsichtig mit 2 Prozent an der Gesamtbevölkerung (140 Mio.) ansetzt, sind das immerhin 2,8 Millionen Menschen. Eine mächtige Lobby, die nicht daran interessiert ist, dass sich irgendetwas zum Besseren ändert.

Vergleiche auch dieses Interview:
rubeneberlein.wordpress.com/2009/05/31/iyc-state-army-conflict-niger-delta/

RE: Die Piraten sind wir | 23.04.2009 | 14:53

Einige Anmerkungen: Die äthiopischen Truppen sind inzwischen abgezogen, das Land unterstützt aber noch einige Warlords indirekt. Ex-Präsident Yusuf war selbst einer von ihnen, ebenso wie zentrale Figuren der "Sicherheitsorgane". Ein Trennungsstrich zwischen Regierung einerseits und Warlords andererseits macht also wenig Sinn. Der "sozialistische Weg" Somalias schloss die enge Kooperation mit dem Westen ein. Problematisiert werden müsste m.E. die Unterstützung der EU, UN und USA für eine Übergangsregierung, die die Konflikte in Somalia in der Vergangenheit eher verschäft hat.

Ein ausführlicher Kommentar zum Verhältnis des Westens zu Somalia unter
rubeneberlein.wordpress.com/2009/04/19/afghanistan-empire-confronts-somali-badlands/